Keine Entwarnung am Golf von Mexiko
Hamburg, 16.07.2010: Vorsichtiges Aufatmen am Golf vom Mexiko: die Versuche, das Leck am Meeresgrund abzudichten, zeigen nach fast drei Monaten einen ersten Erfolg. Offenbar ist es erstmals gelungen den Ölfluss zumindest vorübergehend zu unterbrechen. Der WWF betont, dass dennoch kein Grund zur Entwarnung bestehe.Es sei nicht sicher, ob der "Deckel" halte. Und die eigentliche Aufräumarbeit beginne erst jetzt. Hunderttausende von Tonnen Rohöl haben die Meeresregion verseucht. Es wird mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis sich die Natur einigermaßen von diesem Unfall erholt hat, prognostiziert Hans Ulrich Rösner vom Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF Deutschland. Er bemängelt, dass noch immer nicht die notwendigen Konsequenzen aus dem Unfall gezogen worden seien. Dies sei die Vorbeugung gegen Katastrophen. Der WWF fordert deshalb ein globales Kontrollorgan für Ölbohrungen auf hoher See und einen Stopp in allen sensiblen Gebieten. Bisher machen die EU oder regionale Meeresschutzabkommen der Offshore-Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie für den Normalbetrieb zwar Umweltauflagen. Doch die Frage, wer wo bohren darf, bleibe Entscheidung der Einzelstaaten.
In den USA sei weiterhin eine Doppelstrategie im Kampf gegen die Ölkatatstrophe gefordert. Einerseits müsse so gut es geht aufgeräumt werden und die Unfallstelle endgültig gesichert werden. Darüber hinaus sei eine vollständige Aufarbeitung der Katastrophe notwendig, um künftige Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Dazu gehören strengere Sicherheitsvorschriften und ein sofortiger Stopp von neuen Ölbohrungen in ökologisch sensiblen Gebieten.
Der WWF warnt: Trotz der Katastrophe am Golf laufen die Planungen für neue Bohrungen auf Hochtouren, z.B. vor Australien, Angola, Brasilien oder vor den britischen Inseln. Gerade erst habe die irische Regierung ihren atlantischen Festlandssockel für Erkundungslizenzen freigegeben. Der Unfall hat gezeigt, dass wir einen weltweiten Haftungsfonds für die Ölbranche brauchen, betont Hans Ulrich Rösner. Für jedes Barrel geförderten Öls müssen die Betreiber dann in einen Fonds einzahlen. Der WWF setzt sich außerdem dafür ein, dass Meeresschutzgebiete eingerichtet und zu Tabuzonen für Offshore-Bohrungen erklärt werden. Es müsse Schluss sein mit der Ölförderung in besonders sensiblen Meereszonen wie den arktischen Gewässern, beispielsweise der Barentssee vor Nordnorwegen. Auch Deutschland könne sich da nicht ausnehmen: Es ist unbegreiflich, wie man ausgerechnet im geschützten Amphibisches Ökosystem zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie, das vom natürlichen Ungleichgewicht durch Wechsel der Überflutung lebt.Wattenmeer an der Nortseeküste Öl fördern kann. Und wie Landesregierung und Bergbehörde die Arroganz aufbringen, noch während der laufenden Katastrophe in den USA die Lizenz dafür um 30 Jahre bis 2041 zu verlängern, sagte Rösner. Dies zeige, dass auch in Deutschland das Bergrecht dringend an das 21. Jahrhundert angepasst werden müsse, damit Aktionen wie diese hinter dem Rücken der Öffentlichkeit nicht mehr möglich sind.
Die Ölkatastrophe im Golf vom Mexiko beweise seit Monaten jeden Tag aus Neue, das Offshore-Förderungen selbst mit modernster Technik mit unkalkulierbarem Risiko verbunden seien. Da sich die einfach zugänglichen Ölfelder allmählich erschöpfen, dringe die Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie in immer gefährlichere Gebiete vor. Um dieses Risiko zu minimieren, helfe letztlich nur ein möglichst zügiger Abschied vom Öl und die Förderung erneuerbarer Energien.
