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Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 16351

Sind Weihnachtssterne giftig?

München, 24.11.2009: Nun schmücken sie wieder das Heim, in leuchtenden Rottönen, manchmal auch in zartem Weiß: die Weihnachtssterne. Weil der Saft der wolfsmilchhaltigen Gewächse Diterpene enthält, die die Haut stark reizen und allergische Reaktionen hervorrufen können, gelten wildblühende Weihnachtssterne als giftig.


Tatsächlich kann der Verzehr ihrer Blätter zu einer Vergiftung führen, die mit Übelkeit und Brechreiz einhergeht und zu Schläfrigkeit und Benommenheit führen kann. Die gezüchteten heimischen Pflanzen sind dagegen weitgehend ungefährlich. Zwar sollten Zierpflanzen grundsätzlich nicht verzehrt werden, von einer ernstzunehmendenm Gefahr kann man jedoch nicht sprechen.

In einer Analyse von 22793 in den USA registrierten Fällen, in denen ein Vergiftungsverdacht durch diese Pflanze vorlag, ist laut den Kinderärzten Professor Aaron E. Carroll und Professor Rachel C. Vreeman der Universität von Indianapolis niemand gestorben, selbst medizinische Hilfe war kaum nötig.

Dementsprechend stuft die Informationszentrale gegen Vergiftungen an der Universität Bonn den Weihnachtsstern als gering giftig ein, weil Übelkeit auftreten kann. Hat ein Kind Teile eines Weihnachtssterns oder einer anderen Zierpflanze gegessen, sollte es viel trinken. Wurden größere Mengen verschluckt, helfen Kohletabletten. Im Zweifelsfall schadet es nicht einen Arzt aufzusuchen.

Autor: Natur + Kosmos

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Stand: 24. November 2009
Erstellt: 24. November 2009