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Berlin, 30.07.2002: Die seit Anfang Mai dieses Jahres zunächst in Dänemark, später auch in Schweden, Norwegen und in den Niederlanden grassierende Seehund-Seuche hat nunmehr auch das deutsche Wattenmeer erreicht. Wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie die Bezirksregierung Weser-Ems mitteilten, wurden nunmehr bei fünf Seehunden in Ostfriesland eindeutig Symptome der Seehundstaupe festgestellt.Ergebnisse der virologischen Untersuchung stehen noch aus. Es sind die ersten Funde an der deutschen Nordseeküste.
Insgesamt fielen bislang über 2000 Seehunde der Epidemie zum Opfer. Nach Auffassung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin muss damit gerechnet werden, dass sich die Seehund-Seuche auch im deutschen
Amphibisches Ökosystem zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie, das vom natürlichen Ungleichgewicht durch Wechsel der Überflutung lebt.Wattenmeer weiter ausbreitet. "Die Fortschritte im
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt- und
Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz der letzten Jahre haben die Lebensbedingungen des Seehundes deutlich verbessert und für eine große und nach vorliegenden Informationen gesunde Population gesorgt. Ich hoffe daher, dass sich die Epidemie in Grenzen hält und nicht das Ausmaß von 1988 erreicht, der mehr als die Hälfte aller Seehunde in der
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee zum Opfer fielen", sagte er. Einen perfekten Schutz gegen die Seuche gebe es allerdings nicht.
Die zuständigen Behörden der Bundesländer haben Sofortmassnahmen, u.a. zur Überwachung der Küste sowie zur unverzüglichen Bergung möglicher weiterer toter Tiere, ergriffen. Bereits nach den ersten Meldungen aus Dänemark wurden Notfallpläne erarbeitet. Akute Gefahren für Mensch und
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt bestehen nicht. Auf den Menschen ist das Staupevirus nicht übertragbar. Hunde und möglicherweise auch Katzen können zwar infiziert werden, erkranken aber nicht. Jedoch sollten tote oder erkrankte Seehunde nicht berührt, sondern die Fundstelle umgehend den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Nach Auffassung der Mehrzahl der Wissenschaftler hat das Auftreten der Seehund-Epidemie natürliche Ursachen und ist Bestandteil des Naturgeschehens. Vorbeugende Impfungen oder eine medikamentöse Behandlung erkrankter Tiere sind nicht möglich. Die Voraussetzungen für einen weniger dramatischen Verlauf der Epidemie sind gegenwärtig deutlich günstiger als 1988: Die Lebensbedingungen der geschätzten 20 000 bis 25 000 Seehunde im
Amphibisches Ökosystem zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie, das vom natürlichen Ungleichgewicht durch Wechsel der Überflutung lebt.Wattenmeer haben sich deutlich verbessert. Ihr Gesundheits- und Ernährungszustand wird von Experten als "gut" bezeichnet.
Hinweise auf eine "Überbevölkerung" gibt es nicht. Vor allem die Schadstoffbelastung der
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee, die das
Das I. ist ein Schutzsystem des Organismus zur Abwehr von Krankheitserregern, körperfremden Zellen oder Strukturen. Immunsystem der Tiere schwächen könnte, ist im Vergleich zu 1988 deutlich zurückgegangen. Andererseits haben nur noch wenige Seehunde Abwehrkörper gegen das Staupevirus. Der Verlauf der Epidemie ist allerdings von vielen Faktoren abhängig und daher kaum vorhersehbar. Unabhängig davon zeigen aber die Erfahrungen von 1988, dass sich die Population nach Abklingen der Epidemie rasch wieder erholt.
Auch auf internationaler Ebene wurden das Auftreten der Seehund-Seuche und ihre Folgen bereits thematisiert. Im Rahmen der trilateralen Wattenmeerkooperation und des seit 1991 zwischen den Wattenmeerstaaten Deutschland, Dänemark und den Niederlanden bestehenden Seehund-Abkommens hat bereits am 6. Juni dieses Jahres ein Expertentreffen stattgefunden, um den Umgang mit erkrankten Seehunden, erforderliche wissenschaftliche Untersuchungen sowie mögliche Auswirkungen auf den "Seehund-Management-Plan" zu erörtern.
Hinweis: Weitere Informationen zur Seehund-Seuche enthält ein Hintergrundpapier, das im BMU-Pressereferat unter 01888-305-2015/18 bzw. hier als PDF-Datei abrufbar ist. Darüber hinaus sind aktuelle Informationen im Internet auch über die Websites des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats www.waddensea-secretariat.org sowie der Wattenmeer-Nationalparke www.wattenmeer-nationalpark.de erhältlich.