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Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 14692

Damit der Öko-Lifestyle noch populärer wird - Marktforscher beraten die Umweltbildung



Berlin, 23.09.2008: Lange Zeit galten Umwelt- und Naturschützer als die Bremser der Konsumgesellschaft. Dass sich das allmählich ändert und die Umweltbildung den Konsum inzwischen fördern möchte, ist nach Auffassung des Unternehmensberaters Richard Häusler von der stratum GmbH in Berlin eine positive Entwicklung.




Beauftragt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt qualifizieren Häusler und sein Team Ökozentren, Naturparke, Schullandheime und Biosphärenregionen, sich künftig nicht als Konsumkritiker, sondern Konsumförderer zu betätigen. Natürlich geht es dabei nicht um den Konsum der „Geiz-ist-geil“-Gesellschaft, sondern um ökologisch und sozialethisch vertretbares Verbraucherverhalten.

Öko-Zielgruppen breiten sich aus

Marktforscher bestätigen inzwischen, dass die Zielgruppen, die für einen solchen „nachhaltigen“ Konsum aufgeschlossen sind, größer werden. Die Experten von Sinus Sociovision in Heidelberg stellen fest, dass heute fast alle Milieus der deutschen Gesellschaft ökologische Einstellungen zeigen. Ausnahmen stellen nur sehr traditionsorientierte, konsummaterialistische und hedonistische Lebenswelten dar. Das ökologisch ansprechbare Milieuspektrum reicht von der konservativen Ecke der Gesellschaft über die bürgerliche Mitte und die Karrieremilieus bis hin zu den kreativ-individualistischen Zielgruppen. Auf dieses breite Spektrum wollen sich jetzt auch die ökopädagogischen Einrichtungen einstellen. „Sie sollten sich nicht mehr nur auf den harten Kern der Ökobewegten konzentrieren, sondern eine sehr viel breitere Zielgruppenansprache zeigen“, rät die stratum GmbH. Konkrete Anleitungen dazu will man auf einer Tagung bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt am 6. November in Osnabrück geben. (Info und Anmeldung unter www.stratum-consult.de.)

Mehr Marktorientierung

Unter dem Titel „Die Marke ‚Nachhaltigkeit’“ werden auf der Tagung Ergebnisse einer aktuellen Marktforschung zur Diskussion gestellt. Die Hamburger Agentur &EQUITY liefert neue Daten darüber, wie die neuen Öko-Milieus „ticken“ und mit welchen sachlichen und emotionalen Botschaften man sie erreichen kann. Profis aus der Werbung und der umweltpsychologischen Forschung bewerten die Ergebnisse und machen Vorschläge für die praktische Umsetzung im Marketing. Zu den Akteuren, die aus dieser Expertise unmittelbaren Nutzen ziehen wollen, gehört beispielsweise der Naturpark Nordeifel. Der Naturpark steht vor der Aufgabe, der Großstadtbevölkerung des Köln-Bonner Raumes den Reiz und den nachhaltigen Nutzen naturnaher Freizeitangebote zu vermitteln. Das Ökologische Schullandheim im saarländischen Gersheim möchte zusammen mit der Biosphärenregion Bliesgau im Rahmen des Projekts zum Zentrum nachhaltiger Familienbildung werden. Und die Protagonisten einer Handelsmarke für sozialökologische produzierte Schnittblumen suchen nach besserer Präsenz im Massenmarkt.

Auch wenn der Trend zum ethischen Konsum zunimmt, wird er den Öko-Anbietern die Kunden nicht automatisch ins Haus schleusen. Das ist der Grund, warum die Deutsche Bundesstiftung Umwelt die Initiative unterstützt. Die Stiftung sähe es gerne, wenn die Umwelt- und Naturschutzeinrichtungen in Deutschland sich marktorientierter verhielten und ihre Chance nutzen würden, den nachhaltigen Konsum noch breiter in der Gesellschaft zu verankern. „Grüne“ Organisationen, die sich dem Projekt noch anschließen wollen, um ihr eigenes Marketing zu verbessern, können sich direkt an die stratum GmbH wenden (Fon 030-22325270).


Bild: © Clarissa Schwarz, PIXELIO

Autor: stratum® GmbH Unternehmensentwicklung zur Zukunftssicherung

Weiterführende Informationen:


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Stand: 23. September 2008
Erstellt: 23. September 2008