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Artikel Nr.: 3376
"Alster-Enten" fordern Herrn Stoiber zu mehr Tierschutz auf
Hamburg, 25.07.2002: Als Enten verkleidete Aktivisten der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN machten gestern anlässlich des Alsterspaziergangs des bayerischen Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten Dr. Edmund Stoiber auf die katastrophalen Zustände in bayerischen Entenmastbetrieben aufmerksam.In Tretbooten auf der Binnenalster schwimmend gemahnten sie den bayerischen Landesherrn daran, dass auch die Enten in seinem Bundesland
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser zum Leben benötigen. Sie forderten ihn auf, sich verstärkt für den Tierschutz einzusetzen und aktiv gegen die Entenquälerei in seinem eigenen Bundesland vorzugehen.
Mehrfach dokumentierten die VIER PFOTEN skandalöse Zustände in den Betrieben des größten bayerischen Entenmästers, der Geflügelproduktionsgesellschaft mbH (GEPRO). Enten vegetieren in Großgruppen zusammengepfercht in kotverdreckten Ställen und ohne ausreichende Wasserversorgung vor sich hin. Zwischen den zusammengedrängten Tieren liegen tote, sterbende oder bewegungsunfähige Artgenossen. Aufnahmen aus dem Juni 2002 aus einem GEPRO-Betrieb in Bruck zeigen eine noch lebende Ente, die kurzerhand in einer Mülltonne entsorgt wurde. Die Tierschutzorganisation hat deshalb im Juli erneut Anzeige gegen die GEPRO erstattet.
Enten sind Wasservögel. Deshalb ist für sie Wasser zur Gefiederpflege und zum Baden unverzichtbar. Seit Februar 2000 liegen Empfehlungen des Europarates zur Entenhaltung vor. Danach sind Enten Badegelegenheiten und Auslauf zur Verfügung zu stellen, damit sie ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können. Als Minimum sind Wasservorrichtungen vorgesehen, die den Enten zumindest ein Eintauchen des Kopfes ermöglichen. Die bei der GEPRO üblichen Nippeltränken dagegen erlauben den Tieren nur die tröpfchenweise Aufnahme von
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser. Laut einem Gutachten der Universität Kassel stellt diese Haltungsform einen Verstoß sowohl gegen europäisches Recht, als auch gegen das deutsche Tierschutzgesetz dar.
In anderen Bundesländern mit bedeutenderer Entenmast wie Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind zumindest freiwillige Vereinbarungen zum Schutz der Enten geschlossen worden. Diese Vereinbarungen sind aus Tierschutzsicht zwar noch unbefriedigend, aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. In Bayern aber ist die Landesregierung trotz Versprechungen bislang untätig geblieben.
"Als Kanzlerkandidat präsentiert sich Herr Stoiber gerne als der wahre Europapolitiker", sagt Thomas Pietsch, Nutztierexperte der VIER PFOTEN. "Wenn er die Europapolitik wirklich ernst nimmt, sollte er zunächst vor der eigenen Tür kehren. Wir erwarten, dass er der Untätigkeit in Sachen Entenschutz in seinem Kabinett ein Ende setzt und aktiv für eine Umsetzung europäischer Tierschutznormen auch in bayerischen Entenmastbetrieben sorgt."
Autor: VIER PFOTEN e.V.
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Stand: 25. Juli 2002
Erstellt: 25. Juli 2002
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