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Hamburg/Dresden, 21.08.2002: Die Elbe ist durch die Hochwasserkatastrophe zu einer der größten Kloaken Deutschlands geworden. Abwässer von mehr als 500.000 Menschen, von Industrie und Landwirtschaft fließen derzeit ungefiltert in den Fluss. Viele Kläranlagen in den Hochwassergebieten sind außer Betrieb, weil sie von den Wassermassen überflutet wurden."Öl und andere Schadstoffe versickern auf den Äckern und bleiben im
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden", warnt Andreas Bernstorff, Chemieexperte bei Greenpeace. "Das Hochwasser hat private Öltanks aufgerissen, Tankstellen überspült, Müllkippen und Güllegruben überschwemmt, Tierkadaver abtreiben lassen, offen gelagerte
Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.Schadstoffe aus
siehe Auto, Lastkraftwagen, Verkehr
Kfz-Betrieben, metallurgischen und chemischen Unternehmen mit sich gerissen." Aus der
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft würden
Pestizide sind bioaktive Substanzen, die ubiquitär in der Umwelt verteilt sind. Der Begriff Pestizide steht auch häufig als Synonym für Pflanzenschutzmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel.Pestizide und Mineraldünger wie Stickstoff und Phosphat ins
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser gelangen. "Mit welchen Mengen dabei gerechnet werden muss, ist noch nicht absehbar", so Bernstorff weiter.
Der vom Hochwasser in Dresden angespülte Schlamm gilt als Sondermüll und wird extra auf spezielle Deponien gebracht. "Vergifteter Schlamm muss schnell abgetragen und fachgerecht entsorgt werden. Sonst wird er betonhart und verbindet sich mit Wurzeln von Bäumen und Pflanzen", sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte bei Greenpeace.
Krautters Tipps für Hochwasserbetroffene: "Bei Aufräumarbeiten und Schlammbeseitigung immer Gummistiefel und Gummihandschuhe tragen. Außerdem sollte jeder Hautkontakt mit dem Schlamm vermieden werden. Lebensmittel, die mit Schlamm in Berührung gekommen sind, keinesfalls essen. Sie abzuwaschen hilft nichts. Vor jedem Essen, Trinken und
siehe Tabakrauch, Passivrauchen, Nikotin.Rauchen immer gründlich die Hände waschen, Wohnungen und Keller am besten desinfizieren."
Greenpeace untersucht derzeit Böden, Sedimente, Wasserproben und
Als A. werden ehem. Deponien, Industrie- und Gewerbestandorte, undichte Leitungssysteme und defekte Abwasserkanäle und unsachgemäß gelagerte wassergefährdende Stoffe und chemische Kampfstoffe bezeichnet.Altlasten aus Spolana und Bitterfeld. Zusätzlich werden noch Schlämme aus Dresden und Magdeburg auf Rückstände untersucht, um eine Einschätzung für Wohnungen und Gärten und landwirtschaftliche Nutzung abgeben zu können. Die Ergebnisse werden nächste Woche erwarte.