Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 3095

Bauernverband sollte sich besser informieren!





Bonn/Berlin, 18.05.2002: Der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Dr. Hartmut Vogtmann weist die Äußerung des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) scharf zurück. „Die Äußerungen des DBV-Chefs sind irreführend und zeugen nicht gerade von großer Kompetenz.

Wer heute noch staatliche Ordnungspolitik gegen freiwillige Naturschutz-Maßnahmen ausspielt, hat nicht begriffen, dass mit der Verabschiedung der Rio-Konvention zur biologischen Vielfalt das Kooperationsprinzip Eingang in die Naturschutzpolitik gefunden hat. Nur ein sinnvolles Miteinander von Schutzgebietssystemen und freiwilligen Naturschutzmaßnahmen auf der ganzen Fläche sichert dauerhaft die biologische Vielfalt in Deutschland,“ sagte Vogtmann.

Es sei zwar richtig, dass sich in den letzten Jahren verschiedene Pflanzen- und Tierarten erholt haben. Doch sei die Schlussfolgerung des DBV falsch. „Verschiedene wissenschaftliche Gutachten(Sachverständigenrat für Umwelt, Wissenschaftlicher Beirat für globale Umweltveränderungen) sagen eindeutig, dass die verhängnisvolle landwirtschaftliche Bewirtschaftungsweise seit den fünfziger Jahren zu einem massiven Artenverlust in Deutschland geführt habe.

Erst jetzt erholen sich einige Flächen ganz langsam. Von einer Sicherung der Artenvielfalt in Deutschland sind wir noch meilenweit entfernt,“ erläuterte Vogtmann.

Das Bundesamt für Naturschutz bietet dem DBV ein Gespräch an, um die Wissensdefizite auszuräumen.
Autor: Bundesamt für Naturschutz
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Stand: 8. Oktober 2002
Erstellt: 18. Mai 2002
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