Autor: WWF Deutschland
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Die Energiedoku Die 4. REVOLUTION überschreitet die GrenzenImmendingen, 10.08.2010: Die Bilder der gigantischen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sind noch präsent, da liefert ein Dokumentarfilm mit Portraits von zehn international rennomierten Vorkämpfern für eine Abkehr vom derzeitigen Energieversorgungssystem den Beweis, dass es auch anders geht.
Russlands brennende ProblemeBerlin, 09.08.2010: Mehr als 7.000 Waldbrände lodern derzeit rund um Moskau und im russischen Fernen Osten. Daran ist nicht allein die aktuelle Hitzewelle Schuld, betont Aurel Heidelberg, Waldreferent beim WWF Deutschland. Die Gründe seien vielfältig, aber eine mangelhafte Vorsorge und ein miserables Waldmanagement seien die Hauptursachen für die Brandkatastrophen.
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Zukunft ohne Öl (Raggam/ Faißner)Graz, 22.06.2010: Können erneuerbare Energien die fossilen Energieträger ersetzen, ohne daß es zu massivem Wohlstandsverlust kommt und ohne daß die Agrarpreise explodieren? Die Autoren analysieren die verschiedensten Formen erneuerbarer Energie in Bezug auf ihren Wirkungsgrad, ihre technische Entwicklungsmöglichkeit und ihre Praktikabilität als echte Alternative zu den fossilen Energieträgern:
Gigantischste Form von Tierquälerei aller Zeiten in der Geschichte der Vereinigten StaatenGerlingen, 18.06.2010: Im Hinblick auf die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko muss sich BP für den Verlust menschlichen Lebens, die Zerstörung der Lebensgrundlage unzähliger Menschen und die Schädigung des lokalen Tourismus verantworten. Gleiches gilt für die Beamten, die ihren Segen dazu gaben, dass der Ölkonzern seine Profitgier über wichtige Sicherheitsbelange hinwegsetzte.
Ölkatastrophe: WDSF-Meeresschützer fordern den Einsatz von Vogelwaschmaschinen vom BP/Aral-KonzernHagen-Westf. 18.06.2010: Nachdem der Ölteppich im Golf von Mexiko die Strände der Region erreicht hat und Tausende von Seevögeln gefährdet sind, fordert die Meeresschutz-Organisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) den BP-Konzern auf, umgehend Vogelwaschmaschinen zur Verfügung zu stellen.
Munich Re sieht ungebrochenen Trend zu immer teureren NaturkatastrophenMünchen, 13.06.2010: Der langfristige Trend zu immer kostenintensiveren Naturkatastrophen hält an. Zu diesem Ergebnis kommen die GeoRisiko-Experten von Munich Re auch vor dem Hintergrund der aktuell zu beobachtenden Häufung von Naturkatastrophen:
Raubbau am Meer stoppenHamburg, 08.06.2010: Zum Welttag der Ozeane warnt der WWF vor der fortschreitenden Industrialisierung und Plünderung der Weltmeere. Die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verdeutliche welche Risiken mit der zunehmenden Förderung von Rohstoffen auf dem Meer verbunden sind.
Tabuzonen für Ölförderung auf SeeHamburg, 21.05.2010: Angesichts der unabsehbaren Umweltschäden durch die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fordert der WWF ein Aussetzen weitere neuer Bohrvorhaben auf See insbesondere für unmittelbar bevorstehende Bohrungen in den arktischen Gewässern vor Alaska. Geplanter Start für die Explorationsbohrungen in der Arktis durch Shell ist der 1. Juli.
Todesfalle ÖlteppichFrankfurt a. M., 10.05.2010: Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko droht nach Einschätzung des WWF zu einem Desaster für die Tier- und Pflanzenwelt der Region zu werden. Das Öl hat den Strand der Chandeleur Inseln erreicht. Die Inseln gehören zum Vogelschutzgebiet Breton National Wildlife Refuge, in dem schätzungsweise 34.000 Seevögel brüten.
Stand: 16. Juli 2010
Erstellt: 16. Juli 2010
Erstellt: 16. Juli 2010




















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