Wo die Störche klappern
Frankfurt a. M, 03.02.2010: Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen engagierten Schutz von Flüssen, Auen, und Mooren in Deutschland und Europa. Süßwasser-Ökosysteme seien wahre Hotspots der Biodiversität und Heimat zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten.In Deutschland gibt es laut Ramsar-Konvention (Internationales Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten) dreiunddreißig dieser Ökosysteme mit weltweiter Bedeutung, wie etwa die Zweitlängster Fluß Europas. Fließt in östlich orientierter Route durch mittel- und osteuropäische Staaten. Donau- und die Elbeauen, der Ammersee oder die Havelniederungen. Über dreißig Prozent aller Süßwasserfische und siebzehn Prozent aller Wasservögel gelten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht, warnt Dorothea August vom Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF Deutschland. Mit den Von den 19 in Deutschland vorkommenden A.-Arten (Frösche, Kröten, Unken, Molche, Salamander) sind 11 Arten in ihrem Bestand gefährdet oder stehen kurz vor der Ausrottung (Artensterben). Amphibien stehe durch stetig voranschreitende Lebensraumzerstörung und weltweite Seuchen sogar eine gesamte Tiergattung am Abgrund. Von den 6.285 erfassten Fröschen und Lurchen seien bereits 1.900 Arten in der höchsten Bedrohungskategorien der Roten Liste eingestuft. Sie stünden damit kurz vor der Ausrottung.
WWF-Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert. Projekt an der Donau: Ein Flusssystem von Bedeutung für ganz Der Name E. wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa sei die über 2800 Kilometer lange Donau, die sich vom Deutschland bis ins Schwarze Meer erstreckt. In den letzten 15 Jahren habe der WWF an der Unteren Donau in Rumänien und Bulgarien Renaturierungen und den Schutz von über 50.000 Hektar Auenflächen und Feuchtgebieten umgesetzt. Die Region sei Heimat zahlreicher seltener Tierarten, wie etwa Pelikan, Schwarzstorch, Europäische Sumpfschildkröte oder Fischotter.
WWF-Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert. Projekt an der Mittleren Die E. ist mit 1.140 km Länge von der Quelle bis zur Nordseegrenze und einem Gesamteinzugsgebiet von 148.268 km2 eines der größten Flußgebiete Westeuropas; für das Gebiet der ehemaligen DDR das größte und für die CSFR das zweitgrößte Fließgewässer. Elbe: An der Mittleren Elbe nahe Dessau startete der WWF gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt im Jahr 2009 eine der größten Deichrückverlegungen Europas - im Rahmen eines seit 2001 laufenden Naturschutzgroßprojekts. Wesentliches Ziel sei, so der WWF, der langfristige Schutz und die Wiederherstellung einer intakten, naturnahen und waldreichen Überflutungsaue an der Mittleren Elbe. Während für die Anwohner der Region die Gefahr von Flutkatastrophen gemindert werde, profitierten seltene Arten wie etwa der Elbebiber von der geplanten Verbesserung ihres Lebensraums.
Hintergrund: Die Ramsar-Konvention bezeichnet das Übereinkommen zum Schutz von F. sind Flächen, die zum Teil ständig von seichtem Wasser bedeckt sind. Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. Es ist ein völkerrechtlicher Vertrag, initiiert von der UNESCO. Das Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 geschlossen und ist damit eines der ältesten internationalen Vertragswerke zum Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz. Die Bezeichnung Ramsar rührt von der gleichnamigen Stadt im Iran, in der die Vertragsverhandlungen stattfanden.
Autor: WWF Deutschland
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Feuchtgebiete":
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Welttag der Feuchtgebiete: Moore sind Refugien der ArtenvielfaltBerlin, 01.02.2010: Anlässlich des morgigen Welttags der Feuchtgebiete (2. Februar) hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der Bundesregierung ein Programm zur Renaturierung von Mooren gefordert. Hierzulande seien bereits 99 Prozent aller Moore mit einer Gesamtfläche von 1,5 Millionen Hektar ökologisch tot. Meist habe man sie für land- bzw. forstwirtschaftliche Nutzungen entwässert
WasserdiebeFrankfurt, 28.03.2009: Reiher schreiten durch das Wasser. Majestätische Adler gleiten am Horizont entlang. Korkeichenwälder und Ölweiden säumen die Ufer der Lagunen und Flüsse. Durch das Unterholz streifen die letzten Pardelluchse. - Der Nationalpark Coto de Doñana in Spanien ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete der iberischen Halbinsel und Winterquartier tausender Zugvögel.
