Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 12085

Erst stirbt die Biene, dann der Mensch?





Baden-Baden, 25.03.2007: Deutsche Imker klagen über ein geheimnisvolles Bienensterben - in den USA wächst sich ein ähnliches Phänomen schon zur Katastrophe aus. Albert Einstein glaubte, es genau zu wissen: "wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr."


Ein dramatisches Bienensterben in den USA und jetzt auch in Deutschland erinnert Biologen jetzt wieder an Einsteins apokalyptische Prognose.

In Deutschland verschwinden auf fast geheimnisvolle Art ganze Bienenvölker und in den USA ist das Bienensterben schon länger eine Katastrophe - 70 Prozent aller Bienenbestände an der Westküste und gar 70 Prozent an der Ostküste sind tot.

Die New York Times beziffert den durch das Bienensterben entstandenen wirtschaftlichen Schaden schon jetzt auf 14 Milliarden US-Dollar. Wissenschaftler bezeichnen das Bienensterben in den USA schon als "nationale Katastrophe" und schließen als Ursache gentechnisch veränderten Mais der Sorte Bt-Mais nicht aus und sprechen vom Aids der Bienen-Industrie. Das Immunsystem der Bienen sei einfach zusammengebrochen.

In den USA sind bereits 40 Prozent der Maisanbaufläche mit genmanipulierten insektenresistenten Pflanzen bestückt - in Deutschland erst 0,06 Prozent, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg. Doch dort fehlte bisher das Geld, um eventuelle Zusammenhänge zwischen Bienensterben und gentechnisch verändertem Mais zu erforschen.
Autor: Franz Alt
7990 Aufrufe
Stand: 2. April 2007
Erstellt: 25. März 2007

Weiterführende Informationen:

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