Umweltjournal.de
|
Umwelt und Natur
|

Artikel Nr.: 3525
Kampagnen-Floß droht die Stilllegung
Berlin, 04.09.2002: ROBIN WOOD fordert die Umweltminister der Elbanrainer-Länder sowie Bundesumweltminister Trittin auf, sich heute Abend bei ihrer Sonderkonferenz in Berlin auf Maßnahmen für einen konsequent ökologischen Hochwasserschutz zu einigen. ROBIN WOOD plant, im Anschluss an die Konferenz Trittin Quellwasser der Elbe zu überreichen.Mit der symbolischen Aktion unterstreichen sie ihre Forderung nach einem Ausbaustopp an
Die E. ist mit 1.140 km Länge von der Quelle bis zur Nordseegrenze und einem Gesamteinzugsgebiet von 148.268 km2 eines der größten Flußgebiete Westeuropas; für das Gebiet der ehemaligen DDR das größte und für die CSFR das zweitgrößte Fließgewässer. Elbe, Saale und Havel und für die Schaffung neuer Überschwemmungsflächen durch die
Rückführung von genutzten Flächen in einen mehr oder weniger naturnahen Zustand. Renaturierung dieser Flüsse.
Die UmweltschützerInnen von
1982 schlossen sich Umweltschützer zusammen, um gegen das Sterben der Wälder gewaltfrei in Aktion zu treten.ROBIN WOOD hatten das Elbwasser in Dresden am 14. Juli während des Internationalen Elbebadetages an Bord ihres selbst gebauten Holzfloßes genommen. Mit dem Floß sind sie seitdem unter dem Motto "Freie Ufer - lebendige Flüsse" auf
Die E. ist mit 1.140 km Länge von der Quelle bis zur Nordseegrenze und einem Gesamteinzugsgebiet von 148.268 km2 eines der größten Flußgebiete Westeuropas; für das Gebiet der ehemaligen DDR das größte und für die CSFR das zweitgrößte Fließgewässer. Elbe und Havel unterwegs. "Die Zustimmung der BürgerInnen für einen Ausbau-Stopp war überwältigend", erzählt Alexa Kessler, Sprecherin der Floßtour. "Das Hochwasser hat uns allen nun noch einmal auf grausame Weise gezeigt, wie existenziell wichtig es ist, den Flüssen ihren Raum zu lassen."
1982 schlossen sich Umweltschützer zusammen, um gegen das Sterben der Wälder gewaltfrei in Aktion zu treten.ROBIN WOOD erwartet von den Umweltministern, dass sie sich bei der anstehenden "Nationalen Flusskonferenz" mit einer einheitlichen Position gegen die Betonköpfe in den
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser- und Schifffahrtsämtern sowie im Verkehrsministerium durchsetzen. Die - teils als Unterhaltungsmaßnahmen getarnten - Ausbauten der Flüsse müssen gestoppt werden. Anstatt weiter die Flüsse zu vertiefen, die Ufer zu zuschottern und Schleusen auszubauen, müssen Deiche zurückgebaut und Flusslandschaften renaturiert werden. "Jetzt als Konsequenz aus der Hochwasser-Katastrophe allein auf technische Maßnahmen wie die Erhöhung der Deiche zu setzen, packt das Problem nicht an der Wurzel. Vielmehr treibt es die Menschen weiter in einen verheerenden Wettkampf mit der Natur, den sie langfristig nur verlieren können", erklärte Kessler.
Wie kleinkariert manche Behörden-Vertreter auf das Engagement der Umweltschützer reagieren, zeigte sich heute in Berlin. Nach siebenwöchiger Tour und trotz vorliegender Genehmigung eröffnete die Einsatzleiterin der Wasserschutzpolizei, Frau Braun, der Flößer-Crew, sie habe Strafantrag gegen sie wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gestellt. Sie drohte damit, das Floß werde stillgelegt. Außerdem sollen die UmweltschützerInnen pro Nase eine Buße in Höhe von 100 Euro zahlen, weil sie mit ihrem Floß ins Regierungsviertel geschippert sind.
Autor: Robin Wood e.V.
1233 Aufrufe
Stand: 8. Oktober 2002
Erstellt: 4. September 2002
Weiterführende Informationen:
Die letzten 5 Meldungen zum Thema "Hochwasser":