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Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 11320

Natur in der Stadt - wie geht das?

Mainz, 06.11.2006: Ist Stadt und Natur ein Widerspruch? Müssen öffentliche Grünflächen aus Rasen und Einfallslosigkeit bestehen? Wie macht man heimische Wildpflanzen wieder bekannter? Diese Fragen hat sich der Arbeitskreis Naturnahes Grün der Lokalen Agenda 21 in Mainz gestellt. Und sie haben beschlossen, ein positives Beispiel zu geben. In Zusammenarbeit mit Grünamt und Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz entstand ein Naturschaugarten mit heimischen Pflanzen und Versickerungsflächen.

Den Ehrenamtlichen des Arbeitskreises gelang es, viel Unterstützung zu finden. Und so sind sie ihrem Ziel, die Vielfalt der heimischen Pflanzen zu zeigen, sehr nahe. Entstanden ist ein Garten, der alle Sinne anspricht. Pflanzen am Duftpfad erschnuppern, auf Steinbänken aus Trockenmauern der Natur zu lauschen, Früchte zu naschen – da bekommen viel Bürger Lust darauf, Naturgartenideen abzuschauen und im eigenen Garten zu verwirklichen.

Heimische Pflanzen machen einen Naturgarten spannend. Immer passiert etwas. Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel, Insekten und viele andere Tiere finden im Naturgarten die richtigen Futterpflanzen und Unterschlupf.  So zeigt sich anschaulich, wie jeder in seinem Garten dazu beitragen kann, die Artenvielfalt von Flora und Fauna zu erhalten.

Die richtigen Pflanzen für die jeweiligen Ansprüche zu finden, dabei hilft die Internetseite des Arbeitskreises. Bei www.mainz-naturnah.de findet man eine Datenbank über heimische Wildpflanzen. Und natürlich Anregungen, Termine und Links.

Hilfe wird noch schöner, wenn es jedem hilft. So war es ein Gewinn für alle Seiten, als Lehrlinge für Wasserbau mit ihren Ausbildern einen naturnahen Bachlauf gestalteten, Uferbefestigungen und eine Brücke bauten, Pflasterarbeiten durchführten und vieles mehr. So ließen sich wichtige Lerninhalte anschaulich vermitteln – und der Naturschaugarten erstrahlt im neuen Glanze. Der Arbeitskreis dankt dem Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen für diese gelungene Kooperation.


 
Der ehrenamtliche Bauleiter Holger Tempel wünscht sich, dass das Projekt „Naturschaugarten Lindenmühle“ nie enden möge. Denn über Veranstaltungen im Schaugarten, Pflanzaktionen und Projekttage mit Kindern ließen sich immer neu Mitbürger interessieren. Für vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit erhielte der Arbeitskreis 2005 einen Naturschutzpreis – eine Motivation, die anspornt und bestätigt.

Autor: Karlheinz Endres

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Stand: 6. November 2006
Erstellt: 6. November 2006