Hitzewelle am Nordpol
Frankfurt a. M., 09.07.2010: Der Nationale Schnee und Eis Daten Report (NSIDC-Report) zum Zustand des arktischen Meereis weist einen neuen Rekord-Tiefststand aus. Demnach war die Eisfläche so klein wie in keinem Juni seit Beginn der Satelliten-Aufzeichnungen 1979.Dem Report zufolge ging das Meereis im vergangenen Monat um durchschnittlich 88.000 Quadratkilometer pro Tag zurück. Der Durch-schnittswert liegt im Juni normalerweise bei etwa 53.000 Quadratkilometer täglich. Die Umweltschutzorganisation Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF sorgt sich aufgrund dieser Entwicklung über die verbliebenen Eisbär-Vorkommen im Nordpolarmeer. Es ist kein guter Sommer für die Eisbären mm Nordpolarmeer. Ihr Lebensraum schmilzt ihnen offensichtlich immer schneller unter den Pfoten weg, sagt Volker Homes, Leiter WWF Aufgrund des zunehmenden Artensterbens kommt dem A. wachsende Bedeutung zu. Artenschutz.
Der WWF beobachtet derzeit Eisbären in der Arktis, in Norwegen, der Hudson Bay und der südlichen Beaufort See. Vor allem im kanadischen Churchchill, in der westlichen Hudson Bay, sei die Situation der Eisbären dramatisch. Die Tagestemperaturen betragen dort derzeit um die 17 Grad Celsius (der normale Durchschnittswert liegt bei 12 Grad Celsius). Der WWF beobachtet derzeit drei Eisbären, die sich im Norden von Churchill an die verbliebenen, spärlichen Reste des Meereises klammern. Solch hohe Temperaturen werden den Bären zum Verhängnis, erklärt Homes. Noch könnten die drei Bären auf Seehundjagd gehen, doch andere Artgenossen dieser Sub-Population seien hingegen bereits an Land gegangen. Die Tiere versuchten nun, soviel Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen und Uran, aus denen heute ca. 90% des Weltprimärenergiebedarfs (Energie) gedeckt wird, bezeichnet man als E.. Energiereserven wie möglich zu sparen, was angesichts derart hoher Temperaturen nicht einfach sei. Es ist ein Teufelskreis. Die Tiere magern unter diese Bedingungen immer weiter ab und werden geschwächt. Zugleich müssen sie im November länger ausharren, bis das Meereis zurückkommt und sie wieder auf Robbenjagd gehen können, sagt Volker Homes.
Nach WWF-Einschätzung müssen einige Eisbären durch die veränderten klimatischen Bedingungen eine Fastenperiode von bis zu 160 Tagen überstehen. Auf eine derart lange Hungerzeit sind die Tiere physiologisch nicht ausgerichtet, sagt Volker Homes. In diesem Jahr hätten einige Bären durch die frühe Eisschmelze bereits 18 Tage länger fasten müssen. Jetzt hofft der WWF, dass das Meereis im kommenden Winter frühzeitig zurückkehrt. Sollte es ähnlich spät zufrieren wie im letzten Jahr, könnten das viele Bären womöglich nicht Überleben, so Homes.
Autor: WWF Deutschland
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Hitzewelle":
Russlands brennende ProblemeBerlin, 09.08.2010: Mehr als 7.000 Waldbrände lodern derzeit rund um Moskau und im russischen Fernen Osten. Daran ist nicht allein die aktuelle Hitzewelle Schuld, betont Aurel Heidelberg, Waldreferent beim WWF Deutschland. Die Gründe seien vielfältig, aber eine mangelhafte Vorsorge und ein miserables Waldmanagement seien die Hauptursachen für die Brandkatastrophen.
Hitze belastet Millionen MenschenBerlin, 12.07.2010: Anlässlich der anhaltenden Hitze in Deutschland macht der NABU auf das zunehmend belastende Klima in Städten aufmerksam und ruft dazu auf, die Lebensqualität durch Maßnahmen wie mehr Begrünung und den Verzicht auf das Auto zu verbessern.
