Rückblicke
Webvideothek
Veganes Grillen
Rechtzeitig zu Beginn der Grill-Saison liefert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. praktische Tipps zum Grillen ohne Fleisch. Denn für die meisten Menschen ist das Essen unter freiem Himmel der gesellige Höhepunkt des Wochenendes.
Video >>
Zucker runter, Nestlé!
Die Verbraucherorganisation foodwatch schlägt Bundespräsident Joachim Gauck vor, Nestlé-Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge mit dem Bundesverdienstkreuz auszuzeichnen.
Video >>
LIVINGEQUIA
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) öffnet heute den deutschen Teilnehmern des Solar Decathlon Europe (SDE) seine Türen.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News Umwelt und Natur
Wald und Wildnis – Perspektiven einer nachhaltigen Waldentwicklung

Berliner Bürgerinnen und Bürger haben entschieden: Natur und Weite haben Vorrang

Welt-Schildkrötentag am 23. Mai: WWF fordert mehr Schutz für die Panzertiere

Klein aber oho! Wertvolle Beiträge zum Schutz der biologischen Vielfalt

Weltklimarat: Folgen der Erderwärmung bereits heute sichtbar

Von Thailand bis Tahiti: Neue Rekorde bei globaler Klimaschutzaktion Earth Hour

Wildkatze erobert sich in NRW immer mehr Lebensräume zurück

Schweinswale und Seevögel: Opfer verheerender grüner Umweltpolitik in Schleswig-Holstein

Sechsjähriger Kolumbianer entdeckt neue Froschart im Swimming-Pool

Fukushima: Energiewende statt Atomprogramme

Inserate
Tipp
Umweltlexikon
Pfeil Umweltjournal.de | Pfeil Umwelt und Natur  | PfeilArtikel Nr.: 13507

Umweltbilanz 2007: Teilerfolge beim Klimaschutz. Stillstand im Verkehrsbereich

Berlin, 29.12.2007: Die Forderung nach mehr Klimaschutz habe im zurückliegenden Jahr enormen Auftrieb erhalten, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch­land (BUND) in seiner Umweltbilanz für 2007. Allein die Tatsache, dass das Wort Klimakatastrophe zum "Wort des Jahres" gewählt wurde zeige, dass das Thema im öffentlichen Bewusstsein angekommen sei.


Hoffen lasse auch, dass die Bundesregierung während ihrer EU-Ratspräsidentschaft Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Reduzierung der Treibhausgase durchsetzen konnte. Dem Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel sei auch zu danken, dass die USA beim G8-Gipfel von Heiligendamm ins internationale Klimaschutz-Boot zurückgeholt wurde. Zu den erfreulichen Ergebnissen des Jahres 2007 gehöre außerdem, dass in Bali auf dem Weltklimagipfel entgegen der Ursprungsabsicht der USA und anderer Blockierer ein Fahrplan zu einem Kyoto-II-Abkommen beschlossen worden sei.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Große Lücken klaffen jedoch zwischen den Teilerfolgen bei internationalen Verhandlungen und konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz sowohl in der Europäischen Union als auch in Deutschland. So hat die Bundesregierung völlig versagt, als es um die Senkung des Kraftstoffverbrauchs von Pkw, die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel oder den Bodenschutz ging.“

Positiv sei, dass Deutschland endlich eine Strategie für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten habe und Lebensmittel weiter gentechnikfrei erzeugt würden. Gut sei auch, dass Agrarsprit künftig einem Umweltcheck unterzogen werden solle. Dabei seien jedoch die ökologischen Kriterien noch strenger zu fassen und soziale Standards einzubeziehen.

Deutlich an Unterstützung gewonnen hätten 2007 die Proteste gegen neue Kohlekraftwerke, den Flughafenausbau in München und Frankfurt und die Freisetzung von Genpflanzen. In Bielefeld, Bremen, Ensdorf, Köln, Krefeld und Querschied seien sechs der ursprünglich geplanten 25 Kohlekraftwerke verhindert worden.

