Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 3416

Spatenstich am Königsstuhl





Frankfurt a. M./Sassnitz, 05.08.2002: Am Königsstuhl beginnen jetzt die Bauarbeiten für das neue Besucherzentrum. Die beiden Bauherren WWF und Stadt Sassnitz wollen hier ab 2004 den Besuchern die Bedeutung von Natur und Naturschutz vermitteln. Am 01.08.02 erfolgte mit dem Spatenstich der offizielle Startschuss für das ehrgeizige Projekt im Nationalpark Jasmund.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Methling, Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, besichtigten Carl-Albrecht von Treuenfels, Präsident der Umweltstiftung WWF Deutschland, und Dieter Holtz, Bürgermeister der Stadt Sassnitz, den Baubeginn. Bis spätestens Ende 2003 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Das bestehende denkmalgeschützte Haus - ein ehemaliges Hotel und Kasernengebäude - wird entkernt, grundlegend renoviert und erhält eine neue Fassade.

Hier mussten die Umbauarbeiten bereits beginnen und das Kellergeschoss saniert werden. Außerdem wird neben dem bestehenden Haus eine Grube ausgehoben: Dort entsteht ein kreisförmiger Neubau, der durch einen Glastunnnel mit dem Altbau verbunden sein wird. Im Neubau wird sich der Eingangsbereich für das Infozentrum befinden, hier werden sich die Besucher eine Multivisionsshow ansehen können und eine „Zeitreise“ zurück in die Kreidezeit machen - der Anfang einer interaktiven Ausstellung, die dann unterirdisch und schließlich im Altbau fortgesetzt wird.

Neben der attraktiven, modernen Ausstellung, die ein Kernelement des vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens (E+E) ist, werden im Besucherzentrum auch ein Restaurant und ein Shop eingerichtet. Das direkt am Gebäude anschließende Freigelände ermöglicht den Besuchern in verschiedenen Erlebnisbereichen die Natur aktiv zu erfahren.

Für das Projekt, das Modellcharakter für andere Nationalparke hat, engagieren sich das Umweltministerium und das Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie das Bundesumweltministerium. Die Entwicklung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt Jasmund.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 5. August 2002
Erstellt: 5. August 2002

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