Bei Hitze lieber GänseweinBerlin, 11.07.2010: Wer zurzeit die sonnenwarmen Tage und lauen Sommernächte genießt, braucht immer wieder eine Erfrischung. Regelmäßiges Trinken hält den Kreislauf in Schwung und kühlt von innen. Dabei hat, wer im Supermarkt Wasser kauft, die Auswahl zwischen Mineral-, Quell und Tafelwässern.
„Hitzewelle“ am NordpolFrankfurt a. M., 09.07.2010: Der Nationale Schnee und Eis Daten Report (NSIDC-Report) zum Zustand des arktischen Meereis weist einen neuen Rekord-Tiefststand aus. Demnach war die Eisfläche so klein wie in keinem Juni seit Beginn der Satelliten-Aufzeichnungen 1979.
Sommerhitze: Trinken lebenswichtigBonn, 30.05.2008: Sommer, Sonne, Hitzewellen - der Klimawandel bescherte uns 2003 und 2006 ungewohnt heiße Sommer. Was viele freut, birgt allerdings auch etliche Gefahren. Darauf macht eine Veröffentlichung des Umweltbundesamtes aufmerksam. Vor dem Hintergrund von 7.000 Hitzetoten allein in Deutschland im Sommer 2003 informiert die Broschüre über die Gesundheitsgefahren der hohen Temperaturen.
Sommer, Sonne, KlimawandelDessau-Roßlau, 08.04.2008: Schutz der Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels lautet das Motto des Weltgesundheitstages. Die Wirkungen des Klimawandels und extreme Wetterereignisse haben negative Folgen auf die Gesundheit der Menschen. So führte eine außergewöhnlich lang anhaltende Hitzeperiode in weiten Teilen Westeuropas im August 2003 zu mehr als 40 000 Todesfällen als üblich -in Deutschland etwa 7 000.
Es wird immer wärmer - und zwar immer schnellerBern, 03.02.2008: Der menschgemachte globale Klimawandel ist beschleunigt: Zu diesem Schluss kommen Berner Klimatologen in einer Untersuchung zur Geschwindigkeit von Klimaänderungen in den letzten 20'000 Jahren. Ihre Studie wird heute in den "Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)" publiziert. Lufteinschlüsse in Eisbohrkernen aus der Antarktis und aus Grönland liefern der Forschung ...
Warum die Wälder brennenFrankfurt, 27.07.2007: Ein Großteil aller weltweiten Waldbrände könnte verhindert werden. Dies ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten WWF-Studie. Demnach haben nur noch vier Prozent der Brände eine natürliche Ursache wie zum Beispiel Blitzschlag. "In allen anderen Fällen ist der Mensch verantwortlich", sagt Nina Griesshammer, Waldexpertin des WWF. "Allein mit gescheiter Waldbewirtschaftung könnten hunderttausende Bäume jährlich vor ...
Wasser wird knapp – was nun?Brüssel, 22.07.2007: Angesichts der Zunahme von Wasserknappheit und Dürreperioden drängt die EU auf eine nachhaltige und gemeinsame Vorgehensweise. Der Sommer trifft dieses Jahr einige Teile Europas besonders hart. Rumänien erlebt die schlimmste Dürre seit 60 Jahren. Griechenland leidet unter der größten Hitzewelle seit 110 Jahren und hat mit zahlreichen Waldbränden zu kämpfen. Im April erlitten die Niederlande ein ähnliches ...
Tipps für VentilatorenFrankfurt a.M., 25.06.2007: Bei hohen Temperaturen ist eine kühle Brise genau richtig. Doch welcher Ventilator ist der richtige für welchen Zweck? Und für welche Fälle eignet sich ein Deckenventilator besser als ein Tischventilator? Zu diesen Fragen und zur Anwendung der Geräte gibt es hilfreiche Tipps von TÜV SÜD.
Stand: 9. Juli 2010
Erstellt: 9. Juli 2010
Erstellt: 9. Juli 2010




















Druckansicht