|
Berlin, 18.03.2012: In Katima Mulilo, Namibia, wurde am 15. März 2011 das weltgrößte grenzübergreifende Naturschutzgebiet offiziell eingeweiht. Fünf afrikanische Staaten sichern somit dauerhaft eine 440.000 quadratmetergroße Fläche als Heimat von Elefanten, Leoparden und Flusspferden.März 2012 feierte das weltgrößte grenzübergreifende
N. sind, gemäß 13 des Bundesnaturschutzgesetzes, naturnahe Gebiete, bestimmt zum Schutz von Pflanzen und Tieren sowie deren Lebensräumen.
Naturschutzgebiet Kavango/Zambesi, kurz KaZa, seine Einweihung. Bereits im August 2011 unterzeichneten die Staatsoberhäupter der fünf afrikanischen Staaten Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe einen gemeinsamen Vertrag und ebneten so den Weg für das gigantische Umweltschutzprojekt. Mit der offiziellen Eröffnung in Katima Mulilo, Namibia, erhält nun eine Fläche von insgesamt 444.000 Quadratkilometern den Status eines ausgewiesenen Schutzgebietes, in dem in dem Tiere wie Elefanten, Leoparden und Flusspferde ungestört leben und wandern können. Das Gebiet selbst, zwischen den beiden namensgebenden Flüssen Kavango und Zambezi gelegen, ist die Vernetzung von insgesamt 36 Schutzgebieten zu einer großflächigen, zusammenhängenden Naturschutzregion.
Das Besondere an KaZa ist, dass es
Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.
Naturschutz mit Armutsbekämpfung vereinen kann, sagt Philipp Goeltenboth,
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet
WWF-Experte für KaZa. Die unvergleichliche Natur dieser Region wirkt wie ein Magnet auf Touristen. Aber in KaZa fließen die Einnahmen nicht an irgendwelche Investoren, sondern direkt an die Menschen. Das Land mit allen Naturschätzen gehört ihnen, den Stämmen und Dorfgemeinschaften. Sie entscheiden, was damit geschieht. Niemand, weder die Regierung noch irgendeine NGO darf ihnen etwas vorschreiben. Deshalb schützen sie die Natur. Sie wissen, dass sie ihnen ihr Auskommen sichert. Nach WWF-Schätzungen gilt als Faustformel für Kaza: sieben Touristen sichern einen
Quelle vieler Umweltbelastungen sind die Produktionsverfahren.
Arbeitsplatz, von dem in dieser Region bis zu 15 Menschen ernährt werden können.
Auch die Bundesregierung steht hinter dem
Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert.
Projekt und fördert es über die Entwicklungsbank KfW mit zunächst 20 Millionen Euro, die über die nächsten Jahre nach KaZa fließen. Der WWF unterstützt KaZa finanziell und aber vor allem mit langjähriger praktischer Erfahrung in der Umsetzung der Gemeindeschutzgebiete, der Schlüsselinitiative für KaZa. Allein in den letzten sechs Monaten sind zwei große neue Gemeindeschutzgebiete deklariert worden. Das 380.000 Hektar große Simalaha-Gemeindeschutzgebiet ist das erste seiner Art in Sambia und sichert der Elefantenpopulation, die sich im überfüllten Chobe-
N. sind großräumige, mindestens 1.000 ha umfassende Naturlandschaften von besonderer Eigenart, Schönheit oder Seltenheit, in einem möglichst natürlichem, vom Menschen unberührten Zustand.
Nationalpark in Botsuana zusammendrängt, einen Zugang zum Kafue-Nationalpark in Sambia, in dem noch Platz für Dickhäuter ist. Im östlichen Caprivi Streifen, am Chobe Fluss, wurde am 1. November 2011 das Kabulabula Gemeindeschutzgebiet deklariert. Somit gibt es nun schon 71 Gemeindeschutzgebiete in ganz Namibia.
Zur Unterstützung der Gemeinden finanziert der WWF außerdem mobile Einsatztrupps, die bei Konflikten zwischen Mensch und Tier zu Hilfe kommen etwa wenn Elefanten sich einem Feld nähern oder es verwüstet haben. Die Ranger zeigen den Kommunen, wie sie effektiv Elefanten vertreiben und somit zukünftige Probleme verhindern können. Außerdem erlernen die Gemeinden ihre Felder zusammenzulegen, dadurch können sie besser geschützt werden. Und sie werden in Anbaumethoden ausgebildet die Bodenfruchtbarkeit und Erträge fördern, damit sie die Felder länger benutzen und somit Entwaldung reduzieren. In Sambia bringen diese Maßnahmen vier Mal höhere Ernten an
Der Mais ist eine einhäusige, getrenntgeschlechtlich (monözisch) Pflanze, die bis zu 2,5 Meter hohe Stängel hat, die in einen männlichen Blütenstand enden. Die weiblichen Blütenstände entspringen der mittleren Stängelhälfte. Die Fremdbestäubung erfolgt durch den Wind.
Mais für die Bauern um den Sioma Ngwezi National Park, im KaZa Gebiet.