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Umwelt und Natur
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Artikel Nr.: 16509
Countdown 2010: Die Zeit läuft ab
Berlin, 09.01.2010: Den Kampf gegen das Artensterben nicht weiter verschleppen. Zum Beginn des Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt fordert der NABU von der Bundesregierung mehr Anstrengungen zum konsequenten Schutz von natürlichen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Um den Artenverlust zu stoppen, müssten vor allem die Gefährdungsursachen stärker bekämpft werden wie zum Beispiel die Vernichtung wertvoller Lebensräume durch den Umbruch von Grünland zu Äckern oder der Flächenfraß durch Verkehrs- und Bauprojekte.Auch die mangelhafte Betreuung und Pflege bestehender Schutzgebiete trage bis heute dazu bei, dass das Ziel der EU-Staats- und Regierungschefs, das
Das Artensterben hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Artensterben bis 2010 zu stoppen, nicht erreicht wird.
Die Vielfalt an Arten, Lebensräumen und genetischen
Der Begriff Ressourcen bezeichnet die Gesamtheit aller natürlichen Rohstoffe oder Mittel um bestimmte Aufagben zu lösen.Ressourcen ist das wichtigste Wirtschaftsgut und unbezahlbares Erbe unseres Planeten. Der Verlust von Arten und Lebensräumen gefährdet uns alle. Neben dem
Globale Klimaveränderungen sind bereits im Gang und der Mensch ist dafür hauptverantwortlich.
Klimawandel ist der Kampf gegen das Artensterben die wichtigste Herausforderung der Zukunft, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Mit der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt habe sich Deutschland 2007 verpflichtet, seinen Beitrag zu leisten, um den immer noch dramatischen weltweiten Verlust der biologischen Vielfalt einzudämmen. Um diese Ziele zu erreichen, seien zunächst mehr private und öffentliche Mittel nötig.
Diese Investitionen in das Naturkapital lohnen sich - das weist auch die Ende 2009 veröffentlichte weltweit beachtete Studie The Economics of Ecosystems and Biodiversity (TEEB-Studie) nach. Die Rechnung ist einfach: Nichtstun ist teurer als Handeln, denn der Verlust von Naturkapital führt zum Verlust wirtschaftlichen Wohlstands weltweit. Jetzt müssen den Worten auch Taten folgen, so NABU-Naturschutzexperte Magnus Wessel.
Die Kosten der anhaltenden Naturzerstörung beziffern sich laut TEEB-Studie zwischen 2000 und 2050 auf sieben Prozent des Weltbruttoinlandproduktes. Allein für 2008 macht das vier bis fünf Billionen US-Dollar aus. Dagegen sind nach Expertenschätzungen "nur" etwa 40 bis 45 Milliarden US-Dollar an Investitionen pro Jahr erforderlich, um die Leistungen der Ökosysteme weltweit zu erhalten.
Der NABU hat bereits 2008 mit dem Masterplan 2010 einen konkreten Maßnahmenkatalog entwickelt, der die notwendigen Schritte zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland aufzeigt. Wichtig seien neben intakten Wäldern vor allem ökologische Rückzugsräume in der
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft wie Brachen und Hecken für bedrohte Arten wie Feldhase, Kiebitz und Rebhuhn.
Ein Weiter so darf es nicht geben, wenn wir nicht am Ende des Jahres mit einem Scheitern 2010 dastehen wollen, so Tschimpke.
Autor: NABU Naturschutzbund Deutschland e.V.
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Stand: 9. Jänner 2010
Erstellt: 9. Jänner 2010
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