Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 16311

Geht heute die Welt unter?





München, 12.11.2009: Heute startet in den Kinos der Weltuntergangsfilm "2012" von Roland Emmerich. Experten beruhigen: An dem Szenario ist nichts dran. Am 21. Dezember 2012 ist es soweit, die Maya haben es schon zu ihrer Zeit gewusst: An diesem Tag wird die Welt untergehen. Nicht nur weil die Sonne durch verstärkte Eruptionen und daraus resultierende Neutronenstrahlung den Erdkern aufheizt und sich dadurch die Erdkruste, auf der unsere Zivilisation basiert, auflöst.


Sondern auch weil der durchs All vagabundierende Kleinplanet Nibiru auf die Erde stürzt. Der deutsche Hollywood-Regisseur Roland Emmerich ("Independence Day", "Godzilla", "The Day after Tomorrow") setzt das Ende unseres Planeten in dem Film "2012" gewohnt bildgewaltig in Szene: Verheerende Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis legen alles, was die Menschheit je aufgebaut hat, in Schutt und Asche.

Weil die US-Regierung aber schon drei Jahre zuvor von Wissenschaftlern erste Anzeichen der Apokalypse gesteckt bekommen hatte, startete sie ein geheimes Arche-Projekt, so dass nun für eine kleine Elite Rettungs-Schiffe zur Verfügung stehen. Und diese will natürlich jetzt jeder versuchen zu erreichen.

Schon bevor der Film am Donnerstag, dem 12. November, in den Kinos überhaupt anläuft, bombardieren erschrockene Zeitgenossen Experten mit der Frage: Könnte an der Prophezeiung der Mayas etwas dran sein?

Die US-Raumfahrtagentur NASA hat dazu nun eine eigene Internetseite mit den wichtigsten Fragen und Antworten online geschaltet. Und sie kann beruhigen: In Wahrheit haben die Maya diese Prophezeiung so nie niedergeschrieben. 2012 endet einfach nur eine Art Zeitalter im Maya-Kalender, so wie unser Jahreskalender am 31.12. endet. Doch wie bei uns mit dem 1.01. geht auch der Maya-Kalender danach mit einer neuen Periode weiter.

Außerdem sind verstärkte Aktivitäten der Sonne etwas völlig normales. Sie kommen im Schnitt alle 11 Jahre vor und haben in der Vergangenheit nie zu einer ernsthaften Gefährdung des Lebens auf Erden geführt. Es kann allenfalls zu etwas heftigeren Sonnenstürmen kommen - elektrisch geleadenen Partikeln, die schonmal den ein oder anderen Satelliten durchschmoren lassen oder in Extremfällen sogar elekrtische Leitungen auf der Erde. Aber dieses Problem bekommen Techniker immer besser in den Griff, indem sie Leitungen und Satelliten entsprechend abschirmen. Eine Überhitzung des Erdkerns ist jedoch vollkommener Unsinn.

Auch ein Kleinplanet, der die Erde treffen könnte, ist weit und breit nicht in Sicht. Dabei wird das All seit Jahren nach eventuell gefährlich nahe kommenden Asteroiden durchleuchtet. Experten sind sich sicher: Einen großen Vagabunden wie Nibiru hätten sie sicherlich schon vor mindestens zehn Jahren entdeckt. Für den Fall, dass in fernerer Zukunft aber doch einmal ein größerer Asteroid auf Kollisionskurs gerät, arbeitet man inzwischen an Methoden, wie ein solches Geschoss entschärft werden könnte - etwa, indem man es bombardiert oder durch konzentrierte Lichtstrahlen ablenkt.

"Unterm Strich gibt es keinerlei glaubwürdigen Hinweise, dass im Dezember 2012 irgendetwas ungewöhnliches passiert", schreibt die NASA. Also: Einfach ins Kino gehen, Popcorn mümmeln und ohne Panik wieder nach Hause gehen. Auch den 22. Dezember 2012 werden wir erleben.

Bild: Sony Pictures
Autor: Natur + Kosmos
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Stand: 12. November 2009
Erstellt: 12. November 2009

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