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London/Bremen, 05.02.2004: Sie sind für das bloße Auge oft kaum sichtbar, machen aber einen der größten Bedrohungs-faktoren für das Ökosystem Meer aus, wie die Umweltschutzorganisation WWF heute mitteilt: Invasive Arten, aus fremden Ozeanen über das Ballastwasser der Schiffe beispielsweise in die Nordsee eingeschleppt, verdrängen heimische Meeresbewohner und bringen damit die gesamte Nahrungskette aus dem Lot.So beispielsweise verschiedene giftige Algenarten. Diese "Einbürgerungen" haben zum Teil gravierende gesundheitlichen Folgen für Verbraucher und finanziellen Konsequenzen für die
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.lFischerei.
"Wir spielen eine Art Russisches Roulette mit jedem unkontrollierten Ablassen von Ballastwasser in fremden Meeresgebieten. Die in Norwegen verendeten 1.000 Tonnen Lachs nach der Einwanderung der giftigen Alge Chatonella sind ein Warnschuss, der uns sensibilisieren sollte für das ungleich folgenschwerere Desaster, das jeden Tag aus den Ballastwassertanks der Schiffe auf uns zukommen kann," warnt
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF-Meeresexperte Stephan Lutter.
Anlässlich der bevorstehenden Konferenz der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) in London ruft die Umweltstiftung
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF daher zu einer starken internationalen Konvention auf, die verbindliche Regeln für die Behandlung von Ballastwasser aller Schiffe festschreibt. In der Zwischenzeit sollten nationale und regionale Vorschriften schnellstmöglich die bestehende Lücke schließen. Außerdem fordert
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF die IMO auf, Anreize für die Erforschung innovativer Technologien der Ballastwasserbehandlung zu schaffen und die vorgeschriebenen Standards ständig an den technologischen Fortschritt anzupassen.

Bestehende Techniken, die unter anderem auf Filtern und
Ultraviolette Strahlung gehört zur elektromagnetischen Strahlung und besitzt eine Wellenlänge zwischen 180 und 400 nanometer. UV-Strahlung beruhen, sind bereits bei Schiffen mit kleinerem Ballastwasser-volumen, wie z.B. Kreuzfahrtschiffen, im Einsatz. Für große Containerschiffe sind sie aufgrund der riesigen Mengen benötigten Ballastwassers ungeeignet. Deren Kapitäne können derzeit das Risiko minimieren, indem sie das
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser auf hoher See statt im Hafen austauschen.
Denn dort draußen leben zumeist weniger Organismen als in Küstennähe und die dort "entlassenen" Meerestiere aus küstennahen Gewässern werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überleben. Dennoch bleibt ein
Ursprünglich aus der Risikodiskussion bzgl. Kernenergie (Kernkraftwerk, GAU) stammender, mittlerweile im Umweltrecht weitverbreiteter Begriff, der eine mögliche künftige Grundrechtsgefährdung bezeichnet, die von einer Anlage ausgehen könnte, die jedoch nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts derart klein und unwahrscheinlich sein muß, daß sie nach dem Stand von Wissenschaft und Technik "praktisch ausgeschlossen" ist.Restrisiko bestehen, denn es ist beispielsweise unmöglich, 100% des ursprünglichen Wassers und Sediments aus der Küstenzone während dieses Austauschs auszuspülen. Trotz dieser Einschränkung ist die Methode weitaus besser als die gängige Praxis, Ballastwasser unbehandelt im Hafen in das Meer zu entlassen.
So unterschiedliche Länder wie Neuseeland und Chile schreiben daher bereits den Wasseraustausch auf hoher See vor.

Rund 10 Milliarden Tonnen Ballastwasser sorgen jährlich auf den Schiffen für eine stabile Lage. Wenn ein Schiff Ballastwasser aus dem Meer aufnimmt, sind darin winzige Organismen wie
Im Wasser schwebende, mikroskopisch kleine Organismen, die sich nicht selbst fortbewegen können.Plankton, wirbellose Tiere, Fischlarven und Krankheitserreger enthalten. Mehr als 4.000 verschiedene Arten sind zu jedem Zeitpunkt im Ballastwasser unterwegs. Regelmäßig fassen einige dieser Spezies in der neuen Umgebung Fuß und ihre Wirkung ist ebenso unvorhersehbar wie unkontrollierbar.