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Umwelt und Natur
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Artikel Nr.: 3119
Umweltstiftung Euronatur: Landwirte sollen der Natur mehr Chancen geben.
Stuttgart, 22.05.2002: Gefährdete Tiere und Pflanzen unserer Feldfluren hätten bessere Überlebenschancen, wenn Landwirte wenigstens das öffentliche Gelände entlang von Feldwegen unangetastet lassen. Darauf hat jetzt die internationale Umweltstiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) hingewiesen.Überall in Deutschland sei gegenwärtig wieder zu beobachten so Euronatur dass leider noch immer viele Bauern nahezu bis an den Weg heranpflügen und Äcker bestellen, obwohl Wegstreifen in aller Regel im Besitz der Städte und Gemeinden und damit der öffentlichen Hand sind. Oft werde noch der letzte Quadratzentimeter eingesät.
Damit würden wertvollste ökologische Zierleisten der Landschaft - wo früher vorkommende Arten wie Wegwarte,
Kamille ist meist eine einjährige Pflanze von 15 bis 40 cm Höhe mit fiederteiligen Stengelblättern und langgestielten Blüten mit weißen Zungenblüten.Kamille und andere Pflanzen noch eine Heimat hätten und die Lebensraum auch für viele Kleintiere sind zerstört. Nach Schätzungen der Umweltschützer werden durch das zu nahe Heranpflügen an die Wege Tausende Hektar von öffentlichem Land der Natur und damit der Erlebnisvielfalt der Feldfluren entzogen.
Bei Euronatur hat man durchaus Verständnis für die zum Teil prekäre Lage der
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft, welche unter einer verfehlten europäischen
Festgeschriebenes Ziel der Agrarpolitik in Deutschland und der EG ist es, die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe zu sichern. Agrarpolitik und dem Zwang zu immer intensiverer Produktion
leide. Es könne jedoch keine Lösung sein, wenn öffentliches Gelände nicht respektiert werde, weil von jedem Bundesbürger erwartet werde, dass er sich an Gesetze und Vorschriften halte. Landwirte hätten also eine große Chance, mehr für die natürliche Vielfalt zu tun, ohne eigenes Gelände in Anspruch nehmen zu müssen.
Ungeachtet dieser Entwicklung plädiert die Umweltstiftung Euronatur für eine Reform der Agrarpolitik, welche durch gerechtere Preise den Landwirten eine umweltfreundlichere Produktion ermögliche und wieder dazu führe, dass die Feldfluren für die Allgemeinheit erlebnisreicher werden.
Besuchen Sie auch die Homepage von
www.euronatur.de
Autor: Gabriel Schwaderer
1405 Aufrufe
Stand: 8. Oktober 2002
Erstellt: 22. Mai 2002
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