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Bleihaltige Jagdmunition kostete im Winter 2010/2011 bereits wieder vier Seeadler das Leben

Berlin, 17.02.2011: In der Umgebung von Berlin wurden in den letzten 2 Wochen wieder zwei Seeadler mit Bleivergiftungen gefunden und in die Kleintierklinik der Freien Universität Berlin nach Düppel gebracht. Zwei weitere Fälle stammen aus dem Herbst und Winter des vergangenen Jahres.

Grund für die Vergiftungsfälle ist immer wieder Blei aus Geschossresten in der Nahrung der Vögel.

Dem großen Vogel auf dem Versorgungstisch der Kleintierklinik der Freien Universität geht es sichtlich schlecht. Die Atmung geht stoßweise, jegliche Bewegung fällt ihm schwer, er liegt mehr als dass er steht. Allen Bemühungen der Tierärzte zum Trotz stirbt der Seeadler bereits in der ersten Nacht nach seiner Einlieferung. Grund für diesen qualvollen Tod Ende vergangener Woche sind zahlreiche große und kleine Bleistücke in seinem Magen, insgesamt fast 1 Gramm.

Wie gelangt das Blei in den Seeadler?
Seeadler fressen gerne Aas und auch Innereien und in vielen Jagdrevieren Brandenburgs fällt immer wieder was für sie ab: seien es nun Reste vom Aufbruch oder angeschossenes Wild, welches später vom Schützen nicht mehr gefunden wird. Doch im Wildkörper befinden sich oft Geschosssplitter und diese werden vom Adler beim Fressen mit aufgenommen. Da die Magensäure von Greifvögeln wesentlich stärker ist als die des Menschen, gelangt das giftige Blei sehr schnell in den Blutkreislauf und führte binnen kurzer Zeit zum Tod.

Bleihaltige Munition immer noch weit verbreitet „Derzeit ist die Verwendung von bleihaltiger Munition bei der Jagd immer noch weit verbreitet, dabei gibt es schon ausreichend bleifreie Alternativen“, erläutert Rainer Altenkamp, 2. Vorsitzender vom NABU Berlin.

Doch solche Munition ist seit drei Jahren in den Brandenburgischen Landesforsten verboten, weil vor einigen Jahren ein Unglücksfall auf die Verwendung von bleifreier Munition zurückgeführt wurde. Ein Irrtum, wie sich mittlerweile herausstellte, aber das Brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hält immer noch am Verbot der ungiftigen Variante fest. Somit tragen auch Jagdausübungsberechtigte, die lieber mit bleifreier Munition jagen würden, unwillentlich zu einer Gefährdung der Seeadler bei.

Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Ostsachsen sind das Kerngebiet der Seeadlerverbreitung in Deutschland; zusammen mit Polen bildet es sogar das Populationszentrum für Mitteleuropa. „Auch Brandenburg hat die Verantwortung für den Schutz des Deutschen Wappenvogels übernommen“, sagt Altenkamp. „Es ist daher für uns absolut unverständlich, wie an einem Verbot festgehalten werden kann, welches auf Basis falscher Informationen erlassen wurde. Damit wird gleichzeitig in Kauf genommen, dass die Adlerpopulation weiter geschwächt wird.“
Autor: NABU Naturschutzbund Deutschland e.V.
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Stand: 18. Februar 2011
Erstellt: 18. Februar 2011

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