Tauchausrüstung für Tiger
Berlin, 22.01.2010: Eine der größten Tiger-Populationen der Welt könnte bis zum Ende des Jahrhunderts ausgestorben sein. Ihr Lebensraum, die Mangrovenwälder an der Küste von Bangladesch, ist nach den Ergebnissen einer vom WWF geleiteten Studie durch den vom Klimawandel verursachten Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Wenn wir die Auswirkungen des Klimawandels nicht in den Griff bekommen, werden die Tiger in den Sundarbans nur mit Tauchausrüstung überleben können, erklärt Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF-Tigerexperte Volker Homes. Auch wenn Tiger sowohl in den im Winter schneereichen Wäldern Russlands als auch im tropischen Der R. ist der immergrüne Wald der inneren Tropen mit ganzjährig heißem, feuchtem Klima. Die tropischen R. sind die artenreichste Lebensgemeinschaft auf der Erde. Regenwald überleben können. Der von Wissenschaftlern prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels würde die Anpassungsfähigkeit des Tigers mit sehr großer Wahrscheinlichkeit überstrapazieren, so Homes.
Wenn nicht sofort Schutzmaßnahmen ergriffen werden, könnten die Mangroven-Wälder mit all ihren Naturschätzen, die Millionen Menschen ernähren, innerhalb der nächsten 50 bis 90 Jahre untergehen, so das Ergebnis der Studie, die im Climatic Change Journal erschienen ist. Ein Anstieg des Meeresspiegels um 28 cm über den Stand des Jahres 2000 würde 96 Prozent des Tiger-Lebensraumes zerstören und die Population auf wenige Exemplare minimieren.
Tiger sind weltweit bereits durch Wilderei und die Abholzung der Wälder bedroht. Ihr Verbreitungsgebiet ist im letzten Jahrzehnt um 40 Prozent geschrumpft. Tiger werden für ihr Fell gejagt, ihre Knochen werden illegal für die traditionelle asiatische Medizin genutzt und jetzt werden sie auch noch von den Auswirkungen des Klimawandels bedroht, so Homes. Wir befürchten, dass diese Vielzahl an Bedrohungen die majestätische Raubkatze an den Rand des Aussterbens bringen wird.
Die Sundarbans sind die größten, zusammenhängenden Mangrovenwälder der Erde. Das UNESCO Weltnaturerbe verläuft entlang der Mündung des Ganges in Indien und Bangladesch. Sie sind nicht nur die Heimat für rund 200 Tiger, sondern auch für zahlreiche Arten von Reptilien, Fischen, Vögeln und Säugetieren.
Nach dem chinesischen Kalender beginnt am 14. Februar 2010 das Jahr des Tigers. Weltweit gibt es nur noch rund 3200 Tiger in der Der Begriff W. ist kulturell unterschiedlich besetzt und reicht von der Wildpflanzenecke im Garten bis hin zum gefährlichen tropischen Urwald. Wildnis. Die Umweltschutzorganisation hat sich das Ziel gesetzt, die Bestandszahl des Tigers in seinen wichtigsten Verbreitungsregionen bis zum Jahr 2022 zu verdoppeln.
Autor: WWF Deutschland
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Tiger":
Wenn es Nacht wird in Deutschland, ist der Tiger unterwegsBerlin, 29.08.2010: Die Umweltschutzorganisation WWF startet in Frankfurt am Main die Running Tiger Tour. Im Rahmen der WWF-Aktion wird an den kommenden Wochenenden ein bis zu zwanzig Meter großer Tiger durch sechs deutsche Großstädte rennen.
IUFRO – ForestFinance Mitglied beim Forstwissenschafts-VerbandBonn, 17.08.210: Der Bonner Waldinvestmentanbieter ForestFinance wurde vom Internationalen Verband Forstlicher Forschungsanstalten (IUFRO) aufgenommen. Der IUFRO bietet seinen Mitgliedern unter anderem die Möglichkeit des Wissens- und Erfahrungsaustauschs zu nachhaltiger Forstwirtschaft.
Geliebt, gehasst, vergöttert – Katzen im Wandel der ZeitHamburg, 06.08.2010: Sie sind anschmiegsam, eigenwillig und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken: In deutschen Haushalten leben acht Millionen Katzen. Geliebt und verwöhnt von ihren Besitzern, werden sie heute als Samtpfötchen oder Stubentiger bezeichnet. Doch nicht immer gehörte die Katze zu den besten Freunden des Menschen. Ihr Ansehen ist so wechselvoll wie die Geschichte des Menschen.
Katzen: Eine ganze Tierfamilie in GefahrLeipzig / Frankfurt, 03.08.2010: Über acht Millionen Hauskatzen gibt es Schätzungen zufolge allein in Deutschland. Um deren wildlebenden Verwandten ist es einem WWF-Statusreport zufolge weit weniger gut bestellt. Gerade einmal 34 Amur-Leoparden streifen noch durch Russland. Nur 400 Tiger finden sich auf Sumatra.
Korruption im Land der TigerFrankfurt a. M., 27.07.2010: In einem Beitrag des russischen Fernsehens, der stellenweise mit versteckter Kamera aufgenommen wurde, gesteht der Leiter der Forstbehörde Primorye, Pyotr Diuk, Korruption, illegale Waldrodungen in Schutzgebieten, und gefakte Auktionen zu Versteigerung von kurzfristigen Einschlagskonzessionen ein.
Tiger-Rettung kostet 280 Millionen EuroFrankfurt a. M., 15.07.2010: Regierungsvertreter der dreizehn Tiger-Verbreitungsstaaten haben bei einem Treffen auf der indonesischen Insel Bali das Fundament für einen globalen Rettungsschirm für die letzten 3.200 Tiger in der Wildnis gelegt.
Ausflug ins „Tigerland“Frankfurt a. M., 13.07.2010: Wer diesen Sommer nicht in den Urlaub fährt, kann das virtuelle Tigerland besuchen. Dabei handelt es sich um ein neues multimediales Online-Spendentool vom WWF Deutschland. Auf der Webseite www.wwf-tigerland.de können User den Lebensraum der Tiger spielerisch erkunden und Tiger in freier Online-Wildbahn beobachten.
Fischer im Korallendreieck wollen Beifang bekämpfenBali, Indonesien, 07.07.2010: Lokale Fischer und private Unternehmen aus der als Korallendreieck bekannten Region haben sich am heutigen letzten Tag des Coral Triangle Fisher Forum auf ein Paket von Empfehlungen für eine nachhaltigere Fischerei geeinigt.
Herausforderungen für die Biologische Vielfalt post 2010Leipzig/Bonn 01.07.2010: Bereits jetzt steht fest, dass wir das 2010-Ziel, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen, nicht erreichen werden. Um dennoch den anhaltenden Biodiversitätsverlust einzudämmen ist es umso wichtiger, die richtigen Weichenstellungen für die Zeit post 2010 vorzunehmen.
Rote Karte für TierquälerMünchen, 03.07.2010: Elefantenreiten, Delfinshows, Tanzbären und Fotos mit Affenbabys und Tigern Urlaubsangebote mit bedrohten Tieren entpuppen sich bei näherem Hinsehen oft als Tierquälerei. Gerade in südlichen Ländern müssen Wildtiere als lebende Attraktionen für Touristen herhalten.
Stand: 23. Januar 2010
Erstellt: 23. Januar 2010
Erstellt: 23. Januar 2010




















Druckansicht