Dramatisches Artensterben in den Ozeanen
Hamburg, 03.11.2006: Der WWF zeigt sich besorgt über die Ergebnisse einer von kanadischen Wissenschaftlern im Magazin "Science" veröffentlichten Studie. Der Report sagt den Kollaps aller wirtschaftlich genutzten Fischbestände bis 2048 voraus wenn die Menschen die Ozeane weiter wie bisher plündern. Als Gründe nennen die Autoren Überfischung, Verschmutzung, Zerstörung der Lebensräume und den Klimawandel.Die bislang umfassendste globale Studie zum Das A. hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Artensterben in den Meeren bestätigt Untersuchungen des Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF. In ihrem jüngst veröffentlichten Living Planet Report hatte die Umweltorganisation bei 1.112 Populationen von 274 Meeresarten zwischen 1970 und 2003 einen Rückgang der Bestände um über 25 Prozent festgestellt.
"Die Fakten sind alarmierend. Politik, Wirtschaft und Verbraucher müssen jetzt handeln. Die Lösungen, um die Katastrophe in unseren Ozeanen abzuwenden, liegen auf dem Tisch", so WWF-Meeresbiologin Heike Vesper.
Der WWF will bis 2010 zehn Prozent der Meere unter Schutz stellen bislang sind es lediglich 0,5 Prozent. "Wir brauchen eine weltweites, repräsentatives Der Begriff Netzwerk bezeichnet soziale Beziehungsgeflechte zwischen Menschen, oder Organisationen/Institutionen. Der Begriff Netzwerk wird auch für einen Verbund von Computern benutzt.
Netzwerk von gut gemanagten Schutzgebieten, um die Biologische Vielfalt ist die Biodiversität von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Für weitere Infos siehe auch Stichwort "Artenvielfalt".
biologische Vielfalt der Ozeane dauerhaft zu erhalten", so der WWF-Experte Stephan Lutter. Die kanadische Studie zeigt auf, dass der Verlust der Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Artenvielfalt die Stabilität des Ökosystems Meer gefährdet. In wirksam geschützten Gebieten hingegen erhole sich das Ökosystem relativ schnell.
Die Politik dürfe nicht länger die Fakten ignorieren. Seit Jahren schlägt beispielsweise die EU die Warnungen der Forscher vor dem Zusammenbruch der Kabeljaubestände in Nord- und Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee in den Wind. Kürzlich beschloss die EU für den Dorsch in der östlichen Ostsee eine Fangquote von über 40.000 Tonnen der Internationale Rat zur Erforschung der Meere (ICES) hatte für einen Fangstopp plädiert. Eine ähnlich katastrophale Entscheidung drohe im Dezember für die Fangquoten in der Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee. "Der Kabeljau könnte das nächste Opfer einer kurzfristigen Fischereipolitik werden", so WWF-Expertin Vesper.
An Wirtschaft und Verbraucher appelliert der WWF, stärker auf Fisch aus nachhaltigem Fang zu setzen. Dies garantiere das blaue Siegel des Marine Stewardship Council". "Weltweit tragen etwa vier Prozent aller Fischereien das blaue Logo. Das ist ein mühsamer errungener Erfolg aber noch zu wenig, um die Überfischung wirksam einzudämmen", so Vesper. Verbraucher sollten beim Kauf auf das blaue MSC-Siegel achten. Darüber hinaus empfiehlt der WWF seinen kürzlich veröffentlichten Fischführer für die Brieftasche zur schnellen Orientierung beim Fischkauf. "Mittelfristig müssen die Konsumenten von Fischen wie Kabeljau oder Tunfisch wohl auf kleine Fische wie Hering oder Sprotte umsteigen", erläutert Vesper.
Autor: WWF Deutschland
Weiterführende Informationen:
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Fischer im Korallendreieck wollen Beifang bekämpfenBali, Indonesien, 07.07.2010: Lokale Fischer und private Unternehmen aus der als Korallendreieck bekannten Region haben sich am heutigen letzten Tag des Coral Triangle Fisher Forum auf ein Paket von Empfehlungen für eine nachhaltigere Fischerei geeinigt.
Überkapazität der Fangflotte bedroht Bestand des Roten TunsHamburg, 10.02.2010: Die Fangsaison für den im Mittelmeer vom Aussterben bedrohten Roten Tunfisch ist in diesem Jahr vorzeitig beendet. Weil die industriellen Fangflotten der EU ihre jährlichen Quoten bereits nach der Hälfte der vierwöchigen Saison erfüllt hatten, stoppte die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki gestern die Ringwadenfischerei auf Roten Tun.
Die Artenvielfalt der Meere ist auch unsere LebensversicherungWädenswil, 08.06.2010: Nie zuvor hat sich das Leben auf unserem Planeten so rasch verändert, wie in den vergangenen hundert Jahren. Immer mehr Lebensräume werden unbewohnbar, Tier- und Pflanzenarten sterben in geradezu unheimlichem Tempo aus. Das sensible Ökosystem der Ozeane einst ein Paradies voller Leben gerät zunehmend aus dem Lot.
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Der Kniefall von DohaFrankfurt a. M. / Doha, 26.03.2010: Mit Anträgen zum Schutz der Roten Koralle, des Blauflossentunfischs und diverser Haiarten hätte die internationale Staatengemeinschaft auf der UN-Artenschutzkonferenz in Doha die Gelegenheit gehabt, die Artenvielfalt in den Meeren besser zu schützen.
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Roter Thunfisch: Endstation SushiMünchen, 05.03.2010: Kurz vor Beginn der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) in Doha (Katar) am 13. März spaltet der Antrag Monacos, den Roten Thunfisch unter ein weltweites Handelsverbot zu stellen, noch immer die EU: Ein neuer Vorschlag der EU Kommission droht den Schutz des vom Aussterben bedrohten Speisefischs zu unterminieren.
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Stand: 3. November 2006
Erstellt: 3. November 2006
Erstellt: 3. November 2006




















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