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Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 16401

Deutscher Bauernverein heuchelt Umweltbewusstsein

Gerlingen, 05.12.2009: Der Widerspruch des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zu den Positionen des EU-Umweltrates lässt Fachleute den Kopf schütteln. In seiner gestrigen Pressemeldung reklamiert der DBV eine sichere Nahrungsmittelversorgung und eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft. Zudem bedauert der Verband den "weltweit dramatisch zunehmenden Flächenverbrauch".


Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. entlarvt diese Meldung jetzt als Fehlinformation. „Der DBV selbst ist aufgrund des Festhaltens an der konventionellen Tierproduktion an der weltweiten Lebensmittelkrise und den dramatischen klima- und umweltpolitischen Veränderungen mit verantwortlich“, wirft der promovierte Agrarwissenschafter und wissenschaftliche Berater von PETA Deutschland e. V., Dr. Edmund Haferbeck, dem seiner Ansicht nach erschreckend rückwärtsgewandten DBV vor. Längst sei erwiesen, dass die Flächenverbräuche hauptsächlich durch den immensen Futterbedarf der in den Industrieländern exzessiv betriebenen Tierproduktion verursacht werden, so PETA.

Sogenannte „Nutztiere“ verschwenden enorme Mengen von hochwertigen vegetabilen Nahrungsmitteln, welche unmittelbar zum Hungertod von Millionen von Menschen, vor allem Kindern, führe. Der DBV täusche die Verbraucher, in dem er mit dem blauen QS-Siegel die systemimmanente und den blauen Planeten zerstörende Tierquälerei in der konventionellen Tierproduktion schön färbe. „Wir müssen diesem einer Zivilgesellschaft unwürdigen System endlich den Rücken kehren!“, fordert Dr. Haferbeck abschließend.

Weitere Informationen sowie kostenlose „Veggie Starter Kits“ erhalten Sie auf www.goveggie.de.


Autor: PETA Deutschland e.V.

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Bauern, Tierschutz":
Bauernverband Rheinland-Pfalz Süd will mit der Bundeswehr Krieg gegen Wildschweine führenBauernverband Rheinland-Pfalz Süd will mit der Bundeswehr Krieg gegen Wildschweine führen
Hamburg, 01.09.2010: Die internationale Tierschutzschutzorganisation VIER PFOTEN weist Forderungen des rheinland-pfälzischen Bauernverbandes (Süd) nach einem Einsatz der Bundeswehr bei der Jagd auf Wildschweine als absurd zurück.
Japan: Jagd auf Delfine geht wieder losJapan: Jagd auf Delfine geht wieder los
München, 30.08.2010: Tierschützer befürchten das Schlimmste: Am Mittwoch, dem 1. September, startet vor der japanischen Küste wieder die Treibjagd auf Delfine und Kleinwale. Alljährlich werden dort bis zu 15.000 der kleinen Meeressäuger grausam abgeschlachtet.
Rehabilitations-Programm setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen die Ausrottung der Orang-UtansRehabilitations-Programm setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen die Ausrottung der Orang-Utans
Hamburg/Samboja Lestari, 26.08.2010: Im kommenden Winter wird die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN damit beginnen, verwaiste und ehemals misshandelte Orang-Utans in Ost-Kalimantan, dem indonesischen Teil der Tropeninsel Borneo, auszuwildern.
Stoppt das Massaker an Grindwalen auf den Färöer-InselnStoppt das Massaker an Grindwalen auf den Färöer-Inseln
Wädenswil, 03.08.2010: Mit erschütternden Bildern hat der Film „The Cove“ („Die Bucht“) die skrupellose Jagd auf Delphine und das blutige Massaker dokumentiert, das japanische Fischer alljährlich im Dorf Taiji veranstalten. Der Film wurde mit dem „Oscar“ für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Doch während die Welt empört und erschüttert nach Japan schaut, spielt sich im europäischen Nordatlantik – von der Öffentlichkeit weit gehend unbeachtet – eine Tragödie ab, die durchaus mit dem japanischen Blutbad vergleichbar ist.
TV-Tipp: BÄRENWALD Müritz bei Günther JauchTV-Tipp: BÄRENWALD Müritz bei Günther Jauch
Hamburg/Stuer, 22.06.2010: Seit drei Jahren lebt Bärin Maya mit ihren Söhnen Ben und Felix im BÄRENWALD Müritz, dem Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Fernsehteam hat die Bären begleitet – wie gut sich die Bären entwickelt haben, zeigt RTL am 23.06.2010 in der Sendung „Stern TV“ um 22.15 Uhr.
Stadttauben – Film über tierschutzgerechtes ManagementStadttauben – Film über tierschutzgerechtes Management
Aachen, 10.06.2010: Der Bundesverband Menschen für Tierrechte präsentiert jetzt einen Dokumentarfilm zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttauben. Das Taubenschlag-Konzept wird mittlerweile von über 50 Städten und Gemeinden umgesetzt.
25 Verbände fordern Absage der Bundesregierung an gefährlichen Walfangkompromiss25 Verbände fordern Absage der Bundesregierung an gefährlichen Walfangkompromiss
München, 14.05.2010: In einem Offenen Brief haben 25 Umwelt- und Tierschutzorganisationen Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, auf ein Ende des kommerziellen Walfangs zu drängen, statt gefährliche Kompromisse einzugehen. Deutschland hat einen Kompromiss zwischen Walfang- und Walschutzinteressen mit ausgehandelt, über den auf der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Juni abgestimmt werden soll.
„Germany’s Next Topmodel“ nimmt keine Rücksicht auf Tierschutz „Germany’s Next Topmodel“ nimmt keine Rücksicht auf Tierschutz
Hamburg, 14.05.2010: In der gestrigen Folge der aktuellen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ sind zum wiederholten Male Elefanten sowie ein Affe als Shooting-und Laufstegpartner genutzt wurden. VIER PFOTEN fordert ProSieben und die Produktionsfirma Tresor TV auf, endlich dem Tierschutz Rechnung zu tragen und in Zukunft auf den Einsatz von Wildtieren zu verzichten.
VIER PFOTEN rettet 19 Damhirsche vor dem Abschuss auf Robben IslandVIER PFOTEN rettet 19 Damhirsche vor dem Abschuss auf Robben Island
Hamburg, 26.04.2010: Auf der südafrikanischen Insel Robben Island, auf der Nelson Mandela jahrelang inhaftiert war, drohte den dort lebenden Damhirschen ein Ende durch Tötung. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat die Tiere übernommen und bietet ihnen ein Leben in Sicherheit im Wildtierrefugium LIONSROCK Park.
Tierversuchstag 2010Tierversuchstag 2010
Bad Orb, 22.04.2010: Am 24. April ist der "Internationale Tag des Versuchstiers". In Deutschland werden jährlich zwei Millionen Tiere für Tierversuche misshandelt und getötet, in Europa sind es zehn Millionen. Dies ruft vielfach Empörung hervor, die gerechtfertigt ist - jedoch nicht immer.

Stand: 5. Dezember 2009
Erstellt: 5. Dezember 2009