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Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 7425

Schwermetalle: Pflanzen wehren sich mit Antioxidantien

Bonn, 06.10.2004: Antioxidantien sind Substanzen, die in der Lage sind, so genannte freie Radikale abzufangen und so Menschen, Tiere und Pflanzen vor diesen aggressiven Teilchen zu schützen. Freie Radikale werden verstärkt bei Anwesenheit von Metallen gebildet. Auf schwermetallhaltigen Böden können Pflanzen nur deshalb wachsen, weil sie genügend Schutzstoffe enthalten, die sie vor freien Radikalen schützen.

Forscher der Purdue Universität in West Lafayette, USA, fanden heraus, warum manche Pflanzen auf schwermetallhaltigen Böden besser wachsen als andere. Offensichtlich besteht ein Zusammenhang zwischen der Menge des Antioxidans Glutathion und der Fähigkeit der Pflanze, das Schwermetall Nickel zu tolerieren. Glutathion reagiert mit den freien Radikalen, die bei Anwesenheit von Nickel in den Zellen entstehen. So kann die Pflanze Nickel in den Zellen speichern, ohne von freien Radikalen geschädigt zu werden.

Ein Experiment mit der Acker-Schmalwand, die normalerweise auf nickelhaltigen Böden nicht wächst, zeigte den Zusammenhang. Nach Übertragung eines bestimmten Gens konnte die Pflanze Glutathion in ihren Zellen bilden und anschließend auch auf nickelhaltigen Böden gedeihen. Der Mechanismus für Schwermetalltoleranz von Pflanzen ist auch deshalb interessant, weil diese Pflanzen eingesetzt werden könnten, um bestimmte Schwermetalle aus belasteten Böden zu entfernen.

aid, Renate Kessen

Autor: AID Infodienst

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Stand: 6. Oktober 2004
Erstellt: 6. Oktober 2004