Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 16662

Entdecker-Wettbewerb: Preisträger wurden von der Jury ermittelt





Osnabrück, 04.03.2010: Vielfalt-Entdecker waren gesucht – die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat rund 1.400 gefunden: Zum zweiten Mal waren Kinder und Jugendliche aufgerufen, sich am bundesweiten DBU-Schüler- und Jugendwettbewerb „Entdecke die Vielfalt!“ zu beteiligen.

Eine hochkarätige Jury hat die 86 Beiträge zum Thema biologische Vielfalt jetzt in den beiden Altersgruppen der Zehn- bis Zwölfjährigen und der 13- bis 16-Jährigen bewertet. Die 18 Gewinner kommen aus zehn Bundesländern, die Erstplatzierten aus Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz. DBU-Generalsekretär und Juror Dr. Fritz Brickwedde zeigte sich vom Engagement beeindruckt: „Es ist großartig, mit wie viel Kreativität und Methodik die Schüler an das Thema herangehen und das Wettbewerbsthema von unterschiedlichen Seiten beleuchten.“ Im März startet der Wettbewerb in seine dritte Runde. Anmeldungen sind schon jetzt auf der Internetseite www.entdecke-die-vielfalt.de möglich.

Wettbewerb: Die biologische Vielfalt sollte "unter die Lupe" genommen werden

Ob Bewerbungen als Einzelperson, Gruppe oder ganze Schulklassen: Die biologische Vielfalt sollte während des Wettbewerbs „unter die Lupe genommen“ werden – sowohl zu Hause wie auch weltweit. Zur Auswahl standen die Kategorien „Natur erforschen“, „Verantwortlich handeln“ und „Kreativ kommunizieren“. Die Kinder und Jugendlichen installierten etwa Nistkästen, pflanzten Walnussbäume in China, bauten Wanzen- und Pflanzenbeete oder schrieben ihr eigenes Musical.

Preise gehen unter anderem nach Münster, Zell unter Aichelberg und Höchberg

Zu den Erstplatzierten zählt zum Beispiel die „Naturgarten-AG“ des Gymnasiums Paulinum in Münster (NRW). Mit ihrem Projekt, bei dem sie eine ungenutzte Grünfläche der Stadt in einen Erlebnis-, Forschungs- und Experimentiergarten umwandelten, räumten die 14 Schüler in der Kategorie „Natur erforschen“ in der Altersgruppe zehn bis zwölf Jahre ab. Unter anderem freuen darf sich auch Isabelle Ketterle aus Zell unter Aichelberg (Baden-Württemberg) über einen ersten Platz (Kategorie „Verantwortlich handeln“ in der Altersgruppe zehn bis zwölf Jahre): Die Jury fand ihren langjährigen Einsatz zum Erhalt einer aussterbenden Haustierrasse, des Alpinen Steinschafs, preiswürdig. Auch einer der Favoriten der Wettbewerbsteilnehmer konnte die Fachjury überzeugen: Die Schülerfirma “Paper Angels“ der Volksschule Höchberg (Bayern), die im Dezember 2009 bereits den „Preis der Teilnehmer“ in der Altersgruppe der 13- bis 16-Jährigen gewonnen hatte, erzielte in der Kategorie „Verantwortlich handeln“ einen zweiten Platz. Durch die Vermarktung und den Verkauf von Recyclingpapier setzen sich die Schüler direkt für den Lebensraum – den Regenwald – rund um ihre Partnerschule in Brasilien ein.

Der Sonderpreis der GTZ geht nach Eslohe an die Gruppe "Pfarrei CO2frei"

Neben den Plätzen eins bis drei pro Kategorie und Altersgruppe, die mit je 1.000, 500 und 300 Euro ausgestattet sind, gab es in diesem Ja hr auch einen Sonderpreis. Gestiftet wurde er vom Kooperationspartner des Wettbewerbs, der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ): Die Gewinnergruppe „Pfarrei CO2frei“ aus Eslohe (NRW) erhält während eines Tagesausflugs in die GTZ-Zentrale in Eschborn bei Frankfurt einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen des international tätigen Bundesunternehmens. Während ihrer Firmvorbereitung hatten die 15 Jugendlichen eine Projektgruppe gegründet, die Umweltbelastungen der Gemeinde genauer untersucht und ursprünglich in ihrer Region beheimatete Bäume anpflanzt. Die Erstplatzierten werden in ihrem Hei matort ausgezeichnet, die Gewinner der Plätze eins bis drei der Kategorie „Verantwortlich handeln“ während einer Veranstaltung in der GTZ-Zentrale.
Autor: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
1999 Aufrufe
Stand: 4. März 2010
Erstellt: 4. März 2010

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