Zu gentechnikfreien Regionen hätten sich inzwischen knapp 30000 Landwirte mit fast einer Million Hektar Land zusammengeschlossen.
Weiger: „Die Betroffenen wehren sich zunehmend gegen die Zerstörung ihrer Heimat und gegen die Gefährdungen der Natur. Das zeigt, dass Politikmüdigkeit vielleicht eine Erscheinung im Politikbetrieb ist. Die Bevölkerung aber wird hellwach, wenn es um die Verteidigung ihrer Lebensgrundlagen geht.“

Die Gefahren der Atomkraft und das Versagen der verantwortlichen Manager seien durch den Brand im AKW Krümmel im vergangenen Sommer deutlicher ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Nachdem der BUND das Störfallprotokoll zu Krümmel im Internet publizierte, habe Vattenfall für die Zukunft die umgehende Veröffentlichung aller Störfallberichte zugesagt. Mehr als 250000 Vattenfall-Kunden hätten dem Atomstromkonzern inzwischen gekündigt und seien zu anderen Anbietern gewechselt.


Weiger: “Angela Merkel und Sigmar Gabriel haben für ihren Einsatz beim G8-Gipfel in Heiligendamm und beim Weltklimagipfel auf Bali Lob verdient. Aber in Deutschland geben beide noch immer dem massiven Druck der Energiekonzerne und der Automobil- und Luftfahrtindustrie nach. Die Bundesregierung muss endlich begreifen: Mehr Umwelt- und Klimaschutz gefährdet keine Arbeitsplätze, er sichert sie.“


Das vom Bundeskabinett verabschiedete Klimaschutzpaket könne ebenfalls nicht darüber hinwegtäuschen, dass der CDU/CSU und der SPD oft der Mut fehle, über ihren Schatten zu springen. Selbst bei im Ansatz richtigen Maßnahmen wie dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, der Reform der Kfz-Steuer oder der Gebäudesanierung hätten sich im Kleingedruckten zumeist die Gegner von mehr Klimaschutz durchgesetzt.

Scharf kritisierte der BUND das Fehlen konkreter Schritte zur Senkung der Treibhausgase im Verkehrsbereich wie das Tempolimit auf Autobahnen, die Kerosinsteuer im Flugverkehr und die Abschaffung von Subventionen für klimaschädliche Dienstwagen.

Weiger: „Bundeskanzlerin Angela Merkel muss der Industrie endlich deutliche Minderungen der CO2-Emissionen abtrotzen. Versäumt sie dies, verkommt der Klimaschutz nicht nur im Abschlussdokument von Bali, sondern auch in Deutschland zur Fußnote. Wir werden deshalb den Umweltignoranten unter den Autolobbyisten weiter Paroli bieten müssen und vor Ort unseren Protest gegen klimaschädliche Kohlekraftwerke verstärken.“

Der BUND ist mit 16 Landesverbänden und jetzt rund 400000 Mitgliedern und Förderern einer der größten deutschen Umweltverbände. 2007 wuchs die Zahl seiner Mitglieder um mehr als 10000.
Autor: BUND Freunde der Erde
3856 Aufrufe
Stand: 29. Dezember 2007
Erstellt: 29. Dezember 2007

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Klimaschutz":

