2010 wird entscheidend für den Artenschutz. Hunderttausende Pflanzen- und Tierarten gefährdet
Berlin, 28.12.2009: Eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) darin, den Schwund der biologischen Vielfalt zu stoppen. Das Ziel, bis 2010 den Verlust der Biodiversität aufzuhalten, werde leider verfehlt. Unzähligen Tier- und Pflanzenarten drohe nach wie vor die Ausrottung.Gefährdet ist auch die Hälfte ihrer Lebensräume, einem Großteil davon droht sogar die vollständige Zerstörung, sagte der Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
"2010 ist ein entscheidendes Jahr für den Erhalt der Biodiversität. Dann findet im Herbst in Japan die nächste Weltnaturschutzkonferenz statt. Deutschland hat seit 2008 deren Vorsitz und muss dafür sorgen, dass sich die Weltgemeinschaft bei dieser Konferenz ehrgeizige Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt setzt", sagte Weiger. Der Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND will im kommenden Jahr in dem von der UN ausgerufenen Internationalen Jahr der Biodiversität seine Aktivitäten im Natur- und Aufgrund des zunehmenden Artensterbens kommt dem A. wachsende Bedeutung zu. Artenschutz ausweiten und die Bundesregierung zur Übernahme von mehr Verantwortung für den Schutz bedrohter Tiere, Pflanzen und Lebensräume drängen.
Weiger: Das von den europäischen Regierungen erklärte Ziel, bis 2010 den Artenschwund zu stoppen, wird auch von Deutschland verfehlt. Viele Vorhaben zum Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen fallen immer wieder kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen zum Opfer. Über 300 Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität hatte die schwarz-rote und hat jetzt auch die schwarz-gelbe Bundesregierung auf ihrer Liste, umgesetzt wurden bisher nur einige wenige. Das wollen wir ändern.
Von den etwa 16000 auf ihre Gefährdung untersuchten Tierarten in Deutschland seien über ein Drittel, von rund 14000 Pflanzen- und Pilzarten über ein Viertel bedroht. Mehr als zwei Drittel ihrer Lebensräume wie Moore, Auen, Wiesen und Buchenwälder seien durch Zersiedelung und intensive Forst- und Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft gefährdet. Bedroht seien auch viele seltene Die wichtigsten O.-Arten werden wie Gemüse zur Vermarktung nach Handelsklassen eingeteilt. Obst- und Gemüsearten sowie Nutztierrassen. Im europäischen Vergleich schneide Deutschland damit beim Schutz der Biodiversität insgesamt schlecht ab.
Der Artenschwund habe jedoch nicht nur hierzulande dramatische Ausmaße erreicht. So seien europaweit rund 40 Prozent der Süßwasserfische gefährdet und fast 90 Prozent der Speisefischbestände überfischt. Weltweit drohe einem Viertel der Säugetiere ihre Ausrottung. Meeresrochen, Haie und Von den 19 in Deutschland vorkommenden A.-Arten (Frösche, Kröten, Unken, Molche, Salamander) sind 11 Arten in ihrem Bestand gefährdet oder stehen kurz vor der Ausrottung (Artensterben). Amphibien seien zu einem Drittel und Schildkröten zu 90 Prozent vom Aussterben bedroht. Hinzu komme, dass bisher lediglich 40000 von geschätzten 15 Millionen Tierarten überhaupt auf eine mögliche Gefährdung hin untersucht worden seien. Zu den bekanntesten inzwischen ausgestorbenen Tierarten zählten der Pyrenäen-Steinbock, der Kaspische Tiger, der Java-Tiger und der Chinesische Flussdelphin.
Weiger: Die Bundesregierung muss 2010 ein Nationales Programm zum Schutz der Biologischen Vielfalt beschließen, mit dem Deutschland zum Deutschland wähnt sich häufig innerhalb Europas einer V.-Rolle im Umweltschutz. Nimmt man die Pro-Kopf-Umweltausgaben zum Maßstab, so steht Deutschland nach der Wiedervereinigung hinter Österreich und vor den Niederlanden an zweiter Stelle.Vorreiter beim Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz wird. Bestandteile eines solchen Programms müssen Maßnahmen zum Erhalt von Mooren, Flussauen, Wiesenflächen, alten Buchenbeständen und Alleen sein. Außerdem müssen mindestens fünf Prozent der Wälder ungenutzt bleiben und als Naturwälder besonders geschützt werden. Bisher seien lediglich 0,5 Prozent der Wälder ohne forstliche Nutzung. Deutschland könne mehr Natur- und Aufgrund des zunehmenden Artensterbens kommt dem A. wachsende Bedeutung zu. Artenschutz von anderen Ländern nur glaubhaft einfordern, wenn es selbst mit gutem Beispiel vorangehe.
Autor: BUND Freunde der Erde
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Stand: 28. Dezember 2009
Erstellt: 28. Dezember 2009
Erstellt: 28. Dezember 2009




















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