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Artikel Nr.: 3239
Reservat für chinesische Süßwasserdelfine
China, 18.06.2002: Chinesische Wissenschaftler haben die Hoffnung aufgegeben, dass der Süßwasserdelfin in Freiheit überleben wird.Nur in einem Reservat könne die Spezies weiterbestehen. In Chinas längstem Fluss, dem Jangtsekiang, leben nicht einmal 100 Exemplare der Delfinart. Verantwortlich für den Rückgang des Bestandes sind der ansteigende
Verkehr verursacht Umweltauswirkungen, die v.a. durch die Transportaktivitäten und durch den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur entstehen. Verkehr auf dem Fluss, menschliche Aktivitäten wie illegales Fischen und die starke Verschmutzung des Flusswassers.
Den Süßwasserdelfin gibt es seit 25 Millionen Jahren. Das "lebende Fossil" ist inzwischen auf der Liste der zwölf am meisten gefährdeten Tiere der Erde. Zhu Zuoyan, Mitglied der chinesischen Akademie der Wissenschaften, hält die Bestandszahl für so gering, dass Schutzmaßnahmen im natürlichen Lebensraum nicht mehr greifen würden. "Umsiedlung ist die letzte Hoffnung für die Delfine."
Noch in diesem Jahr wollen Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Landwirtschaftsministerium beginnen, die verbliebenen Delfine einzufangen. Sie sollen dann in einem 21 Kilometer langen Flussreservat in der Provinz Hubei angesiedelt werden. Dort lebt bereits seit 1980 ein Delfin. Bislang war es den Wissenschaftlern nicht gelungen, für diesen Delfin einen Paarungspartner zu fangen, da die Tiere extrem schnelle und wendige Schwimmer sind.
Autor: Greenpeace e.V.
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Stand: 8. Oktober 2002
Erstellt: 18. Juni 2002
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