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319 Exemplare vom Iberischen Luchs streifen noch durch die mediterrane Landschaft im Süden Spaniens. Diese Bestandszahlen gaben die andalusischen Behörden jetzt bekannt. Die Entwicklung ist positiv, aber die iberischen Pinselohren, auch Pardelluchse genannt, gehören damit noch immer zu den bedrohtesten Tieren der Welt.
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Volkszählung iberischer Luchs

Berlin / Sevilla 01.02.2014: 319 Exemplare vom Iberischen Luchs streifen noch durch die mediterrane Landschaft im Süden Spaniens. Diese Bestandszahlen gaben die andalusischen Behörden jetzt bekannt. Die Entwicklung ist positiv, aber die iberischen Pinselohren, auch Pardelluchse genannt, gehören damit noch immer zu den bedrohtesten Tieren der Welt.

Sie sind seltener als Pandas, Sumatratiger oder Spitzmaulnashörner. „Immerhin hat sich die Zahl der Tiere in den vergangenen 15 Jahren fast verdreifacht“, berichtet Janosch Arnold, Artenschutzreferent beim WWF Deutschland. Um eine so seltene Tierart am Leben zu erhalten, brauche es Geduld, Glück und viel Geld. Davon wurden u.a. in Spanien und Portugal u.a. Aufzuchtstationen aufgebaut, in denen die Katzen gezüchtet, aufgepäppelt und später freigelassen werden können.

Für den WWF kann die Zucht einen Beitrag leisten, um den Genpool einer vom Aussterben zu sichern. Wiederansiedlungsprogramme können aber nur gelingen, wenn ein geeigneter Lebensraum vorhanden ist, damit die Tiere in Freiheit überleben können. In Spanien ist der Straßenverkehr nach wie vor ein tödliches Problem für viele Luchse. Allein im vergangenen Jahr starben mindestens 14 Tiere an der Stoßstange eines Wagens, im zurückliegenden Jahrzehnt waren es über 100. Die vielen Unfälle sind auch ein Grund, warum nur etwa die Hälfte der freigelassenen Tiere das erste Jahr in Freiheit überlebt.

Jetzt kommt eine neue Gefahr auf die iberischen Luchse zu, die kleiner, kurzhaariger und kräftiger leuchtender gefärbt sind als ihre nordischen Verwandten. Ursache ist ihre einseitige Ernährung. Die Katzen fressen fast ausschließlich Wildkaninchen und genau daran mangelt es. Die Nager werden aktuell durch eine Welle einer tödlichen Virusinfektion, der Myxomatose dahingerafft. „ Ohne Kaninchen, keine Luchse“, so Janosch Arnold. Der WWF setzt bereits seit Jahren Kaninchen aus, um die Ernährungslage der Luchse zu verbessern. Wie es aussieht, wird das in Zukunft wichtiger den je. Der WWF befürchtet, dass Erfolge bei der Rückkehr der Pinselohren ernsthaft gefährdet seien, wenn es nicht gelingt hier anzusetzen. Trotz der gestiegenen Gesamtzahl der Tiere sei die Geburtenrate bei den Katzen deutlich zurückgegangen. „Leider ist der Pardelluchs noch längst nicht über den Berg“, so Janosch Arnold. Es bedürfe noch enormer Anstrengungen, damit die Reconquista, die Rückeroberung der iberischen Halbinsel durch den Luchs gelinge.

Weitere Informationen Film- und Fotomaterial:
TV-Klammermaterial steht auf Anfrage zur Verfügung, ein Zusammenschnitt zur Ansicht unter: www.wwf.de/luchs-video
Autor: WWF Deutschland
3380 Aufrufe
Stand: 1. Februar 2014
Erstellt: 1. Februar 2014

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