Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 16367

Zurück aus dem Dschungel Afrikas





Frankfurt a. M., 27.11.2009: WWF-Expedition um die Jugendlichen Janine, Silke und Oliver ist aus Afrika heimgekehrt. Silke Hackmann (19): „Mein Herz rast beim Anblick des stattlichen Gorillas.“ Mitten im Herzen Afrikas liegt das bedrohte Dzanga-Sangha Regenwaldreservat - Heimat von Waldelefanten, Gorillas und Bongo-Antilopen.

Dieses einzigartige Naturwunder haben drei Jugendliche im Rahmen der ersten WWF Jugend-Expedition erleben dürfen. Janine Koch (25) aus Köln, Silke Hackmann (19) aus Nortrup und Oliver Baune (22) aus Bonn begleiteten WWF-Ranger auf ihrer Tour durch den Regenwald, lebten mehrere Tage in einem Dorf der BaAka-Pygmäen und trafen an der Seite von WWF-Forschern auf Waldelefanten und Flachlandgorillas.

Besonders die Begegnung mit den Menschenaffen hat die drei Jugendlichen beeindruckt. Dabei hatte die WWF-Expedition das Glück den beeindruckenden Silberrücken Makumba aus nächster Nähe zu beobachten. Das Alpha-Tier der Gorilla-Gruppe ließ sich von der Anwesenheit der Menschen nicht bei seinem Frühstück stören. „Erst in diesem Moment wurde mir bewusst, wie gewaltig sein Kiefer ist“, stellte Janine beeindruckt fest, als sie dem Gorilla-Männchen beim Verzehr von Früchten aus nur drei Meter Entfernung zuschaute. Auch Silke zeigte sich tief beeindruckt von dieser Begegnung: „Makumba drehte sich zu uns um. Mein Herz rast beim Anblick des stattlichen Gorillas. Ich schaute ihm direkt in sein Gesicht. Sein Blick ist so sanft. Unvorstellbar, dass Menschen ein ihnen so ähnliches Geschöpf umbringen können.“ Begleitet wurden die Jugendlichen von der langjährigen Leiterin der Forschungsstation in Dzanga-Sangha, der WWF-Gorillaexpertin Angélique Todd. „Ich wünsche mir, dass das Projekt für lange Zeit bestehen bleibt. Doch das kann nur geschehen, wenn wir regelmäßig neues Personal einstellen und schulen und die Anti-Wildererbrigaden weiter ausbauen“, sagte Todd, die in die WWF-Regenwaldbotschafter die Hoffnung setzt, dass sie ihren Altersgenossen in Deutschland die Bedrohung der Region und ihrer Bewohner bewusst machen. Frei nach dem Motto: Nur wer brennt, kann auch entzünden.

Auch die gemeinsame Zeit beim Stamm der BaAka, einem indigenen Pygmäenvolk, das im Dzanga-Sangha-Gebiet zuhause ist, hat einen tiefen Eindruck hinterlassen. „Alle BaAka würden in einem einzigen Fußballstadion Platz finden. Ihre Existenz ist sensibel. Sollte sich der Wald ändern, keinen Lebensraum mehr bieten oder von Wilderern ausgeräumt werden, verlieren sie ihre Lebensgrundlage“, warnt Oliver Baune. Und so sollen die Spenden, die Janine, Silke und Oliver jetzt für konkrete Projekte in Dzanga-Sangha sammeln wollen, neben dem Schutz der Gorillas und Elefanten auch den BaAka-Pygmäen zugute kommen – etwa für eine bessere Gesundheitsversorgung, Sicherung ihrer traditionellen Rechte oder der nachhaltigen Imkerei-Ausbildung.
Autor: WWF Deutschland
1303 Aufrufe
Stand: 27. November 2009
Erstellt: 27. November 2009

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