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Vogelfalle Glasfassade: Glasfassaden Berlins sind tödliche Gefahr für Zugvögel

Berlin, 01.11.2013: Man entgeht diesem Baustoff nirgendwo in Berlin: Glas.

Doch nicht die gängige Wohnzimmerfensterscheibe, sondern die großen Glasflächen der Metropole sind gerade während des herbstlichen Vogelzuges ein Problem. In den vergangenen Tagen wurden dem NABU Berlin und seiner Wildvogelstation wieder vermehrt durch Glasanflug verletzte Vögel übergeben.
Für viele kam leider jegliche Hilfe zu spät…

Der NABU Berlin setzt sich bereits seit vielen Jahren für die Entschärfung der Vogelfalle Glasfassade ein. Gerade im Herbst und Frühjahr während des Vogelzuges kommt es vermehrt zu diesen tierischen Unfällen, denn es ziehen nicht nur die besonders auffallenden Keilformationen von Kranichen und Gänsen über Berlin, sondern auch viele Tausend Singvögel. Im Normalfall können Vögel Hindernisse erkennen und umfliegen. Aber auf große Glasflächen von Hochhäusern können Vögel kaum reagieren. Die Glasfassaden reflektieren die Umgebung, Gehölze und der Himmel spiegeln sich und täuschen dem Vogel einen Lebensraum vor. Hindernisse hinter dem Glas werden zwar wahrgenommen, wenn sie durch den Lichteinfall sichtbar sind, die Glasfront davor aber selbst nicht.

Bei Tag und bei Nacht
Und die Zugvögel sind nicht nur tagsüber und in großer Höhe unterwegs. Unter den Singvögeln gibt es auch viele Nachtzieher, die keine großen Zughöhen erreichen. Gebäude mit umfangreicher Glasfassade, die auch nachts hell erleuchtet sind, stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für diese Vögel dar. Gerade in den letzten Tagen und Wochen wurden der NABU-Wildvogelstation Waldschnepfen und Goldhähnchen gemeldet, die auf ihrem Weg ins Winterquartier an den Glasfronten verunglückt waren. Auch Singdrosseln und Rotkehlchen gehören immer wieder zu den Opfern. Meist endet der Aufprall tödlich.

Irritation und häufige Todesursache
Die Erkenntnis, dass Licht die Tierwelt auch irritieren und stören kann, ist bereits seit hundert Jahren von Leuchttürmen und inzwischen auch von vielen in der Dunkelheit beleuchteten und exponierten Gebäuden bekannt (der NABU Berlin berichtete, PM 71-12). Die von Lichtquellen ausgehende Lockwirkung und damit verbundene Irritation der ziehenden Vögel wurde mehrfach beobachtet. Durch spezielle Witterung, die die Vögel zu tieferen Flügen zwingt, wird diese Problematik noch verstärkt.
Dabei gibt es aufgrund dieser Erkenntnisse bereits eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Gefahrenquellen zu entschärfen. Bereits bei der baulichen Gestaltung oder mit der Glaswahl kann die Zahl von gefiederten Unfallopfern verringert werden. Dazu zählen beispielsweise eine Verringerung der Durchsicht durch halbflächige Markierungen oder Sichtblenden. Die Erfahrungen, wie man die negativen Auswirkungen von Glas und Licht auf die Tierwelt vermeiden kann, gehört nach Ansicht des NABU Berlin zu Standardausstattung jedes Gebäudes mit Glasfassade oder großflächigen Glasfenstern – und das nicht nur während der Zeit des Vogelzuges.
Autor: NABU Berlin
2193 Aufrufe
Stand: 1. November 2013
Erstellt: 1. November 2013

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