Ostseeschutz noch immer ein Stiefkind
Stralsund/Stockholm, 23.08.2007: Der Meeresschutz ist in vielen Anrainerstaaten der Ostsee noch immer ein Stiefkind. Zu diesem Ergebnis kommt eine WWF-Analyse, die die Schutzbemühungen der neun Ostseeanrainerstaaten unter die Lupe nimmt. Deutschland schneidet bei dem Vergleich am besten ab, weil es gelungen ist, bei der Ausweisung von Meeresschutzgebieten einen großen Schritt voranzukommen.Allerdings bestehe auch hier nach wie vor dringender Handlungsbedarf. Was die Schutzgebiete betrifft, ist Deutschland im internationalen Vergleich Vorreiter, betont Christiane Feucht, vom Ostseebüro des WWF in Stralsund. Das verdiene Respekt, insgesamt sei das aber nur die Poleposition in einem Schneckenrennen. Deutschland müsse mehr tun, um das Meer vor den negativen Auswirkungen des zunehmenden Schiffsverkehrs zu schützen. Überdies gelte es, die Überdüngung einzuschränken und die Überfischung zu bremsen.
Die Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF-Analyse zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen und der rechtliche Rahmen nicht ausreichen, um den ökologischen Herausforderungen zu begegnen. Beim Vergleich der Schutzbemühungen in den verschiedenen Ländern haben die Naturschützer fünf zentrale Problemfelder analysiert: Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.lFischerei, M. wird im Umweltprogramm der Bundesregierung definiert als die Summe der Einflüsse, die das Ökosystem der Hohen See und der Küstengewässer in solcher Weise verändern, daß Schädigungen im Pflanzen- und Tierreich sowie beim Menschen auftreten.Meeresverschmutzung durch Gefahrstoffe sind im Chemikaliengesetz (ChemG) definiert. Hierzu gehören all jene gefährlichen Stoffe, die mindestens eine der insgesamt 15 definierten Eigenschaften besitzen.Gefahrstoffe und Überdüngung, Der S. ist v.a. bedeutsam für den Gütertransport. Der Personenverkehr mit Schiffen spielt mengenmäßig kaum eine Rolle.Schiffsverkehr und die Bedrohung der Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Artenvielfalt stellen die größten Gefahren für die Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee dar. Die Bilanz des WWF ist ernüchternd: Die Anrainerstaaten versagen, wenn es darum geht, ein konzertiertes Schutzkonzept für die Ostsee auf die Beine zu stellen.
Die bisherigen internationalen Richtlinien und nationalen Schutzpläne sind ein Flickenteppich. Die Ostsee hat etwas Besseres verdient, betont Lasse Gustavsson vom WWF bei der Vorstellung der Bewertung in Stockholm. In einem Manifest für die Ostsee fordert die Naturschutzorganisation einen rechtlich verbindlichen Rahmen zum Meeresschutz. Wichtig sei ein länderübergreifendes, integrier- tes Schutzprogramm, das die Nutzungen und die davon ausgehenden Bedrohungen reguliert und so die Natur dauerhaft schützt. Das Schutzprogramm müsse rechtlich verbindlich für alle Staaten sein.
Ziel des WWF ist es, vorbildliche Initiativen und Vorreiter für den Ostseeschutz zu unterstützen. Aus diesem Grund wurde Deutschland auf dem Internationalen Ostsee Festival das von 20. bis 26. August in Stockholm stattfindet für seine Führungsrolle bei der Ausweisung von Schutzgebieten mit dem WWF Baltic Sea Award ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde zu diesem Zweck ins Leben gerufen und in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen.
Foto: © Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF / Abraham
Autor: WWF Deutschland
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Simple Schritte für eine saubere OstseeHamburg, 10.02.2010: Anlässlich des in Helsinki stattfindenden Baltic Sea Action Summit der Anrainerstaaten fordert der WWF die Bundesregierung auf, ihre Versprechungen zum Schutz der Ostsee endlich umzusetzen. Zu den dringendsten und einfach realisierbaren Maßnahmen gehören nach Ansicht des WWF die Ratifizierung der Ballastwasser Konvention sowie die Verpflichtung der Häfen, adäquate Entsorgungsanlagen für Schiffsabwässer bereit zu stellen.
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Deutschland genehmigt OstseepipelineHamburg, 21.12.2009: Die deutschen Behörden übergeben heute die Genehmigungen für den deutschen Abschnitt einer Gaspipeline durch die Ostsee an die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern. Der WWF fordert vom Betreiber Nord Stream eine volle Kompensation der entstehenden Umweltschäden und wird die Genehmigungsbescheide rechtlich prüfen lassen. Für den deutschen Küstenbereich sind Ausgleichsmaßnahmen bislang nur für etwa 40% der Eingriffe in die Meeresumwelt vorgesehen.
Aus für Klimakiller an der OstseeGreifswald / Berlin, 14.12.2009: Der halbstaatliche dänische Energiekonzern DONG hat heute seine Pläne für den Neubau eines Steinkohlekraftwerks am Greifswalder Bodden aufgegeben. Der WWF beglückwünscht das Unternehmen zu seiner längst überfälligen Entscheidung. Das Kraftwerk wäre ein anachronistischer Dinosaurier geworden und hätte den Weg in eine klimafreundliche Energieversorgung verbaut.
Sinnlose Morde in IslandMünchen, 23.09.2009: Am vergangenen Freitag, dem 18.9., endete in Bonn die Tagung der (meisten) Anrainerstaaten der Nord- und Ostsee. Durch die Annahme zweier Aktionspläne bleibt zumindest für eine der kleinsten Walarten den Schweinswal ein kleiner Hoffnungsschimmer auf eine Verbesserung seiner Situation.
Stand: 23. August 2007
Erstellt: 23. August 2007
Erstellt: 23. August 2007




















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