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Weltweit sind Mäuse die am häufigsten verwendete Tierart in Forschungslaboren, mit steigender Tendenz.



Obwohl die Zerstörung und Degradierung der Wälder im Nordosten Chinas kontinuierlich voranschreitet, gibt es dort immer noch weitläufige Waldgebiete.


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Im Tierreich können sich viele Weibchen glücklich schätzen, zwei X-Chromosomen zu besitzen.




Haben Sie genug von der eisigen Kälte? Dann ist es Zeit, an die Sommerferien zu denken.



Gestern zeichnete die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ den Film DIE BUCHT als „Besten Dokumentarfilm“ aus.


Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 16549

Biberburgen im Moor: Nager wandeln Bild des Wurzacher Rieds

Bad Wurzach, 26.01.2010: Ein Blick auf unsere Umwelt zeigt: Die Natur ist derzeit massiven Umbrüchen ausgeliefert, der Klimawandel die meist diskutierte Ursache dafür. Doch manchmal sind es nicht nur die globalen Zusammenhänge, die unser Landschaftsbild prägen. Im Wurzacher Ried – einer der bedeutendsten Moorflächen Europas – bedarf es lediglich eines braunen Nagers, um ehemals vom Menschen trockengelegte Flächen in überflutete Gebiete zu verwandeln.


„Mit ihren Aktivitäten stellen Biber die Renaturierungskonzepte für Moorschutzgebiete auf den Kopf“, sagt Dr. Thomas Kaphegyi vom Institut für Landespflege der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Das Institut will neue Strategien entwickeln, wie die Einwirkungen des Bibers unmittelbar für Pflege und Erhalt des Wurzacher Rieds genutzt werden können: „Ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung zukunftsfähiger Naturschutzstrategien“, so Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit 240.000 Euro fördert.


Wurzacher Ried Heimat bedrohter Tier- und Pflanzenarten - Teil des Schutznetzwerks Natura 2000

Nagespuren, gefällte Bäume und aus Holzknüppeln aufgetürmte Burgen – die Anwesenheit von Bibern ist unübersehbar. Dort wo sie auftauchen, wecken die Nager die Neugier der Menschen, aber nicht immer nur Entzücken. Das Wurzacher Ried ist das größte zusammenhängende und noch intakte Hochmoor Westeuropas. Als Hort vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist die rund 1.700 Hektar große Fläche Teil des Schutznetzwerks Natura 2000 und untersteht der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union (EU). Doch auf Papier festgelegte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen kümmern die Biber wenig. „Durch die Dämme, die sie bauen, fluten die Nager Flächen, die gemäß Planung eigentlich trocken bleiben sollten“, erklärt Dr. Volker Wachendörfer, DBU-Referent für Naturschutz. So entstehe eine Dynamik in der Landschaft, die dem bewahrenden Ansatz der EU-Richtlinie widerspreche.


Pläne veraltet - mehr Flexibilität nötig

Die Aktivitäten der Biber hätten aber auch positive Seiten. „Mit den vernässten Flächen schaffen sie weitere Lebensräume für viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten wie zum Beispiel Amphibien“, so Wachendörfer. „Daher möchten wir einen Weg finden, wie wir den Biber als Motor für ein Schutzgebietsmanagement effizient nutzen können“, betont Kaphegyi. Der Schlüssel dazu liege in mehr Flexibilität. „Die Pläne, die zum Erhalt des Moors entwickelt wurden, stammen noch aus einer Zeit, als der Biber sich hier noch gar nicht angesiedelt hatte“, so Kaphegyi. „Wir brauchen also ein neues, sich ständig anpassendes Managementkonzept.“


"Biber-Events" vermitteln Besuchern ökologische Zusammenhänge

Grundlage dafür sei, die Gewohnheiten der Biber genau zu beobachten. Daraus lasse sich schließen, wohin sich die Nager bewegen und welche Gebiete von ihren Aktivitäten beeinflusst werden. „Das Wurzacher Ried wird sich in seinem Landschaftsbild verändern“, sagt Kaphegyi. Für Brickwedde ist der gestalterische Einfluss der Biber auf die Landschaft vor allem eine gute Möglichkeit, Menschen ökologische Zusammenhänge zu vermitteln. Daher sollen im Rahmen des Projekts so genannte „Biber-Events“ stattfinden – etwa Führungen durch ihren Lebensraum oder Ausstellungen im Naturschutzzentrum Wurzacher Ried.


