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Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 16225

Das schwierige Erbe der DDR - Die Umweltzerstörung geht weiter

Frankfurt a. M., 27.10.2009: Vor 20 Jahren ist die Mauer gefallen. ÖKO-TEST zieht nun in dem neuen Sonderheft ÖKO-TEST Spezial Umwelt & Energie Bilanz. Denn die Bundesrepublik Deutschland hat 1989 ein schwieriges Erbe angetreten. Die DDR war in Europa das Land mit dem höchsten Ausstoß an Schwefeldioxid und Staub. Die Flüsse und Seen galten als sehr stark bis übermäßig verschmutzt.

Auf Deponien lagerte Giftmüll ohne Bodenschutz. Und das Erzgebirge und die Lausitz waren durch die Suche nach Uran und Braunkohle zerschunden. Mittlerweile konnten jedoch viele Umweltsünden behoben werden, so das Resümee von ÖKO-TEST. Allerdings sind einige Probleme immer noch vorhanden. Zudem müssen Umweltschützer heute gegen neue geplante Zerstörungen an der Natur ankämpfen.

Beispiele gibt es viele, darunter Wismut: Im Erzgebirge entstand durch den Abbau von Uran und Braunkohle hochgiftiger Schlamm, der zu DDR-Zeiten einfach in große Teiche gekippt wurde. Nach der Wende wurden diese Teiche zwar trockengelegt, aber nicht umgebettet. Das Grundwasser bleibt damit verunreinigt. Auch von den Böden der unsanierten alten Halden, Gruben oder Werksgelände geht immer noch eine Strahlenbelastung aus, die die gesetzlichen Grenzwerte überschreitet. Dennoch planen die Städte nun, die Flächen wieder zu nutzen.

Ein weiteres Beispiel sind Elbe und Saale. Die Flüsse gelten mittlerweile als gering belastet. Sogar viele Fischarten sind zurückgekehrt. Doch nun sollen sie mit viel Beton zu Bundeswasserstraßen ausgebaut werden. Damit wird eines der letzten lebenden Flusssysteme Europas zerstört.

Und auch die Deponie Schönberg ist nach wie vor im Fokus der Umweltschützer. Zu DDR-Zeiten wurde hier aus der BRD importierter Giftmüll gelagert; eine Abdichtung des Kippenuntergrunds und die Erfassung von Sickerwasser und Abgasen erfolgte nur selten. Die Halde ist heute noch in Betrieb, obwohl von vielen bezweifelt wird, dass sich das Gelände für den Deponiebetrieb überhaupt eignet. Der Abfall stammt aus ganz Europa. Eine Bürgerinitiative fordert die Schließung und Sanierung der Deponie.

Das ÖKO-TEST SPEZIAL Umwelt & Energie gibt es ab dem
26. Oktober 2009 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 5,00 Euro.

Autor: ÖKO-TEST Verlag

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Krefeld, 26.09.2003: Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR in Sachsen und Thüringen wurde bis zur deutschen Wiedervereinigung Uranerzbergbau betrieben. Nach Stillegung der Anlagen wurde die WISMUT GmbH mit der Sanierung der meisten dieser Produktions- und Abbaubetriebe beauftragt. Für diese Sanierungsmaßnahmen stellt der Bund insgesamt 6,2 Mrd. Euro zur Verfügung. Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch hat sich erst kürzlich über den Fortschritt dieser Arbeiten vor Ort informiert.
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Osnabrück, 24.02.2003: In Ostdeutschland befinden sich 1,5 Millionen Wohnungen in sogenannten Plattenbauten. Diese in der DDR bevorzugte Bauart findet heute nur noch wenig Nachfrage: 30 Prozent der Wohnungen stehen leer. "Es kann davon ausgegangen werden, dass mehr als 600.000 dieser Wohneinheiten in den nächsten 15 Jahren vom Markt genommen werden müssen", erläuterte Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU.
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Stand: 27. Oktober 2009
Erstellt: 27. Oktober 2009