Wertvolle Naturgebiete in Bayern für die Zukunft gesichert
Erlangen, 17.07.2010: Rund 1.300 Hektar wertvoller Naturgebiete in Bayern sind heute in den Besitz der DBU Naturerbe GmbH übergegangen. Die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird künftig auf den Flächen Tennenlohe, Hainberg, Landshut, Lauterberg und Reiterswiesen den Naturschutz sicherstellen.Bislang gehörten die Flächen der Bu ndesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die Flächen sind Teil des Nationalen Naturerbes. Sie bergen äußerst artenreiche Lebensräume. Gleichzeitig können die Gebiete dazu beitragen, die Menschen für den Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz zu begeistern, erklärte Dr. Fritz Brickwedde, DBU-Generalsekretär und Geschäftsführer der DBU Naturerbe GmbH, anlässlich der offiziellen Übergabe im Walderlebniszentrum Tennenlohe (Erlangen). Daher gelte es, diese wertvollen Naturgebiete für heutige und nachfolgende Generationen zu schützen. Wir freuen uns, die verantwortungsvolle Aufgabe ab heute offiziell übernehmen zu dürfen, betonte DBU-Kuratoriumsvorsitzender Hubert Weinzierl.
Söder: "Für uns steht die Bewahrung der Schöpfung im Mittelpunkt"
Auf den Flächen findet nicht nur eine Vielzahl vom Aussterben bedrohter Tierarten ein Zuhause. Sie umfassen auch eine vielfältige Landschaft: ausgedehnte Mager- und Trockenrasen, Heiden, Moore und Kleingewässer sowie Laub-, Misch-, Auen- und Nadelwälder. Allein auf der rund 440 Hektar umfassenden Fläche Tennenlohe leben über 350 stark gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, wie der Ziegenmelker und die Ödlandschrecke, die streng geschützte Kreuzkröte oder das scheue Auerhuhn, erläuterte Brickwedde. Bayerns Umweltminister Dr. Markus Söder betonte: "Für uns steht die Bewahrung der Schöpfung im Mittelpunkt. Diese wertvollen Lebensräume tragen entscheidend zum Erhalt der biologis chen Vielfalt Bayerns und Deutschlands bei. Wir sind sicher: Dieses Stück bayerisches Naturerbe ist bei der DBU in besten Händen."
Irlinger: "Viele Menschen sehnen sich nach unverbrauchter Natur"
Eberhard Irlinger, Landrat von Erlangen-Höchstadt, betonte den Wert der Fläche als Naherholungsgebiet: Gerade heute, wo die Flächenversiegelung zugenommen hat, wo mehr Menschen als früher in den Städten leben und sich selbst kleine ehemals landwirtschaftlich geprägte Dörfer zu größeren Orten mit neuen Wohnsiedlungen gewandelt haben, sehnen sich viele Menschen nach unverbrauchter Natur.
DBU Naturerbe GmbH übernimmt Flächen in neun Bundesländern
Die bayerischen Flächen sind Teil von insgesamt 33 bedeutsamen Liegenschaften, die die DBU Naturerbe GmbH in den nächsten Jahren bundesweit übernimmt. Neben Bayern werden uns auch Flächen in acht weiteren Bundesländern anvertraut, betonte Brickwedde. Auf den mehr als 46.000 Hektar setze sich die gemeinnützige GmbH für den Erhalt der Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Artenvielfalt ein. Den entsprechenden Rahmenvertrag schloss die DBU Naturerbe GmbH im Mai 2008 mit der BImA ab. Prora auf Rügen war die erste Fläche des Nationalen Naturerbes, die vor anderthalb Jahren in den Besitz der DBU Naturerbe GmbH überging.
Geschichte der Flächen zeichnet weltpolitische Entwicklung nach
Dass wir nun die Naturerbeflächen in Bayern übertragen, hat in mehrfacher Hinsicht symbolische Bedeutung, sagte André Gregarek, Vorstandsmitglied der BImA. Zum einen sei die Natur bei den Gebieten in Bayern bei der Verteilung ihrer Reize besonders großzügig gewesen. Zum anderen zeichne die Geschichte der Flächen sehr anschaulich die weltpolitische Entwicklung der vergangenen 100 Jahre nach. So seien die Flächen ab Mitte der 30er Jahre militärisch genutzt worden bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs von der Wehrmacht. Danach hätten US-Streitkräften sie bis 1993 in Anspruch genommen. Seit dieser Zeit regiert hier gelenkt durch die Försterinnen und Förster die Natur, so Gregarek, der optimistisch auf die künftige Zusammenarbeit aller Beteiligten blickte.
Schönheit der Natur für Besucher zugänglich machen
Durch die jahrzehntelange militärische Nutzung seien Offenlandflächen entstanden, auf denen sich seltene Tier- und Pflanzenarten entwickeln konnten. Diesen natürlichen Reichtum wollen wir für die Zukunft bewahren, so Brickwedde. Dazu möchte die DBU Naturerbe GmbH etwa großflächige Wildnisgebiete schaffen und Wälder ihrer ungestörten Entwicklung überlassen. Die Naturschutzmaßnahmen führen ortskundige Bundesförster in Abstimmung mit der DBU Naturerbe GmbH aus. Gleichzeitig soll die Schönheit der Natur künftig auch Besuchern durch eine attraktive und sichere Wegeführung auf den Flächen zugänglich gemacht werden. Wir suchen den Dialog kommt von dem griechischen Wort dialogos. Logos heißt das Wort oder auch Wortbedeutung, Wortsinn. Und dia heißt durch. Dialog mit den Menschen vor Ort, um für Unterstützung zu werben und Beteiligungsprozesse aufzuzeigen, sagte Weinzierl. Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz werde auf diese Weise erlebbar, betonte auch Brickwedde: Die Menschen über das Geb iet und den Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz zu informieren, um Verständnis und Verantwortungsbewusstsein für die heimische Natur zu fördern, ist uns ein wesentliches Anliegen.
