Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 3217

Fischdemo gegen Reformblockade





Luxemburg/Bremen, 11.06.2002: Als Fische verkleidete WWF-Aktivisten demonstrierten heute vor Beginn der Sitzung des EU-Fischereirates in Luxemburg dafür, endlich die Reform der verfehlten EU-Fischereipolitik der letzten 20 Jahre voranzubringen.

Sie überreichten den eintreffenden Ministern und ihren Delegationen Offene Briefe, in denen sie die Regierungen dazu aufrufen, der Blockade gegen die so dringend notwendige Reform ein Ende zu bereiten.

Das besonderes Augenmerk der Demonstranten galt dabei den Fischereiministern aus Spanien, Frankreich und Portugal, die in den vergangen Wochen und Monaten in umstrittener Form gegen den Reformvorschlag der EU-Kommission opponiert hatten.

„Die Fischbestände sind schon jetzt dramatisch geschrumpft. Sie können dem Druck durch die heute völlig überdimensionierten EU-Fischereiflotten nicht mehr standhalten“, stellt WWF-Meeresbiologin Heike Vesper fest und fordert: „Die EU-Politik braucht jetzt klare Entscheidungen und keine egoistischen Blockade-Aktionen einzelner Mitgliedsländer, wenn es um die Zukunft der Meere und der Fischerei geht!“

Nach Ansicht des WWF steht Europa vor der großen Herausforderung, wieder zu gesunden Fischbeständen zu kommen, die gleichzeitig die Lebensfähigkeit der Fischerei-Industrie gewährleisten können. Dabei erteilt die Naturschutzorganisation dem Festhalten an der bisherigen Subventionspraxis, von der die meisten Fischer gar nicht profitierten, eine Absage.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 8. Oktober 2002
Erstellt: 11. Juni 2002

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