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Die EU-Umweltminister haben sich auf das Ziel geeinigt, den Verlust der Biologischen Vielfalt und die Zerstörung von Ökosystemen zu stoppen.


Jagd, Elfenbeinschmuggel, Fischerei und Heimtierhandel bestimmen die Themen der vom 13.03. bis 25.03 stattfindenden Konferenz CITES.


Weltweit sind Mäuse die am häufigsten verwendete Tierart in Forschungslaboren, mit steigender Tendenz.



Obwohl die Zerstörung und Degradierung der Wälder im Nordosten Chinas kontinuierlich voranschreitet, gibt es dort immer noch weitläufige Waldgebiete.


Bewegung für lebendige Flüsse



Im Tierreich können sich viele Weibchen glücklich schätzen, zwei X-Chromosomen zu besitzen.




Haben Sie genug von der eisigen Kälte? Dann ist es Zeit, an die Sommerferien zu denken.



Gestern zeichnete die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ den Film DIE BUCHT als „Besten Dokumentarfilm“ aus.


Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 16201

Elfenbeinstreit spitzt sich zu

München, 19.10.2009: Weitere afrikanische Länder wollen Elefantenschutz lockern - obwohl die Wilderei eskaliert. Tansania und Sambia haben beim Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA, englisch CITES) Anträge eingereicht, den strengen Schutz ihrer Elefantenbestände aufzuheben. Auch von Mosambik wird ein entsprechender Antrag erwartet. „Dabei sind gerade diese Länder Zentren der Wilderei und des Schmuggels“, berichtet Daniela Freyer von Pro Wildlife.

„Die Hälfte der mehr als 23 Tonnen Elfenbein, die seit Jahresbeginn beschlagnahmt wurden, kamen aus Tansania.“ Pro Wildlife fordert die WA-Staaten auf, weitere Lockerungen des Elefantenschutzes abzulehnen. Sieben afrikanische Länder beantragten beim WA, ein striktes Handelsverbot zu erlassen. Sie wollen damit den höchsten Schutz für Elefanten wiederherstellen, so wie er ursprünglich vor genau 20 Jahren beschlossen wurde. Über die Anträge entscheidet die WA-Konferenz auf ihrer nächsten Tagung im März 2010 in Katar.



Elfenbeinaufgriffe dokumentieren massive Elefantenwilderei

Seit Anfang des Jahres wurden weltweit mindestens 23,6 Tonnen illegales Elfenbein meist auf dem Weg von Afrika nach Fernost beschlagnahmt. Knapp 11,6 Tonnen davon kamen aus Tansania. Aktuelle DNA-Analysen belegen, dass auch Sambia und Mosambik Zentren der Elefantenwilderei sind. „Ausgerechnet diese Länder, in denen mafiös organisierte Wildererbanden Elefanten sogar in Schutzgebieten systematisch abschlachten, wollen nun den strengen Schutz ihrer Elefantenbestände aufheben lassen“, warnt die Pro Wildlife-Sprecherin.



Vor 20 Jahren erlassenes Handelsverbot immer mehr gelockert

Vor genau 20 Jahren, am 17.Oktober 1989, verabschiedeten die WA-Staaten ein absolutes Handelsverbot für Elfenbein, um dem Elefantenschlachten ein Ende zu setzen. Doch dieser Meilenstein des Artenschutzes wurde seit 1997 Schritt für Schritt wieder aufgeweicht: 1997 hob das WA den höchsten Schutzstatus für die Elefanten in Botswana, Simbabwe und Namibia wieder auf. 1999 konnten die drei Länder knapp 50 Tonnen Elfenbein nach Japan verkaufen. Letztes Jahr durften sie, gemeinsam mit Südafrika, 108 Tonnen Elfenbein ganz offiziell nach Japan und China, Hauptabsatzmärkten für geschmuggeltes Elfenbein, exportieren. Nun wittern andere afrikanische Länder das große Geschäft mit dem „weißen Gold“ – allen voran Sambia, Tansania und Mosambik. „Es ist verantwortungslos, über eine weitere Lockerung des Elfenbeinschutzes zu diskutieren, während in Afrika jedes Jahr zehntausende Elefanten gewildert werden“, sagt Freyer.



