Umwelt und Natur
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Artikel Nr.: 16049
Berlin, 08.09.2009: In den letzten Jahren ziehen Tierdokumentationen erfolgreich viele Kinozuschauer in den Bann. Regisseur Daniele Grieco erzählt in The Last Giants von der Schönheit der Unterwasserwelt in der Meerenge von Gibraltar. Dabei zeigt er auch die für die Meeressäuger tödlichen Gefahren - ausgelöst durch extrem hohen Schiffsverkehr, Überfischung und Verschmutzung.
The Last Giants - Wenn das Meer stirbt
Dokumentarfilm - D, 2009, Farbe, 90 min., FSK: 6
Tierfilm, Umweltfilm
Regie Daniele Grieco
Produzent Stella Maris Film Produktion
Drehbuch Daniele Grieco Kamera Herwarth Voigtmann, Michael Weyhers, Gerd Hägele, Kathleen Herbst, Francisco Gil Vera Musik Stefan Mohr / Mohrmusic
Standfotograf Herwarth Voigtmann, Bernd Nies
Plakatkunst Angela Henkel
Sprecher
Ernst-August Schepmann
Synopsis
Die andalusische und die marokkanische Küste sind als Urlaubsparadies beliebt. Dennoch war bis vor wenigen Jahren weder der Wissenschaft noch der Öffentlichkeit bekannt, welch ein Naturparadies die Meerenge von Gibraltar, eine schmale Wasserstraße zwischen den Kontinenten Der Name Europa wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa und Afrika, darstellt: Hier leben mehr Walarten auf engstem Raum als irgendwo sonst auf der Erde. Doch die Meerenge ist auch ein Nadelöhr des globalisierten Warenflusses mit einer weltweit einmaligen Dichte an Der S. ist v.a. bedeutsam für den Gütertransport. Der Personenverkehr mit Schiffen spielt mengenmäßig kaum eine Rolle.Schiffsverkehr: Täglich durchqueren über 300 riesige Containerschiffe die Meerenge mit hohem Tempo. Wo sich moderne Transportrouten und uralte Wanderwege von Tieren treffen, kommt es zum Showdown zwischen den Riesen der Meere und die Wale sind die Verlierer. In diesem wichtigen Futtergebiet werden sie immer wieder gerammt, geraten in die Schiffsschrauben, werden durch Abwässer vergiftet oder stranden desorientiert durch Unterwasserlärm.
Gibraltar zeigt wie unter einem Vergrößerungsglas, was heute weltweit mit Walen passiert. Während die Öffentlichkeit glaubt, dass Wale - im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten heute geschützt sind - sterben sie in Größenordnungen, die bisher undenkbar waren.
Die Wale haben mit knapper Not die Epoche der internationalen Walfänge überlebt, nun werden sie durch Schleppnetze, Umweltvergiftung und andere Faktoren in Mengen getötet, die Walfänger kaum vermocht hätten. Zudem verläuft in der Meerenge eine der am härtesten umkämpften Fronlinien der Nahrungskonkurrenz zwischen Wal und Mensch, die erstaunliche Ausmaße erreicht.
Vor über einem Jahrzehnt war es die Schweizerin Katharina Heyer, die zufällig entdeckte, dass es in dem Fadenkreuz zwischen Das M. mit einer Fläche von rund 3 Mio km2 wird von Südeuropa, Vorderasien und Nordafrika fast vollständig umschlossen. Mittelmeer und Atlantik Wale gibt und dass diese durch das enge Zusammenleben Verhaltensweisen zeigen, die auf der Welt einmalig sind. Im Zuge ihrer Recherchen sammelte sie erstaunliche Fakten und Erkenntnisse über die Weltmeere und ihre Bewohner. Um diese zu schützen, änderte die Modedesignerin ihr Leben und zog in die Region.
Ihrem Engagement stehen die Interessen des globalen Handels gegenüber, bestimmt durch milliardenschwere Waren, die täglich durch die Wasserstraße transportiert werden. Ein Kampf von David gegen Goliath. Dennoch hat sich Katharina Heyer ein großes Ziel gesetzt, um den Tieren zu helfen. "The Last Giants dokumentiert in faszinierenden Bil-dern ihren unermüdlichen Kampf für ein Hospital ein Hospital für gestrandete Wale und Meerestiere.
"Ein bewegender Film, der mit beängstigenden Fakten und packenden Bildern vor allem eins ist: eine Mahnung." (Spiegel Online/TV)
"eine dicht gepackte, facettenreiche Doku... hautnahe Begegnungen mit den Tieren bilden traumhafte Sequenzen..." "Wer kein Herz aus Stein hat, dem geht das nahe." (kino.de)
"Der Film macht fassungslos und wütend genau so muss eine eindringliche Warnung aussehen, ein engagierter Appell um Mithilfe."
(Blickpunkt:Film)
"eine packende und lehrreiche Dokumentation.
keine sachlich nüchterne Dokumentation. Sie ergreift Partei für Katharina Heyer und ihr Anliegen, die Meeressäuger zu retten." (filmreporter.de)