Umweltjournal.de | Umwelt und Natur  | Artikel Nr.: 1213

Kommt das Christkind vorzeitig?





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Baden-Baden, 09.04.2002: Winter 1997/98: Buschbrände in Australien, Feuersbrünste im indonesischen Regenwald, Sturmfluten an der Westküste Südamerikas, Sintflutartige Regenfälle in Peru, Sturzbäche in Chile.

Die Elemente rund um den Stillen Ozean waren außer Rand und Band. 22.000 Menschen sind weltweit gestorben - Ursache: das Klima-Ungeheuer El Nino - das Christkind.

Jetzt - im Frühjahr 2002 - rumort es schon wieder in der Wetterküche des Pazifik. Es gibt für Klimatologen deutliche Hinweise auf einen neuen viel zu frühen El Nino.

Selbst in 100 bis 200 Metern Tiefe des Ozeans ist die Wassertemperatur um bis zu vier Grad Celsius gestiegen. Ende 2002 könnte El Nino wieder mit voller Wucht zu schlagen.

Mojib Latif, Klimaforscher am Max-Planck-Institut in Hamburg, rechnet damit, dass es nicht ganz so schlimm wie das letzte Mal kommen wird. Die Unwetter-Anomalie ist zwar seit 130.000 Jahren nachzuweisen, aber sie tritt seit einigen Jahrzehnten immer häufiger und stärker auf.

Feuer, Flut, Dürre und Überschwemmung! Noch haben sich Millionen Bewohner der Dritten Welt vom letzten El Nino noch nicht erholt, droht ihnen schon wieder neues Unheil. 30 Milliarden Dollar Schaden hat das letzte "Christkind" angerichtet. Klimatologen streiten darüber, ob der zunehmende El Nino-Effekt auf die globale Klimaerwärmung zurückzuführen ist.
Autor: Franz Alt
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Stand: 9. Oktober 2002
Erstellt: 9. April 2002

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