Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 16098

Sinnlose Morde in Island





München, 23.09.2009: Am vergangenen Freitag, dem 18.9., endete in Bonn die Tagung der (meisten) Anrainerstaaten der Nord- und Ostsee. Durch die Annahme zweier Aktionspläne bleibt zumindest für eine der kleinsten Walarten – den Schweinswal – ein kleiner Hoffnungsschimmer auf eine Verbesserung seiner Situation.


Zudem verständigten sich die Regierungen auf eine sorgfältigere Vorgangsweise bei der Errichtung von Windkraftparks in der Region, da sie zu einer immensen Lärmbelastung für Meeressäuger werden. Allerdings lehnten vor allem die nordischen Staaten (wenig überraschend allen voran Dänemark) die Ausweitung des Schutzabkommens auf Großwale ab.

Größtes Wal-Gemetzel in Island seit 20 Jahren!

Die isländische Walfangsaison endet meist Ende August, doch dieses Jahr sind isländische Walfänger auch jetzt noch auf See. Insgesamt wurden bislang mindestens 110 stark gefährdete Finnwale und 100 Zwergwale getötet. Das ergibt mehr als 2,5 Millionen kg an Walprodukten. Die Finnwale wurden ausschließlich für den Export nach Japan – wo der Walfleischkonsum weiterhin sinkt – getötet.

Wir hatten wie viele Staaten gehofft, dass der Regierungswechsel im Frühjahr 2009 eine Wende im isländischen Walfang bringen würde. Aber die bislang höchste Anzahl getöteter Wale in isländischen Gewässern hat uns das Gegenteil bewiesen!

Bitte reagieren Sie jetzt! Ihr Protest gegen den isländischen Walfang ist eine wichtige Stimme für den Walschutz.

Wir halten Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Ihr

Nicolas Entrup
WDCS
Geschäftsführer
Autor: WDCS, Whale and Dolphin Conservation Society gGmbH
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Stand: 23. September 2009
Erstellt: 23. September 2009

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