Wilderei massiver denn je

Derzeit werden vermutlich weit über 30.000 Elefanten jährlich ihrer Stoßzähne wegen gewildert. „Wenn die massive Wilderei nicht gestoppt wird, ist das Schicksal der Elefanten in einigen Ländern besiegelt. Bereits jetzt leben vermutlich nur noch 470.000 Afrikanische Elefanten, 1981 waren es noch fast dreimal so viele“, warnt die Biologin Freyer. „Die Schwarzmarktpreise für Elfenbein in Südostasien sind binnen fünf Jahren von 200 US-Dollar auf 1.500 US-Dollar explodiert – damit hat der illegale Elfenbeinhandel in Afrika sogar den Drogenhandel überholt.“ Pro Wildlife unterstützt Razzien gegen Elfenbeinschmuggler in Afrika. In Kamerun konnten Ende September 1.250 Kilogramm Elfenbein beschlagnahmt werden, in der Zentralafrikanischen Republik wurden erstmals seit 20 Jahren Elfenbeinhändler festgenommen. „Wir kämpfen gegen Windmühlen, wenn der legale Elfenbeinhandel nicht endlich gestoppt wird. Denn legaler Verkauf und Schmuggel gehen Hand in Hand“, so Freyer.



Elfenbeinkompromiss gescheitert

Als Zugeständnis an die Mehrheit der afrikanischen Staaten, die den Elfenbeinhandel vehement ablehnen, verabschiedete die letzte WA-Konferenz im Juni 2007 ein neunjähriges Handelsverbot, das nach dem Abverkauf der Lagerbestände im Herbst 2008 in Kraft treten sollte. Deutschland hatte hierbei eine Schlüsselrolle gespielt und als damaliger EU-Ratspräsident einen Kompromiss ausgehandelt. Bei genauerem Hinsehen erweist sich dieser jedoch als Farce: Denn das Moratorium gilt nur für die vier Länder, die ihre Lagerbestände bereits leer räumen durften. Andere Länder können dagegen den Elefantenschutz weiter torpedieren. Um dies zu stoppen, fordert eine Koalition aus sieben afrikanischen Staaten (Kenia, Ghana, Liberia, Mali, Sierra Leone, Togo und Republik Kongo) ein lückenloses Elfenbeinhandelsverbot für 20 Jahre. Pro Wildlife appelliert an die Bundesregierung und andere WA-Mitgliedsstaaten, dies zu unterstützen. „Der Elfenbeinhandel muss wieder weltweit geächtet werden, um die Elefantenwilderei zu beenden“, so Freyer.
Autor: Prowildlife

