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Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 8536

Carolin Reiber tauft die "Hoffnung"

Hamburg, 11.06.2005: WWF-Botschafterin Carolin Reiber hat am Freitag das Orang-Utan Baby "Harapan" im Tierpark Hagenbeck getauft. Die prominente Patin eröffnete anschließend gemeinsam mit WWF-Präsident Prof. Dr. Detlev Drenckhahn und Tierparkdirektor Joachim Weinlig-Hagenbeck die Borneo-Ausstellung des WWF. Sie gaben damit zugleich den offiziellen Startschuß für die WWF-Schau, die bis zum Herbst zeitgleich in 14 deutschen Zoos gezeigt wird.

Die Ausstellung informiert Zoo-Besucher über das Leben der Menschenaffen in einem den ältesten Regenwälder der Erde auf der südostasiatischen Insel Borneo. "Ich freue mich über mein Patenkind. Harapan ist das indonesische Wort für Hoffnung. Harapan ist eine Botschafterin für ihre bedrohten Verwandten", sagte die TV-Moderatorin Carolin Reiber.

Der Tierpark Hagenbeck engagiert sich seit langem für die Orang-Utans, 14 Tiere leben hier. „Harapan“ ist bereits das 10. Baby, das seit Mitte der 1990er Jahre erfolgreich gezüchtet wurde. Tierparkdirektor Joachim Weinlig-Hagenbeck: „Mit der WWF-Ausstellung möchten wir unseren Besuchern die Faszination und die Bedrohung der Borneo-Orang-Utans nahe bringen.“ WWF-Präsident Prof. Detlev Drenckhahn bezeichnete Zoos und WWF als "natürliche Partner im Kampf für die Artenvielfalt."

Die Ausstellungstexte sind auf Säulen gedruckt und so aufgestellt, dass der Besucher den Eindruck gewinnt, er liefe durch einen Tropenwald. Großflächige Bilder zeigen Borneos Landschaften, man hört die Geräusche des Regenwaldes. Über allen thronen Orang-Utans. Die Schau beantwortet viele Fragen: Wie sieht es bei den „Waldmenschen“ (Übersetzung des malaiischen „Orang-Utan“) zu Hause aus? Was machen Orang-Utans den ganzen Tag? Bauen sie wirklich Nester wie ein Vogel? Warum sind sie so bedroht? Was können wir in Deutschland für die Orang-Utans und ihren Lebensraum, den Tropenwald, tun?

Die Ausstellungen in 14 deutschen Zoos sind Teil einer WWF-Kampagne zur Rettung der Regenwälder Borneos. „In wenigen Jahren könnte der Orang-Utan-Wald auf Borneo abgeholzt sein. Alle 20 Sekunden verschwindet Regenwald von der Größe eines Fußballfeldes", berichtet Prof. Drenckhahn. „Wir müssen den rasanten Kahlschlag stoppen. Sonst werden die Orang-Utans 2020 bis auf wenige, nicht mehr überlebensfähige Gruppen ausgestorben sein.“ Seit Mitte der 1990er Jahre sei die Zahl der Borneo-Orang-Utans dramatisch von 150.000 auf 55.000 gesunken.

Die Ausstellung fordert Kinder und Erwachsene auf, sich an einer WWF-Mitmachaktion zu beteiligen. "Jeder kann einen Beitrag zur Erhaltung der Orang-Utan-Wälder Borneos leisten“, betont Carolin Reiber.

Autor: WWF Deutschland

Weiterführende Informationen:


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