Top-News
Täglich frisch auf den Tisch:
Unser Tagesrückblick erreicht Sie stets früh morgens mit den aktuellsten Meldungen vom Vortag. Bestellen Sie jetzt Ihren kostenlosen Tagesrückblick!.
Umweltlexikon
Inserate
Die EU-Umweltminister haben sich auf das Ziel geeinigt, den Verlust der Biologischen Vielfalt und die Zerstörung von Ökosystemen zu stoppen.


Jagd, Elfenbeinschmuggel, Fischerei und Heimtierhandel bestimmen die Themen der vom 13.03. bis 25.03 stattfindenden Konferenz CITES.


Weltweit sind Mäuse die am häufigsten verwendete Tierart in Forschungslaboren, mit steigender Tendenz.



Obwohl die Zerstörung und Degradierung der Wälder im Nordosten Chinas kontinuierlich voranschreitet, gibt es dort immer noch weitläufige Waldgebiete.


Bewegung für lebendige Flüsse



Im Tierreich können sich viele Weibchen glücklich schätzen, zwei X-Chromosomen zu besitzen.




Haben Sie genug von der eisigen Kälte? Dann ist es Zeit, an die Sommerferien zu denken.



Gestern zeichnete die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ den Film DIE BUCHT als „Besten Dokumentarfilm“ aus.


Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 16467

Waldschutz: Mehr Glanz als Substanz

München, 21.12.2009: Bäume wachsen und binden CO2. Durch diese einfache Formel kommt Wald im Klimaschutz eine wichtige Rolle zu. Manchmal die eines Feigenblattes. Am letzten Tag der Klimaverhandlungen in Kopenhagen warnte die Hilfsorganisation CARE, dass ein Abkommen zum Waldschutz (REDD: Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) ein allgemein eher schwaches Klimaabkommen verschleiern könnte.


"Ein erfolgreicher Vertrag zum Waldschutz ohne ein umfangreiches Klimaabkommen ist wie die Politur einer Radkappe an einem Auto ohne Motor. Es schaut gut aus aber bringt einen nicht weit", sagt Andreas Zahner, Klima-Experte von CARE.

Waldschutz ist eines der Schlüsselthemen, dass derzeit bei der Klimakonferenz in Kopenhagen verhandelt wird. Obwohl der Textentwurf für das REDD-Abkommen bislang die größte Übereinstimmung der Verhandlungspartner gefunden hat, so stehen noch viele Punkte in Klammern. Darüber müssen die Minister jetzt entscheiden. Der wichtigste dieser noch zu entscheidenden Punkte ist jener, der die Rechte der indigenen Gemeinden schützt. "Mehr als 300 Millionen Menschen leben in und von den Wäldern. Ohne sie können die Wälder nicht geschützt werden. Sie müssen an den Gewinnen durch REDD teilhaben können", so Zahner.

Selbst wenn diese Lücken jedoch im finalen Vertragstext geschlossen werden, so hat ein gut aussehendes Waldschutz-Abkommen wenig Wert, wenn am Ende der Klimakonferenz keine globalen Zusagen zur Emissionsreduzierung getroffen werden. "Regenwälder dürfen nicht weiter gerodet werden", fordert Andreas Zahner. "Das muss Hand in Hand mit drastischen Emissionsreduzierungen gehen." Wenn die Erderwärmung nicht auf zwei Grad Celsius begrenzt wird, so wird der Klimawandel desaströse Auswirkungen auf Wälder und die in ihnen lebenden Gemeinden haben. "Wie können wir Länder mit Regenwäldern fragen, ihre Emissionen zu reduzieren ohne das gleiche von Industriestaaten zu verlangen", fragt Zahner.

Am Anfang der Verhandlungen von Kopenhagen sei die Hoffnung auf ein faires, ambitioniertes Klima-Abkommen groß gewesen. "Nun spricht man nur noch von einem vernünftigen, balancierten Ergebnis. Dieser Erdrutsch der Erwartungen zeigt die wahre Geschichte - es fehlt der politische Wille für eine wirkliche Lösung", so Zahner.