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Elfenbein, Elefanten":
Gewilderte Elefanten, leere Meere
München, 22.02.2010: Artenschutzkonferenz entscheidet über Schutz von Thunfisch, Haien, Elefanten und Eisbären. Ein regelrechtes Tauziehen um kommerziell genutzte marine Arten erwarten Artenschützer auf der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens vom 13.-25. März in Katar.
Zurück aus dem Dschungel Afrikas
Frankfurt a. M., 27.11.2009: WWF-Expedition um die Jugendlichen Janine, Silke und Oliver ist aus Afrika heimgekehrt. Silke Hackmann (19): „Mein Herz rast beim Anblick des stattlichen Gorillas.“ Mitten im Herzen Afrikas liegt das bedrohte Dzanga-Sangha Regenwaldreservat - Heimat von Waldelefanten, Gorillas und Bongo-Antilopen.
Umweltjournal-TV-Tipp: Reise in die Freiheit
Hamburg, 22.11.2009: Elefantenkuh Mary und ihre Herde sind am Ziel: VIER PFOTEN brachte die neun Elefanten aus Simbabwe in den Hwange Nationalpark im Süden des Landes. Die Tiere waren illegal in der Wildnis gefangen und als Touristenattraktion dressiert worden. In den letzten Wochen hatte ein VIER PFOTEN Team die schwer traumatisierten Elefanten versorgt – mit dem Ziel, die Herde wieder auszuwildern. Am 2. November war es soweit: Die Reise in die Freiheit konnte beginnen.
Dorf der Elefanten
Frankfurt a. M.: Jugendexpedition im „Dorf der Elefanten“ angekommen. Das WWF-Expeditionsteam um die Jugendlichen Oliver Baune (22) aus Bonn, Silke Hackmann (18) aus Nortrup und Janine Koch (24) aus Köln ist inzwischen an der Dzanga Bai angekommen und hat dort aus nächster Nähe wildlebende Waldelefanten beobachten können.
Elfenbeinstreit spitzt sich zu
München, 19.10.2009: Weitere afrikanische Länder wollen Elefantenschutz lockern - obwohl die Wilderei eskaliert. Tansania und Sambia haben beim Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA, englisch CITES) Anträge eingereicht, den strengen Schutz ihrer Elefantenbestände aufzuheben. Auch von Mosambik wird ein entsprechender Antrag erwartet. „Dabei sind gerade diese Länder Zentren der Wilderei und des Schmuggels“, berichtet Daniela Freyer von Pro Wildlife.
Dramatischer Anstieg der Wilderei in Thailand
Frankfurt, 17.07.2009: Nachdem die Zahl der illegal abgeschossenen Elefanten und Nashörner längere Zeit konstant oder gar rückläufig war, kam es innerhalb weniger Jahre zu einem dramatischen Anstieg der Wilderei. Nach einem aktuellen Bericht des WWF und des Artenschutzprogramms TRAFFIC werden allein in Südafrika und Simbabwe monatlich zwölf Nashörner illegal abgeschossen. Zum Vergleich:
Nackter Mann als Elefant
Gerlingen, 07.06.2009: Schauspieler und Musiker Mars Saibert, bekannt als "Mars" -Hauptdarsteller der RTL Soap "Unter uns" - macht sich mit einem spektakulären Elefanten-Bodypainting für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus stark. Mit diesem Engagement schließt sich Mars über dreißig Prominenten wie Rockmusiker Udo Lindenberg, ...
Tag des Artenschutzes: Pro Wildlife warnt vor dem Abschuss von Elefanten
München, 03.03.2009: Elefanten sind die Wildtiere, deren Schutz am kontro­versesten diskutiert wird: Als „Plattmacher“ sind sie in Verruf geraten, Südaf­rika plant den Abschuss ganzer Elefantenherden. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife nimmt den Tag des Artenschutzes am 3. März zum Anlass, mit gängigen Vorurteilen gegenüber den grauen Riesen aufzuräumen.
Elefanten sterben aus
Frankfurt, 17.02.2009: Die wenigen überlebenden Elefanten in Indochina kommen durch die steigenden Preise für Elfenbein in Vietnam immer mehr unter Druck. Das hat eine neue Studie des WWF und des Netzwerks zur Beobachtung des Wildartenhandels TRAFFIC ergeben. Auf dem vietnamesischen Schwarzmarkt werden, dem heute veröffentlichten Report zufolge, für ein Kilogramm Elfenbein ...
Geburt eines Elefantenbabys
Berlin, 20.12.2008: Am 13. Dezember ist im Berliner Tierpark ein Elefantenbaby geboren worden. Niemand wusste, seit wann genau die asiatische Elefantenkuh Kewa trächtig war. Trotzdem konnten Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) den Geburtstermin sehr genau vorhersagen - so waren die Tierpfleger auf die Geburt vorbereitet.

Stand: 19. Oktober 2009
Erstellt: 19. Oktober 2009