Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 7816

Galgenfrist für Amrumer Rehe läuft am 15.01.2005 ab!






Berlin, 12.01.2005: Wie das deutsche Tierhilfswerk e.V. vor einiger Zeit gemeldet hat, leben auf der Insel Amrum einige Rehe. Die genaue Anzahl der Tiere ist unbekannt; Augenzeugen berichten von vier Rehen. Da das Schalenwild sehr zutraulich ist, scheint es sich um ehemaliges Gatterwild zu handeln.


Als dem Deutschen Tierhilfswerk e.V. bekannt wurde, dass die Untere Jagdbehörde Husum zum Halali auf die Tiere blasen ließ, blies es sofort zum Gegenangriff. "Da es nicht nachvollziehbar ist, weshalb die Rehe unbedingt bejagt werden müssen, startete das Deutsche Tierhilfswerk e.V. eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Tiere auf der Insel", so Judith Schmalzl von der DTHW- Geschäftsstelle in München.

Aufgrund der Zeitknappheit konnten noch nicht ausreichend Listen gesammelt werden. Die Untere Jagdbehörde Husum hat den Tieren eine Schonzeit bis zum 15.01.05 eingeräumt, danach sollen die Rehe sterben.

Die unnachgiebige Haltung der Jagdbehörde, ist nicht erklärbar. Der Waldbestand auf Amrum ist riesig, so dass ein Verbiss nicht das Problem sein kann, und auch die Möglichkeit, dass sich Wildunfälle häufen könnten, kann bei 6 km Straßennetz auf der Insel nicht von Bedeutung sein.

Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk e.V.: "Wir werden auf jeden Fall weiter bundesweit Unterschriften sammeln und damit versuchen, die Rehe zu retten."

Die Unterschriftenliste kann kostenfrei unter www.tierhilfswerk.de ausgedruckt werden.
Autor: DTHW Pressestelle
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Stand: 23. Februar 2006
Erstellt: 12. Jänner 2005

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