Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 3499

20 Jahre ROBIN WOOD





Hamburg, 28.08.2002: In seiner Jubiläumsausgabe nimmt das ROBIN WOOD-Magazin seine LeserInnen mit auf eine Reise durch 20 Jahre Umweltbewegung. Aktionsfotos aus den achtziger Jahren erinnern daran, wie die ersten "Rächer der Entlaubten" auf Schornsteinen gegen das Waldsterben demonstrierten.

("Entschwefeln statt schwafeln") oder die Aktion GiroBlau starteten (fantasievolle Methoden zur Bezahlung der Stromrechnung).

Seitdem hat sich das Themenspektrum von ROBIN WOOD erheblich erweitert. Geblieben sind bis heute die kreativen Aktionen. "Umweltprobleme sind Alltag und altbekannt geworden. Sie rutschen nur mit erheblicher Nachhilfe in die Kanäle der modernen Mediendemokratie", analysiert Reiner Metzger, Redakteur bei der taz und langjähriger ROBIN WOOD-Aktivist. Er schaut in seinem Beitrag auch in die Zukunft und skizziert die Rolle der Umweltbewegung, insbesondere die von ROBIN WOOD.

Djoeke Lueken, seit 20 Jahren Leiterin der Bundesgeschäftsstelle von ROBIN WOOD in Bremen, wünscht ROBIN WOOD vor allem genügend Nachwuchs, um die ganz besondere Rolle innerhalb der Umweltbewegung zu besetzen - solange, bis alle Umweltprobleme gelöst sind.

Das wird dauern. Nach 20 Jahren Engagement für die Umwelt haben die Aktiven von ROBIN WOOD einiges bewegt. Trotzdem gibt es noch viel zu tun.
  • Die spektakulären Schornsteinbesetzungen aus der Anfangszeit von ROBIN WOOD haben den Einbau von Entschwefelungsanlagen in Kraftwerken beschleunigt. Dennoch ist der Wald weiter durch Luftschadstoffe aus Verkehr und Landwirtschaft in Gefahr.
  • ROBIN WOOD hat Verladekräne zum Umschlag von Tropenholz besetzt. AktivistInnen sind Baumärkten aufs Dach gestiegen und haben erreicht, dass
    etliche Handelsketten nur noch Gartenmöbel mit dem Gütesiegel des FSC verkaufen. Trotzdem werden heute jedes Jahr Millionen Hektar Regenwald zerstört.
  • Das Milliardengrab Transrapid von Hamburg nach Berlin wird nicht gebaut, aber schon wird an anderen Orten geplant. Allen Protesten von ROBIN WOOD und
    seinen UnterstützerInnen zum Trotz wachsen der Individualverkehr und der Flugverkehr weiter ungebremst - mit allen negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Klima.
  • Für den Atomausstieg, Erneuerbare Energien und Energiesparen trommelt ROBIN WOOD seit 20 Jahren. Trotzdem ist der Atomausstieg längst nicht geschafft. Und der Energieverbrauch in den Industrieländern lässt den CO2-Gehalt in der Atmosphäre weiter steigen.

Wie katastrophal die Folgen sein können, wenn Umweltschutz als Thema unter ferner liefen behandelt wird, hat uns zuletzt die Flut an der Elbe vor Augen geführt. ROBIN WOOD wird auch nach 20 Jahren für ein Umsteuern kämpfen: für den Schutz der Wälder und des Klimas durch weniger Verkehr und sparsamen Umgang mit Energie.
Autor: Robin Wood e.V.
959 Aufrufe
Stand: 8. Oktober 2002
Erstellt: 28. August 2002

Weiterführende Informationen:

Die letzten 5 Meldungen zum Thema " Umweltschutz":