Rückschlüsse für Pflege anderer Feuchtgebiete ziehen - "Wichtiges Modellvorhaben"

Das Naturschutzzentrum Bad Wurzach unterstützt das auf drei Jahre angelegte Vorhaben. Nach Abschluss ließen sich daraus auch Schlüsse für die Pflege anderer Feuchtgebiete ziehen. Für Brickwedde handelt es sich „um ein wichtiges Modellvorhaben für die Entwicklung zukunftsfähiger und dynamischer Naturschutzkonzepte.“
Autor: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Biber":
Biberburgen im Moor: Nager wandeln Bild des Wurzacher Rieds
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Eisbär, Tiger & Co: Gewinner und Verlierer 2009
Frankfurt a. M., 29.12.2009: Menschenverursachtes Artensterben schreitet auch 2009 ungebremst voran. WWF: Bundesregierung verfehlt Biodiversitäts-Ziel. Die Umweltstiftung WWF zieht unter Artenschutzgesichtspunkten eine durchwachsene Jahresbilanz. Während sich die Lage von Tiger, Eisbär oder Nashorn in 2009 weiter verschlechtert habe, können Elbebiber, Luchs und Amur-Leopard etwas optimistischer in die Zukunft blicken.
Biologische Vielfalt in Europa gefährdet
Brüssel, 15.07.2009: Trotz der Rückkehr von Bibern und Bären gibt es keine Entwarnung beim Artenschutz in Europa: Ein Großteil der empfindlichsten Arten und Lebensräume ist gefährdet. Die Mitgliedstaaten müssen nun noch stärker gegensteuern. Dies ist das Ergebnis eines Berichts über den Erhaltungszustand von über 1150 Arten und 200 Lebensraumtypen, die durch EU-Recht geschützt sind.
Für Karrieren in der Immobilienwirtschaft
Biberach, 01.11.2007: Bauakademie und Hochschule Biberach waren 2002 bundesweit die ersten Anbieter eines Master-Studienganges für Immobilienwirtschaft. Mit ihrem berufsbegleitenden Aufbaustudiengang MBA "Internationales Immobilienmanagement" sind sie noch immer am Markt - und das sehr erfolgreich. Der sechste Jahrgang läuft bereits, der siebte beginnt im Februar 2008.
Automatischer Fensteröffner regelt CO2-Konzentration in Räumen
Neubiberg, 24.03.2007: Ein zu hoher Kohlendioxid (CO2)-Anteil in der Luft wirkt sich nicht nur negativ auf das Klima aus, sondern vermindert beim Menschen die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. An der Universität der Bundeswehr München entwickelten Wissenschaftler einen automatischen Fensteröffner, der den CO2-Anteil in Räumen regelt, indem er das Fenster je nach Luftqualität öffnet und schließt.
Handys helfen dem Biber
Frankfurt a. M., 08.03.2006: Anlässlich der Vorstellung neuester Entwicklungen auf dem Handymarkt während der Cebit in Hannover weist der WWF darauf hin, dass Verbraucher mit ihren ausgedienten Alt-Handys den Schutz der seltenen Elbe-Biber unterstützen können. Nach nur 18 bis 24 Monaten Nutzungszeit landen viele Mobiltelefone im Hausmüll, obwohl sie als Sondermüll dort nicht hingehören.
Ur-Opa aller Biber aufgetaucht
München, 25.02.2006: In China hat man die Überreste eines im Wasser lebenden Säugetieres entdeckt, meldet das Wissenschaftsmagazin Science. Das Tier sieht aus wie eine Mischung aus Biber und Fischotter. Paläontologen haben die Art denn auch Castorcauda lutrasimilis getauft – der otterähnliche Biberschwanz.
Mit allen Wassern gewaschen
Biberach, 09.09.2003: Die organische Restverschmutzung von Abwasser weiter zu reduzieren und gleichzeitig die Gewässergüte zu verbessern, das hat sich der Zweckverband Klärwerk Steinhäule, Ulm, für die Zukunft vorgenommen. Schwer und biologisch nicht abbaubare Abwasserinhaltsstoffe - dazu gehören auch Rückstände von Arzneimitteln und Stoffen, die das Hormonsystem des Menschen beeinflussen - sollen durch zusätzliche Verfahrensstufen weitgehend entnommen werden.
Aufpasser für Biber
München, 29.12.2002: Rund 250.000 Euro stellt der Bayerische Naturschutzfonds dem Europareservat Unterer Inn zur Verfügung. Bayerns Umweltminister Schnappauf gab heute als Stiftungsratsvorsitzender die Finanzierungszusage, so dass ab 2003 ein „Ranger“ für das 5.500 ha große Gebiet eingestellt werden kann. Weitere 30.000 Euro steuert der Europäische Sozialfonds bei.

Stand: 26. Januar 2010
Erstellt: 26. Januar 2010