Netzwerk für lebendige SeenBerlin, 02.08.2007: Was haben der Bodensee, die Militscher Teiche und das Tote Meer gemeinsam? Sie sind unverzichtbarer Lebensraum für zahllose Tier- und Pflanzenarten und liefern Menschen eine wirtschaftliche Lebensgrundlage. Living Lakes setzt sich für den weltweiten Schutz von Seen, Gewässern und Feuchtgebieten ein. Die VERBRAUCHER INITIATIVE zeichnet das Netzwerk daher auf www.oeko-fair.de als Initiative des Monats aus.
Wenn der Boden unter den Füßen wanktBerlin, 07.06.2007: Das Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) erforscht, ob einst trockengelegte Moore wieder wachsen können, ohne Klima und Gewässer zu schädigen. Tania Greiner, Autorin des Verbundjournals, hat einen Wissenschaftler auf seinen Moorexpeditionen begleitet.
Flüsse, Seen und Feuchtgebiete erleben rapiden ArtenschwundFrankfurt a. M., 21.05.2007: Nach Berechnungen des WWF ist der so genannte Living Planet Index aller Arten, die in und an Süßwasser-Ökosystemen leben, seit 1970 um 28 Prozent zurückgegangen. Rechnet man die Vogelwelt heraus, hat der dramatische Abwärtstrend sogar bereits die Hälfte aller Arten erfasst (Säugetiere, Amphibien, Reptilien und Fische).
Die Top 10 der gefährdeten FlüsseFrankfurt, 21.03.2007: Fünf der weltweit am stärksten bedrohten Flüsse befinden sich in Asien: Jangtse, Mekong, Saluen, Ganges und Indus führen die entsprechende Topten-Liste an, die der WWF im Vorfeld des Weltwassertags am 22. März präsentiert. Auch für die anderen Kontinente benennen die Süßwasserexperten des WWF die am stärksten durch menschliche beziehungsweise Umwelteinwirkungen bedrohten Flüsse.
Pantanal in Südamerika ist „Bedrohter See des Jahres 2007“Radolfzell, 02.02.2007: "Bedrohter See des Jahres 2007" ist das südamerikanische Pantanalfeuchtgebiet, gibt die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) bekannt. Aus Anlass des Welttags der Feuchtgebiete weist der GNF auf die schnell fortschreitende Zerstörung des größten Binnenfeuchtgebietes der Welt hin. Abholzung, Monokulturen, intensive Viehwirtschaft sowie Gold- und Diamantengewinnung bedrohen ....
Sofortprogramm im AdlerhorstHamburg, 11.11.2006: Schreiadlerküken sind ein bisschen wie die Söhne von Adam und Eva: Auch bei den frisch geschlüpften Geschwistern überlebt nur der ältere "Kain". "Abel" wird von seinem Bruder direkt getötet oder bei den Fütterungen abgedrängt. Ein genetisch verankertes Phänomen, das der vom Aussterben bedrohten Art zum Verhängnis werden könnte.
Wasserkrise erreicht auch die reichen LänderFrankfurt, 18.08.2006: Der berühmte englische Rasen könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn Dürrekatastrophen und Wasserknappheit werden sich laut einer aktuellen WWF-Studie mit dem Titel "Rich Countries, Poor Water" nicht auf die armen Nationen der Südhalbkugel konzentrieren, sondern auch die reicheren Industriestaaten treffen. Besonders anschauliche Beispiele sind nach Ansicht des WWF die Länder Spanien, USA, Kanada, Australien ....
Stand: 3. Februar 2010
Erstellt: 3. Februar 2010
Erstellt: 3. Februar 2010




















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