Top-News
Täglich frisch auf den Tisch:
Unser Tagesrückblick erreicht Sie stets früh morgens mit den aktuellsten Meldungen vom Vortag. Bestellen Sie jetzt Ihren kostenlosen Tagesrückblick!.
Umweltlexikon

"Die Bucht"

Ein Oscar für die Delfine?

Feuchtgebiete

Wo die Störche klappern

Urwaldriese

Spenden für Cyber-Elefant und Online-Frosch

Biodiversitätsziel

Neuer Anlauf zum Stopp des Artensterbens

Statusreport

Tiger-Bestände in der Boom-Region Südostasien um 70 Prozent eingebrochen

Moore

Biberburgen im Moor: Nager wandeln Bild des Wurzacher Rieds

Waldbewirtschaftung

Waldkrankheiten weiter ohne Therapie

Klagerecht

NRW-Landtagsabstimmung: CDU und FDP blockieren Tierschutz-Verbandsklage erneut

Mangrovenwälder

Tauchausrüstung für Tiger

Tourismus

Meeresgrund trifft Horizont

Produktempfehlung


Es gibt keinen Weg. Nur gehen
Preis: 17,00€ im Shop



Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 11758

Schweinswale verhungern vor Schottland

Radolfzell, 28.01.2007: Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) weisen auf eine neue Gefahr für die Schweinswale in der Nordsee hin. Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wegen der Klimaerwärmung die Zahl der Sandaale an den schottischen Küsten drastisch zurückgeht. Sie sind die Hauptnahrungsgrundlage der Schweinswale in diesem ökologisch sensiblen Gebiet der Nordsee.


Die ohnehin vom Aussterben bedrohten Schweinswale können auf diese Zerstörung ihrer Hauptnahrungsgrundlage offenbar nicht reagieren – sie verhungern nach Informationen der Wissenschaftler. Aus Sicht der von DUH und GSM gibt es neben dem Klimawandel eine weitere gravierende Ursache für den Rückgang der Schweinswale.

Die Vorsitzende der GSM und Meeresbiologin Petra Deimer sagt dazu: „Die Industrie- oder Gammelfischerei zum Beispiel für die Produktion von Fischmehl ist an einer solchen Nahrungskettenreaktion Schuld. Es ist ein Skandal, dass die industrielle Fischerei noch immer nicht als eklatanter Eingriff in das sensible Ökosystem Meer verstanden wird.“ Die Deutsche Umwelthilfe e.V. und die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere befürchten, dass der doppelte Eingriff des Menschen über den Klimawandel und die Überfischung das Ökosystem Nordsee dauerhaft schädigt und die Ökonomie der Küstenregion sich selbst ihrer wirtschaftlichen Grundlage beraubt.

Nicht nur die Meeressäuger auch die Nordseevögel sind vom Rückgang der Sandaale betroffen. Zu diesem Ergebnis waren bereits im vergangenen Sommer Wissenschaftler der Bundesforschungsanstalt für Fischerei in Hamburg gekommen. Während einer vierwöchigen Forschungsreise an Bord der „Walter Herwig III“ in die Nordsee hatten sie festgestellt, dass die Zahl der großen Schlangennadel drastisch zugenommen hat. Im Gegensatz zu den Meeressäugern haben die Seevögel darauf reagiert und anstelle der selten gewordenen Sandaale nährstoffarme Schlangennadeln gefangen. Diese neue Beute, die mit den Seepferdchen verwandt ist, können sie aber nicht hinunterwürgen. Die tragische Folge: Es wurden viele Seevogelnester mit verhungerten Küken darin entdeckt. Ihre Eltern hatten vergeblich versucht, sie mit Schlangennadeln zu füttern.

Die Umweltverbände wollen diese negative Entwicklung nicht tatenlos hinnehmen. Jörg Dürr-Pucher, Generalbevollmächtigter der Deutschen Umwelthilfe e.V.: „Die europäische Union und die Nationalstaaten sind gefordert, auf die sich gegenseitig verstärkenden negativen Veränderungen für die Meeresfauna zu reagieren. Die Fangquoten in der Nordsee und im Nordatlantik sind drastisch zu senken und der Treibhausgasausstoß muss in einem globalen Kraftakt reduziert werden. Wir fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, während der EU-Ratspräsidentschaft und dem Vorsitz der G8 alles dafür zu tun, dass sich die Situation nicht weiter verschärft. Die Natur schlägt Alarm."
Autor: Deutsche Umwelthilfe e.V.