Bild: Fotolia
Autor: Natur + Kosmos

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Klimaschutz":
Tag des Waldes – Regenwaldschutz durch Waldinvestments
Bonn, 19.03.2010: Am internationalen Tag des Waldes am 21. März gedenkt man bereits seit den 70er Jahre der globalen Waldvernichtung. Trotzdem ist dieser wichtige Umwelttag in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Dabei ist seine Botschaft – die weltweite Waldzerstörung zu stoppen – heute aktueller denn je: Jährlich werden weltweit 20 Millionen Hektar Regenwald vernichtet, eine Fläche fünf Mal so groß wie die Schweiz.
Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2009 um 8,4 Prozent gesunken
Berlin, 05.03.2010: Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 Prozent).
Earth Hour 2010: Weltweit gehen die Lichter aus
Berlin, 03.03.2010: Am Brandenburger Tor in Berlin gehen am 27. März genauso die Lichter aus wie im New Yorker Empire State Building und im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai. Die Verdunklungsaktion ist Teil der vom WWF ins Leben gerufenen Initiative „Earth Hour“.
Neue Klimaschutzkampagne in Köln
Köln, 18.02.2010: Obwohl seit mehr als 20 Jahren der Fachwelt bekannt ist, dass sehr wahrscheinlich ein Klimawandel bevorsteht, wurde diese Tatsache in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit wenig beachtet. Ein sofortiges Handeln ALLER ist dringend notwendig, um den Lebensraum der Menschheit zukunftsfähig zu gestalten!
Fleischfreier Wochentag soll das Klima retten
Gerlingen, 17.02.2010: Die belgische Stadt Gent hat es 2009 vorgemacht, Bremen ist seit 2010 dabei. Beide Städte haben einen vegetarischen Wochentag eingeführt – aus Klimaschutz-Gründen. Denn die Fleischproduktion trägt massiv zur Klimaerwärmung bei.
Nach Kopenhagen: Staaten melden wenig ambitionierte Klimaziele
Berlin, 27.01.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat kurz vor Ablauf der bei der Kopenhagener Weltklimakonferenz vereinbarten Meldefrist für nationale CO2-Reduktionsziele (31. Januar) von Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Engagement beim Klimaschutz gefordert. Einen Monat nach dem Kopenhagener Weltklimagipfel müsse endlich wieder Bewegung in die stockenden Verhandlungen zum globalen Klimaschutz kommen.
Heizung gluckert: Zeichen für Schwachstelle am Haus
Osnabrück, 27.01.2010: Die Heizung gluckert, sie strahlt nicht gleichmäßig Wärme ab oder die jährliche Nebenkostenabrechnung ist sehr hoch? Wer sich für den Klimaschutz einsetzen und dabei Energie einsparen möchte, der sollte jetzt seine Heizung näher unter die Lupe nehmen und bei Bedarf einen Fachmann einschalten. „Private Haushalte verbrauchen rund 80 Prozent ihrer Energie zum Heizen – das Einsparpotenzial ist riesig“, weiß Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Deutsche Umwelthilfe sucht die „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“
Radolfzell, 12.01.2010: Siegerkommune erhält eine 30 kW-Photovoltaikanlage – Sonderpreise für energieeffiziente Informationstechnik und Green IT – Schirmherr Mojib Latif ruft Kommunen zu mutigem Handeln auf – Bewerbungsschluss ist der 30. April 2010. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) zeichnet auch in diesem Jahr wieder Städte und Gemeinden für ihr besonderes Engagement im kommunalen Klimaschutz aus.
Regionale und saisonale Lebensmittel sind erste Wahl fürs Klima
Bonn, 06.01.2010: Der Genuss von Lebensmitteln ist für den Verbraucher im Wesentlichen CO2-neutral. Dies betont der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Denn landwirtschaftliche Kulturen hätten unter Nutzung von Sonnenenergie zuvor deutlich mehr CO2 gebunden, als durch die landwirtschaftliche Produktion insgesamt ausgestoßen würde. Verzichtsstrategien seien bei der Ernährung aus Klimaschutzgründen wenig Ziel führend.
Weiteres Solarkraftwerk geht mit Solarfortis in Mönchengladbach ans Netz
Mönchengladbach, 05.01.2010: Das in Mönchengladbach ansässige Unternehmen Solarfortis GmbH gibt heute die Betriebsbereitschaft einer Solaranlage (Photovoltaikanlage) mit einer Nennleistung von 450 kwp bekannt. Trotz widriger Witterungsverhältnisse konnten in nur 5 Wochen Bauzeit insgesamt 2250 Solarmodule pünktlich zum 29.12. auf dem Dach des Logistikzentrums der ABV 2. Beteiligungs- GmbH installiert werden.

Stand: 21. Dezember 2009
Erstellt: 21. Dezember 2009