Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 3588

Wälder leiden europaweit unter den Schadstoffen





Bonn, 18.09.2002: Nach einer kurzen Erholung hat sich der Zustand der Wälder in Europa im vergangenen Jahr wiederum verschlechtert. Knapp 25 % der untersuchten Baumkronen waren 2001 geschädigt. Deutlich wurde jedoch auch, dass die seit langem erhöhten Stickstoffeinträge die Artenzusammensetzung der Pflanzen bereits erheblich verändert haben.


Die Ergebnisse aus über 200 Intensivuntersuchungsflächen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
  • auf 58 % der Flächen ist die Pflanzenartenvielfalt gefährdet
  • auf 45 % der Flächen ist mit einer Destabilisierung der Waldbäume zu rechnen
  • auf einem Drittel der Flächen ist die Funktionsfähigkeit der Baumwurzeln durch Säureeintrag beeinträchtigt.
Vor allem in Mitteleuropa werden die Grenzwerte für die Säureeinträge überschritten; überhöhte Stickstoffeinträge sind in ganz Westeuropa verbreitet.

Gerade angesichts der europaweiten Hochwasserkatastrophen und der Bedeutung der Wälder wird erneut deutlich, dass nur eine deutliche Schadstoffreduzierung, wie sie die SDW seit Jahrzehnten fordert, eine lebenswerte Umwelt ermöglicht.

Mit 39 Mitgliedsstaaten und rund 7000 Waldmonitoringflächen und den obengenannten 200 Intensivuntersuchungsflächen unterhalten die IPC Forests und Europäischen Kommission eines der weltweit größten Biomonitoring-Programme. Die Ergebnisse waren und sind die Grundlage für internationale Luftreinhaltepolitik, Maßnahmen gegen den Klimawandel und eine nachhaltige Forstwirtschaft.
Autor: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V.
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Stand: 18. September 2002
Erstellt: 18. September 2002

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