Weiterführende Informationen:


Die letzten 15 Meldungen zum Thema "Wale":
Jüngster Schirmherr Deutschlands möchte Wale retten
Radolfzell, 08.02.2010: Mit einem Überraschungs-Coup startet die gemeinnützige Meeres- und Umweltschutzorganisation ProWal aus Radolfzell ihr Projekt „Delfin- und Walschutzgebiet Atlantik – IMPACABA.“ Die Schirmherrschaft als symbolisches Amt wurde, nicht wie sonst üblich, einem Prominenten übertragen, sondern dem 7-jährigen Adam Jason Grimm aus Unterfranken.
Niedrigster Fangzahl folgt höchste Quote seit 15 Jahren
München, 09.12.2009: Die norwegische Fischereiministerin Lisbeth Berg Hansen gab auf einem Treffen der Norwegischen Zwergwalfänger Vereinigung in Svolvae, Norwegen, die selbst auferlegte Walfangquote für die kommende Walfangsaison bekannt. Im Jahr 2010 sollen 1286 Zwergwale getötet werden dürfen. Das sind 401 Tiere mehr als in der letzten Fangsaison und die höchste selbst auferlegte Fangquote seit Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs durch Norwegen.
24 Türen öffnen für die Wale Südamerikas
München, 03.12.2009: Wer kennt ihn nicht, mit 24 kleinen Überraschungen versüßt er vielen von uns die Wartezeit bis Weihnachten: der Adventskalender. Wir vom WDCS-Team möchten es dieses Jahr ein Mal umgekehrt machen. In 24 Türchen stellen wir Ihnen in unserem Online-Adventskalender ein ganz besonderes Schutzprojekt von Meeressäugern in Argentinien vor.
Neue japanische Regierung soll Verkauf von giftigem Wal- und Delfinfleisch verbieten
München, 24.11.2009: Offener Brief von Arten- und Verbraucherschutzverbänden! Eine internationale Allianz aus 49 Verbraucherschutz- und Umweltverbänden sowie Wissenschaftlern hat heute die neue japanische Regierung aufgefordert, die Jagd auf Kleinwale und Delfine sofort zu beenden. Darüber hinaus fordern die Verbände, den Verkauf des mit Quecksilber und anderen Giftstoffen stark belasteten Fleisches zu verbieten.
Gravierende Schäden für lokale Bevölkerung und Tierwelt an Madagaskars Küste
Frankfurt a. M., 30.10.2009: Tonnen von Giftmüll, die nach der Havarie eines türkischen Frachters im August vor Madagaskar, ausgetreten sind, haben ein Walsterben und weitreichende Schäden für die Bevölkerung und Umwelt verursacht. Laut eines aktuellen WWF-Reports gleichen einige Strandabschnitte regelrechten Todeszonen. Allein im Monat September strandeten neun Wale an der Küste, an der normalerweise drei tote Wale im Jahr verzeichnet werden. Die Einwohner der Region leiden unter Atemwegserkrankungen, Durchfall und Hautkrankheiten.
Islands Walfangolympiade
München, 29.09.2009: Mit der Tötung von 125 Finnwalen und 80 Zwergwalen im Jahr 2009 vollzog Island die Wiederaufnahme des groß angelegten kommerziellen Walfangs im Nordwestatlantik. Walschützer berechnen die angelandete Menge an Walprodukten mit mehr als 3 Millionen Kilogramm Walfleisch und Walspeck, die ausschließlich für den japanischen Markt vorgesehen sind. Und dies trotz eines bestehenden internationalen Handelsverbotes mit Walprodukten und der Tatsache, dass noch im Juni 2009 in Japan ...
Sinnlose Morde in Island
München, 23.09.2009: Am vergangenen Freitag, dem 18.9., endete in Bonn die Tagung der (meisten) Anrainerstaaten der Nord- und Ostsee. Durch die Annahme zweier Aktionspläne bleibt zumindest für eine der kleinsten Walarten – den Schweinswal – ein kleiner Hoffnungsschimmer auf eine Verbesserung seiner Situation.
