Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 16390

Raubbau von begrenzten Bodenschätzen im pazifischen Raum





Zellingen, 02.12.2009: Schon in der Kolonialzeit wurden die Bodenschätze der pazifischen Inseln, ohne Rücksicht geplündert. Oft waren die Erträge schon nach wenigen Jahren erschöpft und karge Mondlandschaften entstanden. Aus Kostengründen sind auch heute noch Renaturierungen selten. Gerne wird Raubbau mit Wohlstand für alle und vor allem für die Region begründet, doch allzu oft gehen nur wenige als Gewinner aber ein Großteil als Verlierer daraus hervor.

Immer wieder können sich wenige nach Kolonialherrenart die Taschen füllen und hinterlassen für Jahrzehnte einen Scherbenhaufen, der entweder gar nicht oder durch die Allgemeinheit saniert werden muß.
Ein abgebauter Rohstoff ist der versteinerte und phosphatreiche Vogelkot Guano. Langezeit war dieser ein wichtiger und begehrter Düngemittelzusatz. Entstehen konnte Guano nur durch große Vogelschwärme, die sich von Pazifikfischen ernährten. Die kalten Ströme des Pazifiks, sorgten für einen großen Fischreichtum und somit für die Nahrungsquelle der dort lebenden Vögel. Durch die stetige Erwärmung der Ozeane und dessen Überfischung, ist das Nahrungsangebot für Vögel, deutlich reduziert. Wodurch die Vogelvielfalt im Pazifikraum, Jahr für Jahr weniger wurde. Somit ist die natürliche Guanoproduktion fast gänzlich versiegt und es ist abzusehen, wann die letzte Schaufelfüllung auf das letzte Transportschiff geschaufelt wird.

Ein möglicher Rohstoff der Zukunft ist das auf dem Meeresboden liegende Methanhydrat. Um sich den Rohstoff zu erschießen, wird schon heute mehr Geld für Forschung und Schürfrechte aufgewendet, als für die Erforschung der Tiefsee an sich. Um das grüne Gewissen zu beruhigen, sollen Unternehmen neben der Abbaufläche Unterwassernaturschutzausgleichsflächen erwerben. Zurecht äußern Kritiker ihre Bedenken eine Unterwasserwelt nachhaltig zu zerstören, die noch nicht einmal ausreichend erforscht wurde. Auch Befürworter beklagen die derzeitige Informationsarmut über Meeresboden und Tiefsee. Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Kontinentalplatten und Vulkane die gerade im Pazifik hoch aktiv sind. Hier müssen sich Forscher und Energieunternehmen fragen lassen, in wieweit andere Methanquellen nicht einfacher und mit weniger Risiken genutzt werden können.

Landwirtschaftliche Nebenprodukte werden zunehmend in kleinen Kraftwerken, durch Vergärung zu Methangas. Ebenso findet man immer öfter, Faultürme an Kläranlagen. Des weiteren kann Methan an Kompostanlagen und bei der Mühlverarbeitung, entstehen und gewonnen werden. Methan kann wie Erdgas in den Haushalten zur Wärmegewinnung oder Vorort zu Strom verarbeitet werden.
Autor: Institut Wendepunkt
1787 Aufrufe
Stand: 4. Dezember 2009
Erstellt: 2. Dezember 2009

Weitere Meldungen zum Thema "Raubbau":

Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!

Webmaster: André Sepeur
© 1999 - by André Sepeur Medienberatung
plan-verde.de



Social Bookmarks
Newsletter bestellen
Seien Sie immer bestens informiert! Hier können Sie den Tagesrückblick bestellen >
Folgen Sie uns nach Facebook