Herrmann betont Stärkung des Naturschutzes durch Flächenübertragung
Begrüßt hatte die Gäste in Tennenlohe Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Walderlebniszentrum Erlangen-Tennenlohe. Er betonte die Rolle des Erlebniszentrums als Besuchermagnet der Region. Er unterstrich, dass durch die Flächenübertragung an die DBU Naturerbe GmbH der Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz weiter belebt und gestärkt werde.
Autor: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Naturerbe":
Wertvolle Naturgebiete in Bayern für die Zukunft gesichertErlangen, 17.07.2010: Rund 1.300 Hektar wertvoller Naturgebiete in Bayern sind heute in den Besitz der DBU Naturerbe GmbH übergegangen. Die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird künftig auf den Flächen Tennenlohe, Hainberg, Landshut, Lauterberg und Reiterswiesen den Naturschutz sicherstellen.
Erfolgreicher Start ins WeltnaturerbeHamburg, 24.06.2010: Ein Jahr nach Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO zieht der WWF eine vorsichtig positive Bilanz: Das Weltnaturerbe hat eine unglaublich gute Resonanz in der Region und viele Menschen sind stolz auf die Anerkennung, sagt Hans-Ulrich Rösner, Projektleiter Wattenmeer beim WWF.
Wattenmeer gegen steigenden Meeresspiegel wappnenFrankfurt a. M., 17.03.2010: Die 11. Konferenz der Anrainerstaaten des Wattenmeeres findet am 17. und 18. März unter deutscher Präsidentschaft auf Sylt statt. Auch nach Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO sieht der WWF noch viele ungelöste Probleme, für die gemeinsame Strategien vereinbart werden müssen.
Niemand braucht Öl aus dem WattenmeerFrankfurt, 28.06.2009: Bei der jährlichen Sitzung des Welterbe-Komitees der UNESCO im spanischen Sevilla fiel soeben die Entscheidung: Das Wattenmeer an der Nordseeküste wurde als Weltnaturerbe anerkannt. Damit steht der einmalige Naturraum zukünftig auf einer Stufe mit den Galapagos-Inseln, dem Grand-Canyon-Nationalpark ...
Welterbe WattenmeerHamburg, 01.02.2008: Der Weg für eine mögliche Ernennung des Wattenmeeres zum Weltnaturerbe ist frei. Einen entsprechenden Antrag haben Deutschland und die Niederlande fristgerecht bei der UNESCO in Paris eingereicht. "Das ist ein Meilenstein für den Naturschutz. Das Wattenmeer hat diesen Titel mehr als verdient. Wir sind überglücklich, dass nach all dem Hick-Hack der letzten Wochen am Ende die Vernunft gesiegt hat, erklärte ...
Blamage Hamburgs und DeutschlandsHamburg, 16.01.2008: Zur heute bekannt gewordenen Weigerung des Hamburger Senats, den Weltnaturerbe-Antrag Deutschlands und der Niederlande für das Wattenmeer zu unterstützen, erklärte WWF-Wattenmeerexperte Dr. Hans-Ulrich Rösner: "Der Hamburger Senat blamiert sich und Deutschland bis auf die Knochen. Das ist ein umweltpolitischer ...
Streit um das WattenmeerHamburg, 04.01.2008: Die Glaubwürdigkeit des Hamburger Senats steht auf dem Spiel. Der WWF fordert Bürgermeister Ole von Beust und den Hamburger Senat auf, die geplante Anmeldung des Wattenmeers als Weltnaturerbe nicht zu blockieren. Noch im laufenden Monat müsse der Antrag bei der UNESCO in Paris gestellt werden. "Die Zeit wird ...
Millionen Zugvögel sterben durch VogeljagdRadolfzell, 29.10.2007: Es wird wieder still draußen. Die letzten Zugvögel begeben sich derzeit in ihre warmen Winterquartiere in den Süden Europas und nach Afrika. "Wir sind gespannt, wie viele von ihnen zurückkommen, gibt Claus-Peter Hutter, Präsident der Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) zu bedenken. Schließlich werde ihre Reise immer riskanter. Denn eine der gravierendsten Gefahren für Zugvögel sind Abschuss und Fallenjagd.
WWF-Mitbegründer Luc Hoffmann für Lebenswerk geehrtFrankfurt, 24.09.2007: Hohe Ehre für WWF-Mitbegründer Luc Hoffmann: Der Naturschutz-Mäzen ist von der Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) für sein Lebenswerk geehrt worden. Die Stiftung verlieh dem 84-Jährigen am vergangenen Donnerstag ihren Umweltpreis 2007. Euronatur-Präsident Claus Peter Hutter würdigte Hoffmann auf der Insel Mainau im Bodensee als herausragenden internationalen Naturschutz-Akteur, der sich in vielen ...
Ölpest bedroht WeltnaturerbeHamburg, 23.01.2007: Nach Einschätzung des WWF könnte die Havarie des Containerfrachters "MSC Napoli" erhebliche ökologische Folgen für eine der schönsten Küsten Großbritanniens haben. Das Schiff war in der vergangenen Woche im Sturm "Kyrill" im Ärmelkanal in Seenot geraten. Nach gescheiterten Schleppversuchen, bei denen der Frachter auseinanderzubrechen drohte, wurde er vor der Küste von Devon auf Grund gelegt.
Stand: 17. Juli 2010
Erstellt: 17. Juli 2010
Erstellt: 17. Juli 2010




















Druckansicht