Walwerbung - Wahlwerbung?
Berlin, 22.09.2009: Hier kommt die Antwort der SPD auf unseren Artikel vom 13.09.2009 zur Frage: Wie steht Frank-Walter Steinmeier zum Arten- und Klimaschutz? Liebe Bürgerin, lieber Bürger, für die Übersendung des 8-Punkte Wal-Programm danke ich Ihnen. Tierschutz, Meeresschutz und der Erhalt des ökologischen Gleichgewichts sind Themen die in der SPD schon lange im Focus unserer Politik.
Im Fischerort Taiji die grausame Delfinjagd begonnen
München, 13.09.2009: Fischer im japanischen Dorf Taiji haben diese Woche 100 Große Tümmler und 50 Grindwale in eine Bucht getrieben und damit die diesjährige Jagdsaison eröffnet. Doch statt wie sonst üblich wurden die Tümmler diesmal nicht gleich getötet. Angeblich soll ein Dutzend der kräftigsten Exemplare für Delfinarien behalten, die übrigen wieder freigelassen werden.
Erster deutscher Kino-Walfilm „Last Giants"
Berlin, 08.09.2009: In den letzten Jahren ziehen Tierdokumentationen erfolgreich viele Kinozuschauer in den Bann. Regisseur Daniele Grieco erzählt in „The Last Giants“ von der Schönheit der Unterwasserwelt in der Meerenge von Gibraltar. Dabei zeigt er auch die für die Meeressäuger tödlichen Gefahren - ausgelöst durch extrem hohen Schiffsverkehr, Überfischung und Verschmutzung.
Walkampf 2009
München, 03.09.2009: Liebe Walhelfer und Walhelferinnen, langsam kommt der Bundestagswahlkampf auf Touren. Uns interessierte wenige Wochen vor der Wahl, was die Bundestagsfraktionen zu den verschiedenen Aspekten rund um das Thema Walschutz zu sagen haben.
Rettungsplan für Wale und Delfine
München, 08.08.2009: Vor wenigen Tagen ging die zweite Vertragsstaatenkonferenz des Abkommens zum Schutz von Walen und Delfinen im Pazifik zu Ende. Im Jahr 2006 feierten wir, nach jahrelanger, intensiver Arbeit, den Beschluss dieses Abkommens. Seither stehen Experten der WDCS den Regierungen der pazifischen Inselstaaten mit Rat und Tat zur Seite, um die Prioritäten für die ...
Walkampf sucht Walhelfer
München, 04.08.2009: In den nächsten Wochen beginnt der Kampf um die Wählerstimmen für die Bundestagswahl am 27. September 2009. Aus diesem Grunde startet die WDCS Anfang September ihren Walkampf, für den wir noch Walhelfer suchen! Wir wollen, dass die Bundestagsfraktionen den Walschutz ernst nehmen! Sie reden gerne ...
EU oder Walfang?
München, 27.07.2009: Am Montag wird Island beim EU-Außenministerrat offiziell die Aufnahme in die Europäische Union beantragen. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife fordert die EU auf, den Beitritt nur zuzulassen, wenn Island auf den Walfang verzichtet. "In der EU sind Wale und Delfine streng geschützt, das muss auch ...
Todesgefahr für Delfine im Duisburger Zoo
Duisburg/Hagen/Radolfzell, 24.07.2009: Am Sonntag demonstrierten nach gutbesuchter Kundgebung am Vortag in Münster vor dem Duisburger Zoo das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus Hagen und ProWal aus Radolfzell gegen die Delfinhaltung im Delfinarium. Große Banner waren gespannt und es wurden Flyer und Luftballons mit dem Motto ...

Stand: 5. Februar 2007
Erstellt: 28. Januar 2007

Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!

Webmaster: André Sepeur
© 1999 - 2010 by André Sepeur Medienberatung