Zukunftsfähige Landwirtschaft gestalten – wie viel Strukturwandel brauchen wir?Zukunftsfähige Landwirtschaft gestalten – wie viel Strukturwandel brauchen wir?
Schwerte, 20.09.2016: Veränderungen in der Landwirtschaft gab und gibt es immer wieder. Denn die Landwirtschaft ist nicht nur ein besonderes, sondern auch ein dynamisches Gewerbe. Aktuell sind nicht nur die Märkte und Preise, sondern auch die Bäuerinnen und Bauern und ihre Familien selber unter Druck.
Herausforderung Gebäudesanierung im DenkmalschutzHerausforderung Gebäudesanierung im Denkmalschutz
Köln, 19.09.2016: Im Folgenden werden zwei Neuerscheinungen zum Thema Sanierung von Gebäuden unter Denkmalschutz mit allen seinen möglichen Problematiken vorgestellt.
Ländliche Räume in NRW stärkenLändliche Räume in NRW stärken
Schwerte, 11.01.2016: Die Ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen stehen vor großen Herausforderungen. Einige Regionen verlieren Einwohner, die Dorfstrukturen verändern sich. Doch die Potentiale sind da, um diese Dörfer und Städte zu stärken und mit neuen Ansätzen und Ideen die Wirtschaft zu fördern, Beschäftigung zu schaffen, Infrastruktur zu entwickeln und neue Mobilitätsmöglichkeiten zu organisieren.
Landwirtschaft ohne Grenzen? Für eine nachhaltige Landwirtschaft der ZukunftLandwirtschaft ohne Grenzen? Für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft
Schwerte, 06.10.2015: Größer, intensiver, spezialisierter, weltmarktorientierter – ist das das Landwirtschaftsmodell der Zukunft? Die Veranstaltung „Landwirtschaft ohne Grenzen?“ in der Evangelischen Tagungsstätte Haus Villigst beleuchtet die Perspektiven einer nachhaltigen Landwirtschaft vom 19. bis 20.November 2015.
Zukunft der Ländlichen Räume in Nordrhein-WestfalenZukunft der Ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen
Schwerte, 27.02.2015: Bei der Veranstaltung „Ländliche Räume in NRW - Engagiert für Zukunft und Lebensqualität“ in der Evangelischen Akademie Villigst erörtern Experten und Teilnehmer vom 4. bis 5. März 2015 die essentiellen Zukunftsthemen der Bevölkerung von Ländlichen Räumen in Nordrhein-Westfalen.
Deutschland ist kein Klimavorreiter!Deutschland ist kein Klimavorreiter!
Köln, 15.01.2015: Die absoluten Klimagasemissionen pro Kopf in Deutschland sind um ein Vielfaches von nachhaltigen Zuständen entfernt. Die angebliche Emissionsreduktion seit 1990 sind in der Berechnung geschönt. Felix Ekardt und Bettina Henning beleuchten in ihrem Buch, warum Deutschland kein Klimavorreiter ist.
Umweltbewegung in vegetarischer Bratensoße ertrunken!Umweltbewegung in vegetarischer Bratensoße ertrunken!
Köln, 28.11.2014: Mit Dirk Maxeiner und Michael Miersch ziehen zwei der profiliertesten Beobachter der Umweltbewegung Bilanz. Die beiden Protagonisten der „Achse des Guten“ zeigen aber auch, wo ökologisches Denken heute ansetzen muss und dass es höchste Zeit dafür ist, dass die grüne Bewegung den „Resetknopf“ drückt!
Kampf um landwirtschaftliche FlächenKampf um landwirtschaftliche Flächen
Schwerte, 21.11.2014: Die Evangelische Akademie Villigst bei Schwerte lädt vom 26. bis 27. November 2014 zur Tagung „Kampf um landwirtschaftliche Flächen“ ein. Die Kernfrage der Tagung lautet: Wie lassen sich künftig Nutz- und Schutzbelange vereinbaren?
Energiepflanzenanbau im Umwelt- und AgrarrechtEnergiepflanzenanbau im Umwelt- und Agrarrecht
Köln, 25.08.2014: Das vorliegende Buch untersucht die ökologischen Effekte des Energiepflanzenanbaus zur Biogasherstellung sowie das diesbezügliche Steuerungspotenzial des Bodenschutz-, Naturschutz- und des umweltrelevanten Agrarrechts.
Prinzipien als Wegbereiter eines globalen Umweltrechts?Prinzipien als Wegbereiter eines globalen Umweltrechts?
Köln, 19.08.2014: Gravierende Umweltprobleme machen vor Ländergrenzen nicht Halt und erfordern ein globales Umweltrecht. Verhandlungen über neue Umweltschutzabkommen gestalten sich jedoch als schwierig und bleiben oft hinter den Erwartungen zurück.