Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 3425

10 000 Megawatt Windkraftleistung am Netz





Berlin, 07.08.2002: Der Windkraftboom in Deutschland ist ungebrochen: Mit der heutigen Inbetriebnahme einer weiteren Windkraftanlage im Windpark Bimolten bei Nordhorn (Niedersachsen) wurde die Rekordmarke von 10 000 Megawatt installierter Windkraftleistung in Deutschland durchbrochen. "Deutschland baut seinen Vorsprung als Windkraftweltmeister weiter aus.

Mit der erzeugten Strommenge kann die Hauptstadt Berlin rund um die Uhr versorgt werden. Die Opposition gefährdet mit ihrer Ablehnung erneuerbarer Energien massiv einen boomenden Wirtschaftszweig, mittelständische Existenzen und rund 120 000 Arbeitsplätze. Das ist mit der Bundesregierung nicht zu machen", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin.

Im ersten Halbjahr 2002 gingen in Deutschland knapp 830 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von rund 1100 Megawatt ans Netz. Der Zuwachs lag um 34 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt sind derzeit rund 12 250 Windräder in Betrieb, das ist rund die Hälfte aller in Europa errichteten Anlagen. Mittlerweile verbraucht die Windkraftbranche mehr Stahl als die deutsche Werftindustrie.

Seit 1998 hat sich die in der Bundesrepublik installierte Leistung vervierfacht. Der Anteil der Windenergie an der Stromversorgung hat sich seither von 1 Prozent auf 3,5 Prozent erhöht. "Unser Versprechen haben wir wahr gemacht: Die Energiewende hat begonnen. Vor allem der ländliche Raum wird wie hier in Bimolten der Gewinner sein. Mit der Nutzung von Wind, Sonne und Biomasse kann sich vor allem die Bevölkerung in landwirtschaftlich geprägten Regionen ein neues, solides wirtschaftliches Standbein aufbauen und eine "zweite Ernte" einfahren. Auch wenn das manchen in der Opposition nicht passt", sagte der Minister.

Bundesumweltminister Trittin lobte vor allem das Konzept des Bürgerwindparks, das in Bimolten umgesetzt wird. "Alle Beteiligten - Planer, Bürger und Landeigentümer - werden an den Erträgen beteiligt. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Das ist ein weiterer Vorzug der dezentralen, nachhaltigen Energieversorgung, die die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat", sagte er.
Autor: Bundesumweltministerium, Berlin
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Stand: 8. Oktober 2002
Erstellt: 7. August 2002
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