Inserate
Top-News Umwelt und Natur
Europäischer Solarmarkt von der Förderung abhängigEuropäischer Solarmarkt von der Förderung abhängig
Europäischer Solarmarkt von der Förderung abhängig
Bad Homburg, 02.02.2012: 2012 wird das Jahr des Einschnitts in die Förderung der europäischen Photovoltaik werden. Das sehen viele Experten nicht nur auf Grund restriktiver Regierungsmaßnahmen in einigen europäischen Staaten so, sondern auch die Struktur der selbst verordnete Entwicklungspolitik der Solarförderung ist an einem Punkt angekommen, wo es neuer Impulse bedarf.
Weiterlesen
Fangverbot für Donau-StörFangverbot für Donau-Stör
Fangverbot für Donau-Stör
Berlin, 29.01.2012: Die bulgarischen Behörden haben ein vierjähriges Fangverbot für Stören in der Donau und dem Schwarzen Meer bekannt gegeben. Auch der Handel mit Kaviar von wildlebenden Stören ist nun für vier Jahre untersagt.
Weiterlesen
VIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor KopfgeldjägernVIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor Kopfgeldjägern
VIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor Kopfgeldjägern
Indonesien / Kalimantan / Borneo, 27.01.2012: Buchstäblich in letzter Minute konnte ein Team der international tätigen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN in Borneo eine Orang-Utan-Mutter und ihre Tochter vor dem sicheren Tod bewahren.
Weiterlesen
Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist „Libelle des Jahres 2012“ Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist „Libelle des Jahres 2012“
Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist „Libelle des Jahres 2012“
Berlin, 27.01.2012: Die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea), eine der größten und auffälligsten heimischen Libellen, wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (Libellenkundler) zur „Libelle des Jahres 2012“ gekürt.
Weiterlesen
Angriff auf Wale unter falscher FlaggeAngriff auf Wale unter falscher Flagge
Angriff auf Wale unter falscher Flagge
Hamburg / München: Forscher des Alfred Wegener Instituts für Polarforschung führen derzeit riskante Lärmexperimente in der Antarktis durch. Die Versuche werden von WDCS und WWF scharf kritisiert.
Weiterlesen
Nichts zu lachen für die DrachenNichts zu lachen für die Drachen
Nichts zu lachen für die Drachen
Berlin, 24.01.2012: Alle zwölf Jahre wiederholt sich im chinesischen Horoskop das Jahr des Drachen, das am 23. Januar beginnt. Während wir den Drachen in Europa als bedrohliche Feuer speiende Kreatur aus Märchen und Sagen kennen, ist er in China ein berühmter Glücksbringer, der für den Frühling und Zuversicht steht.
Weiterlesen
Südafrika verliert 448 NashörnerSüdafrika verliert 448 Nashörner
Südafrika verliert 448 Nashörner
Berlin, 13.01.2012: Die Wilderei-Krise in Afrika spitzt sich nach Ansicht der Umweltschutzorganisation WWF weiter zu.
Weiterlesen
5 Jahre nach Kyrill: Schäden im Wald noch immer deutlich sichtbar5 Jahre nach Kyrill: Schäden im Wald noch immer deutlich sichtbar
5 Jahre nach Kyrill: Schäden im Wald noch immer deutlich sichtbar
Düsseldorf, 13.01.2012: In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 fegte der Sturm Kyrill über Deutschland und sorgte vor allem in Nordrhein-Westfalen für Schäden in Milliardenhöhe.
Weiterlesen
Vögel nur im Winter füttern? VIER PFOTEN rät zur ganzjährigen FütterungVögel nur im Winter füttern? VIER PFOTEN rät zur ganzjährigen Fütterung
Vögel nur im Winter füttern? VIER PFOTEN rät zur ganzjährigen Fütterung
Hamburg, 12.01.2012: Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN weist darauf hin, dass das Füttern von Vögeln nicht nur bei frostigen Temperaturen und dauerhafter Schneedecke sinnvoll ist.
Weiterlesen
Containerwrack vor Neuseeland gesunken Containerwrack vor Neuseeland gesunken
Containerwrack vor Neuseeland gesunken
Hamburg, 10.01.2012: Erneut herrscht Öl-Alarm vor Neuseelands Küste: Das Wrack des Containerschiffs Rena ist in stürmischer See auseinandergebrochen, das Heckteil ist vom Astrolabe Riff abgerutscht und versinkt im Meer.
Weiterlesen
Inserate
Inserate
Jobbörse