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Umwelt und Natur
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Artikel Nr.: 3404
Wirkungsvoller Hochwasserschutz ist nur großräumig erreichbar
Bremen, 01.08.2002: Binnen kurzer Zeit ist es in der Wümmeniederung zwischen Ottersberg und Bremen zu außergewöhnlichen Hochwasserverhältnissen gekommen. Großräumige Überschwemmungsgebiete haben im Bremer Raum angrenzende Siedlungen zwar vor Schlimmerem bewahrt, aber Verkehrswege sind unterbrochen und die Betroffenheit örtlicher Landwirte ist groß.Auf Wiesen und Weiden sind vielerorts Schäden an der Grasnarbe und verfaulende Vegetation zu beobachten. Wo früher Wälder, Moore und
F. sind Flächen, die zum Teil ständig von seichtem Wasser bedeckt sind. Feuchtgebiete auf natürliche Weise zum Hochwasserschutz beigetragen haben, wird der Wasserhaushalt heute zunehmend durch Entwässerung und Bebauung belastet. Jetzt zahlen wir die Rechnung für jahrzehntelange Zerstörung und Zubetonierung wertvoller Auenlandschaften, sagte ein Sprecher von
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF und
Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND.
Änderungen in der Landnutzung, Bebauung von
A. setzen sich aus für die jeweilige Region charakteristischen Pflanzengesellschaften zusammen, die sich entlang von Bächen und Flüssen entwickelnAuenlandschaft, intensive Entwässerung und Gewässerausbau der vergangenen Jahrzehnte haben die Abflusssituation in der Wümmeniederung verschärft und zugleich das Speichervermögen der Landschaft vermindert. An der Unteren Wümme machen sich die Folgen des Unterweserausbaus und der Außenweservertiefung ebenso deutlich negativ bemerkbar wie Eingriffe in die Flusseinzugsgebiete oberhalb. Wer Hochwasserschäden vermeiden will, muss im gesamten Flusseinzugsgebiet handeln, so die Verbände. Handeln ist umso mehr gefragt, als die Prognosen wichtiger Klimaforscher für die Zukunft vermehrt Starkregenereignisse für Norddeutschland erwarten lassen.
Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND und Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF fordern: - Hochwasserabfluss- und Überschwemmungsgebiete müssen vor zusätzlicher Bebauung, Versiegelung und Entwässerung geschützt werden.
- Vorhandene Überschwemmungsgebiete zu sichern, ist notwendig aber im Hinblick auf die Niederschlagsereignisse der letzten Zeit nicht hinreichend. Zusätzliche geeignete Überschwemmungsgebiete müssen kurzfristig von Seiten der Wasserwirtschaft vorgeschlagen werden. Alle Beteiligten - insbesondere Landnutzer und Kommunen (Man unterscheidet im öffentlichen Baurecht zwischen dem auf Länderebene in Bauordnungen geregelten Bauordnungsrecht und dem auf Bundesebene im Baugesetzbuch (BauGB) geregelten Bauplanungsrecht. Bauleitplanung) - sind aufgefordert, an der Umsetzung mitzuwirken.
- Wasserhaushalt und Abflussverhältnisse sind in Flusseinzugsgebieten zu analysieren und für Mensch und Natur sinnvoll zu organisieren. Die Wasserrahmenrichtlinie der EU bietet seit kurzem hierfür erstmals eine rechtlich umfassende Grundlage, die sich an natürlichen und nicht an Verwaltungsgrenzen orientiert.
- Die Nutzung solcher Überschwemmungsgebiete muss mit ihrem wasserwirtschaftlichen Zweck vereinbar sein, die dortigen Landnutzer sind ggf. zu unterstützen, wenn die weiterhin gewollte Landbewirtschaftung mit einem erhöhten Überschwemmungsrisiko einhergeht.
Zur Zeit ist die Wümmeniederung bei Borgfeld/Lilienthal vom Hochwasser besonders betroffen. Hierzu stellen
Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND und
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF fest:
Der Flusslauf der Wümme bei Borgfeld/Lilienthal wird vom zuständigen
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen unseres Wissens den Vorgaben entsprechend unterhalten. Alle zur Zeit diskutierten Einzelmaßnahmen vor Ort hätten die eingetretene Hochwassersituation grundsätzlich nicht verhindert. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, da ansonsten der Eindruck erweckt wird, Änderungen in der Gewässerunterhaltung oder das Roden von Ufergehölz könnten Überschwemmungen oberhalb Borgfeld ausschließen.
Es ist allerdings kurzfristig zu klären, ob bestimmte Maßnahmen die Hochwasserfolgen abmildern können. Folgende Fragen sind baldmöglichst in einem Gutachten zu klären, deren Ergebnisse allen Interessierten zugänglich gemacht werden sollten, um auf dieser Grundlage möglichst schnell wirksame Maßnahmen ergreifen zu können.
- Ist der Durchfluss im Bereich der Lilienthaler Flutbrücke sichergestellt? Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND und Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF unterstützen ggf. erforderliche Maßnahmen, um dessen Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.
- Sind kleinräumig Baggerungen in der Sohle der Wümme erforderlich, wobei allerdings der Abfluss bei Niedrig- und Mittelwasser nicht beschleunigt werden sollte. Grundsätzlich sind die Geschiebeverhältnisse in der Wümme zu klären und soweit sie aus ökologischen Störungen in der Aue resultieren, ist an den Ursachen unmittelbar anzusetzen.
- Welchen Einfluss hat der Bewuchs im Vorland auf den Hochwasserabfluss? Gibt es kleinräumig durchführbare, nachhaltige Maßnahmen, die zu einer Hochwasserentlastung beitragen und sich in die Wümmelandschaft einfügen?
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 1. August 2002
Erstellt: 1. August 2002
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