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Stuttgart/Manila/Baybay (Leyte), 05.05.2002: Durch gezielte Regeneration früher abgeholzter und dann als Kokos-Monoplantagen genutzter einstiger Regenwaldflächen will jetzt die internationale Umweltstiftung Euronatur in Südostasien den Koboldmaki die kleinste Affenart der Welt retten.Bei einem jetzt auf der Philippinen-Insel Leyte vorgestellten Modell-
Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert. Projekt von Euronatur, der Leyte State University sowie der Stuttgarter Universität Hohenheim, wird der Bevölkerung durch die Anpflanzung von naturnahen, dem natürlichen
Der Regenwald ist der immergrüne Wald der inneren Tropen mit ganzjährig heißem, feuchtem Klima. Die tropischen R. sind die artenreichste Lebensgemeinschaft auf der Erde. Regenwald nachempfundenen, aber direkt nutzbaren Waldflächen eine ökonomische Perspektive geboten, die letztlich verlorene Lebensräume für hoch bedrohte Arten zurückbringt. Wenn die Menschen in Entwicklungsregionen nichts zu essen haben und Landflucht sowie die Verelendung in Mega-Städten die einzige Alternative sind, haben sie auch keinerlei Interesse, gefährdete Tiere und Pflanzen zu bewahren, so Euronatur-Präsident Claus-Peter Hutter auf einem Experten-Workshop auf Leyte, welcher im Rahmen einer Umweltpartnerschaft von der Deutschen Lufthansa und von DaimlerChrysler unterstützt wurde.
Wie Hutter betonte, seien die verbliebenen Regenwälder als grüne Lungen und unersetzliche Reservate biologischer Vielfalt nur dann als Naturerbe der Menschheit zu erhalten, wenn mehr Anstrengungen zur
Wiederherstellung.Regeneration zerstörter Flächen erfolgen. Auch wenn klar sei, dass früher abgeholzte Naturwälder niemals ersetzt werden können, dürften die Flächen nicht als für immer verloren betrachtet, sondern müssten als erhebliches Potential für Mensch und Natur erkannt und nachhaltig entwickelt werden.
Bei dem von Euronatur geförderten
Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert. Projekt werden auf den verwüsteten und erosionsgefährdeten Flächen ehemaliger Kokos-Monoplantagen verschiedene, ausschließlich heimische, großblättrige Baum- und Straucharten gepflanzt, in deren Schatten dann hochwertige indigene Tropenholzarten gedeihen können. Schon nach sechs Jahren mutet eine solche ehemalige Intensivplantage an wie ein nahezu ursprünglicher
Der Regenwald ist der immergrüne Wald der inneren Tropen mit ganzjährig heißem, feuchtem Klima. Die tropischen R. sind die artenreichste Lebensgemeinschaft auf der Erde. Regenwald. Eine Kleinbauernfamilie kann nach Angaben von Euronatur schon nach acht Jahren auf einer solchen Fläche ein zehnfach höheres Einkommen als bei einer nur von einer einzelnen Frucht abhängigen Kokosnuss-
Eine Bodenbewirtschaftung, bei der eine Pflanzenart vorherrscht und mit maximaler Ausnutzung standörtlicher und marktpolitischer Vorteile, bei hoher Maschinisierung, meistens ohne Fruchtfolge, großflächig angebaut wird.Monokultur erwirtschaften. Auf mittlerweile rund 1.500 ha Versuchsflächen auf Leyte, aber auch für die Philippinen-Inseln Palawan, Bohol und Mindanao konnten so die Menschen davon abgehalten werden, die noch verbliebenen Regenwälder zu zerstören. Nach Angaben von Euronatur sind auf zuvor ökologisch nahezu toten Flächen wertvollste Ersatzlebensräume für gefährdete Arten entstanden. Damit verknüpft man die Hoffnung, den seltenen Koboldmaki (Tarsius Syrichta) erhalten zu können.
Der 120 Gramm schwere Koboldmaki ist die kleinste, ausschließlich tierische Nahrung fressende Affenart der Welt. Er gehört zu den seltensten Säugetieren. In den neu geschaffenen Sekundärlebensräumen siedeln sich auch andere vom Aussterben bedrohte Arten wie Adlereule, Nashornvogel, Goldkopf-Flughund und Flug-Lemuren an.
Wie man bei Euronatur und der Leyte-University ebenso wie bei der beratenden Stuttgarter Universität Hohenheim betont, seien die Projektergebnisse wegen der vergleichbaren Verhältnisse auf den gesamten südostasiatischen Raum übertragbar und könnten mit anderer Ausprägung und unter Verwendung der jeweils heimischen Pflanzenarten auch in anderen Regionen der Erde wie etwa in Südamerika und Afrika Anwendung finden. Die erfolgreiche Verbreitung der Projektinhalte sei letztlich eine Frage von Information und Ausbildung der jeweils ländlichen Bevölkerung. Im Vorfeld der im August in Südafrika stattfindenden Rio +10-Konferenz fordert jetzt die Umweltstiftung Euronatur zusammen mit dem Bellagio-Forum für nachhaltige Entwicklung die Verantwortlichen in der Entwicklungszusammenarbeit sowie den einzelnen Staaten dazu auf, endlich konkrete Anstrengungen zur ökologischen Optimierung abgeholzter Flächen zu unternehmen.
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www.euronatur.de