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Delfinjagd in Japan stark rückläufig

München, 30.08.2013. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife beobachtet, dass in Japan immer weniger Delfine getötet werden. Am 1. September beginnt in Japan die neue Treibjagd-Saison auf Delfine.

In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der gejagten Delfine und Kleinwale in Japan um 83 Prozent zurückgegangen: von 18.369 auf 3.104 Tiere. „Die jüngeren Japaner essen kaum noch Delfinfleisch – sie wissen offenbar, wie grausam es gewonnen wird und wie stark es mit Giftstoffen belastet ist“, sagt Sandra Altherr, Biologin bei Pro Wildlife. „Doch diese Delfinmassaker sind so unnötig und brutal, dass sie endlich ganz beendet werden müssen.“ Während insgesamt die Anzahl der gejagten Delfine sinkt, werden immer mehr Tiere lebend für Delfinarien gefangen.

Größtes Delfinmassaker der Welt
Zwischen 2002 und 2011 wurden insgesamt 124.332 Kleinwale und Delfine vor Japans Küsten getötet. Mit weitem Abstand die am intensivsten bejagte Art ist dabei der nur zwei Meter große Dall’s Hafenschweinswal: Er stellt 86,3 Prozent der getöteten kleinen Meeressäuger (s.u.), gefolgt von Streifendelfinen (4,14 %), Risso’s Delfinen (3,24%) und Großen Tümmlern (2,89%). Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat wiederholt vor allem die Jagd auf Dall’s Hafenschweinswale kritisiert. Zwar unterliegen die kleinen Meeressäuger nicht dem seit 1986 geltenden Walfangverbot, doch bereits zwei IWC-Resolutionen übten Kritik an den viel zu hohen Fangzahlen Japans, die die Populationen der Dalls-Hafenschweinswale bedrohen. „In den letzten 50 Jahren wurden über eine halbe Million von ihnen in Japans Gewässern getötet“, kritisiert Altherr.

Traurige Rolle von Delfinarien
Während die Zahl der getöteten Delfine stark zurückgeht, werden immer mehr Delfine und Kleinwale lebend gefangen, um für tausende Dollar pro Tier in Delfinarien zu enden: Waren es 2002 noch 19 lebende Tiere, erreichte der Lebendfang mit 213 Tieren seinen bisherigen Höhepunkt im Jahr 2010 (2011 waren es 89). „Beliebt sind vor allem die durch die TV-Serie „Flipper“ bekannt gewordenen Großen Tümmler: Sie machen mit 672 Tieren mehr als zwei Drittel der insgesamt 972 Delfine aus, die zwischen 2002 und 2011 gefangen wurden. Ein dressiertes Tier kann auf dem internationalen Markt bis zu 100.000 Euro erzielen“, berichtet die Pro Wildlife-Sprecherin. Außerdem wurden in diesem Zeitraum Weißseitendelfine (89), Risso’s Delfine (65), Kleine Schwertwale (48), Schlankdelfine (38), Kurzflossen-Grindwale (23), Glattschweinswal (18), blau-weiße Delfine (17) und Hafenschweinswale (2) gefangen. „Fast zwei Drittel der gefangenen Delfine sind für japanische Delfinarien bestimmt, doch für über 200 kleine Meeressäuger war China der Abnehmer, gefolgt von Türkei und Thailand (je 12) sowie Mexiko (10)“, so Altherr.

Giftstoffe auf dem Teller verderben den Appetit
Um die Delfinjagd in Japan zu beenden, setzt Pro Wildlife auch auf Aufklärung: „Je mehr die Japaner wissen, wie viel Quecksilber und organische Chlorverbindungen sich im Delfinfleisch ansammeln, desto weniger werden sie davon kaufen“, so Altherr. Der Bericht „Toxic Menu“ über die Giftbelastung von Wal- und Delfinfleisch von Pro Wildlife und der Schweizer Organisation OceanCare veranlasste die Internationale Walfangkommission 2012 eine Resolution zu verabschieden, die die Walfangländer auffordert, ihre Konsumenten besser über die Folgen des Verzehrs von belastetem Wal- und Delfinfleisch zu informieren.

Fangmethoden sind noch brutaler geworden
Der Oscar-prämierte Dokumentarfilm „Die Bucht“ enthüllte 2009 die extrem brutalen Treibjagden im japanischen Hafenstädtchen Taiji und verursachte einen weltweiten Aufschrei. „Wir gehen davon aus, dass der Film dazu beigetragen hat, dass vor allem die jüngere Generation diese blutige Tradition ablehnt und kein Delfinfleisch mehr isst“, so Altherr. Die Fischer reagierten auf den Film mit einer veränderten Fangmethode: Den Delfinen wird nun eine Art Korken in die Speerwunde gerammt, so dass sie innerlich verbluten und das Blut das Wasser nicht mehr rot färbt.
Autor: Prowildlife
3830 Aufrufe
Stand: 30. August 2013
Erstellt: 30. August 2013

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